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SKI ALPIN: Nun will Nathalie Gröbli ins B-Kader

Am Wochenende fuhr Nathalie Gröbli an ihrem ersten Weltcup-Einsatz gleich in die Punkteränge. Die 21-jährige Nidwaldnerin blickt zurück auf die Premiere und erklärt, welches ihre nächsten Ziele sind.
Stephan Santschi
Nathalie Gröbli fährt in der Weltcup-Kombination auf den 25. Rang. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lenzerheide, 26. Januar 2018))

Nathalie Gröbli fährt in der Weltcup-Kombination auf den 25. Rang. (Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lenzerheide, 26. Januar 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Nathalie Gröbli sitzt gerade im Skilift auf Hoch-Ybrig, als wir sie gestern Vormittag telefonisch erreichen. Riesenslalom-Training steht auf dem Programm. Die Bilder vom letzten Freitag sind in ihrem Kopf natürlich noch präsent, «es war ein mega-cooles Erlebnis, und ich habe sehr positive Gefühle, wenn ich an die vielen Schweizer Fähnchen im Ziel zurückdenke», erzählt sie. In ihrem ersten Weltcup-Einsatz der Karriere fuhr sie in Lenzerheide gleich in die Punkteränge – am Ende klassierte sie sich in der Kombination auf dem 25. Rang. «Klar war es schade, dass ich im Super-G nur 31. war. Insgesamt bin ich mit meinem Auftritt aber zufrieden.»

Am Freitagabend war sie schon wieder zurück an ihrem Wohnort Emmetten im Kanton Nidwalden. Als die 21-Jährige am Samstag im Volg einkaufen geht, wird sie von ihr bekannten und weniger bekannten Personen auf ihre Premiere angesprochen. «Es ist sehr schön zu wissen, wie viele Leute mein Rennen mitverfolgt haben.» Für Schlagzeilen hatte sie dabei schon in der Woche davor gesorgt, allerdings nicht mit einer sportlichen Leistung, sondern vielmehr mit einem Nichteinsatz. In Cortina stand Gröbli bekanntlich mit der Nummer 46 bereits im Starthaus, ehe der Super-G wegen heftiger Windböen nach der Nummer 44 abgebrochen wurde. Ihr langersehntes Weltcup-Debüt verschob sich dadurch nochmals um eine Woche.

Dass die Dinge nicht gleich auf Anhieb so funktionieren, wie sie es gerne hätte, daran hat sich Nathalie Gröbli schon in jungen Jahren gewöhnen müssen. Zwar debütierte sie mit 17 Jahren im Europacup, im Dezember 2015 zog sie sich in einem Riesenslalom allerdings einen Kreuzbandriss zu und musste ein Jahr pausieren. «Nach der Rückkehr ist es nicht so einfach, wieder mit dem gleichen Mut an den Start zu gehen», erklärt sie. Die letzte Saison diente ihr als Wiedereingewöhnung, nun fühlt sie sich «gesund und fit». Im Januar verdiente sie sich mit starken Europacup-Auftritten in Österreich schliesslich die Premiere im Weltcup.

Zurück an Rennen kleinerer Kategorien

Während die Topcracks bald an die Olympischen Spiele nach Südkorea fliegen und die Jüngeren an den Junioren-Weltmeisterschaften in Davos starten, kehrt die C-Kader-Athletin in ihren Alltag zurück und nimmt an Wettkämpfen kleinerer Kategorien teil. Am Donnerstag und Freitag startet sie an FIS-Riesenslaloms in Meiringen-Hasliberg, später folgen weitere FIS- und Europacup-Rennen im Ausland. Die nächste Chance auf einen Weltcup-Einsatz bietet sich erst wieder Anfang März in Crans-Montana. Ihr nächstes Ziel ist das Erreichen des B-Kader-Status von Swiss-Ski. «Hierzu brauche ich in einer Disziplinenwertung des Europacups einen Schlussrang in den Top 15.» Gröbli, die neben dem Riesenslalom den Fokus auf Super-G und Abfahrt setzt, ist diesbezüglich voll auf Kurs. Im Super-G belegt sie auf Stufe Europacup derzeit Platz 7.

Als C-Kader-Athletin kann sie vom Skisport alleine noch nicht leben, «ohne finanzielle Unterstützung meiner Eltern ginge es nicht», sagt Gröbli, die 2016 an der Sportmittelschule in Engelberg die Matura gemacht hatte. Dank ihrem Kopfsponsor, der Raiffeisenbank Nidwalden, hat sie im Sommer, wenn sie öfters zu Hause ist, die Möglichkeit, das für einen KV-Abschluss erforderliche Praktikum zu machen.

Die grossen Ziele aber, die hat sie im Sport, ein Grossereignis wie die Olympischen Spiele 2022 bleibt das Mass aller Dinge. In Lenzerheide hat sie auf dem Weg dorthin einen wichtigen Meilenstein passiert. Weitere müssen nun folgen, Zeit zum Zurücklehnen hat Nathalie Gröbli nach dem Gewinn der ersten Weltcup-Punkte deshalb nicht. Steile, schwierige Passagen bereiten ihr noch Probleme, in technischer Hinsicht habe sie viel Verbesserungspotenzial. Die Fahrt mit dem Skilift auf Hoch-Ybrig ist denn auch beendet, höchste Zeit also, das Handy wegzustecken und weiter zu trainieren.

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