Ski alpin
Wie im Rausch: Delia Durrer gewinnt an den Schweizer Meisterschaften die dritte Goldmedaille

Die Nidwaldnerin Delia Durrer gewinnt an den Schweizer Meisterschaften nach Abfahrt und Kombi auch den Super-G. Statt zu feiern, konzentriert sie sich auf den kommenden Riesenslalom.

Peter Gerber Plech
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Delia Durrer verblüfft in diesen Tagen in ZInal.

Delia Durrer verblüfft in diesen Tagen in ZInal.

Alexandra Wey/Keystone

Nur ganz selten übertrifft ein Sequel eines Hollywood-Films bezüglich Unterhaltungswert oder Qualität das Original. Bei Delia Durrers «Goldrausch» ist aber auch der dritte in Zinal spielende Teil äusserst ansehnlich ausgefallen. Die 18 Jahre alte Nidwaldnerin hat im Wallis nach den Schweizer Meisterschaften in Abfahrt und Kombination auch den Titel im Super-G gewonnen. Und dies mit dem komfortablen Vorsprung von 0,93 Sekunden auf die Obwaldnerin Priska Nufer (2.) und bereits 1,20 Sekunden auf Stephanie Jenal (3.).

Delia Durrer hat die Piste am Corne de Sorbois fest im Griff. Den steileren Teil genauso wie die letzten Fahrsekunden auf eher flachem Terrain. Und weil sie kaum, und wenn, dann nur kleine, Fehler macht, lässt sie der Konkurrenz in diesen Tagen keine Chance.

Am Samstag, wenn der Slalom gefahren wird, gönnt sich Delia Durrer eine Auszeit. «Ich gönne mir einen Tag Pause. Auch, weil die Wetterprognose etwas Schneefall angekündigt hat. Am Sonntag werde ich Riesenslalom trainieren und mich auf das letzte Rennen vorbereiten», sagt sie. Die Gegnerinnen können also nur kurz aufatmen, denn am Montag beim Riesenslalom steht die Nidwaldnerin bereits wieder am Start. Durrer sagt: «Klar sind mit Abfahrt und Super-G meine Hauptdisziplinen jetzt vorbei. Aber ich habe auch im Riesenslalom gewisse Ansprüche und Ambitionen. Ich will meine am Renntag bestmögliche Leistung bringen – und dann schaue ich nach zwei Läufen, wie weit mich diese gebracht hat.»

Silber für Lütolf, Odermatt fährt Slalom

Für den dritten Zentralschweizer Medaillengewinn des Tages sorgte der Sempacher Joel Lütolf. Dank deutlicher Bestzeit im Slalom holte sich der 20-Jährige hinter Sandro Simonet und vor Noel von Grünigen Silber in der Kombination. Nach dem Super-G auf Platz 26 klassiert, nützte Lütolf die gute Startnummer im Slalom zur erfolgreichen Aufholjagd. Yannick Chabloz verpasste als Vierter eine weitere Medaille und auch Marco Odermatt liess es sich nicht nehmen, die kurzen Skier anzuschnallen. Mit der 14. Laufzeit im Slalom schlug sich der Zweite des Gesamtweltcups ganz ordentlich. Da er aber im nach Gleiterfähigkeiten verlangenden Super-G nur Achter war, blieb ein Medaillengewinn für Marco Odermatt ausser Reichweite.