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SKI NORDISCH: Diesmal soll’s klappen mit Olympia

Ähnlich unbeschwert wie jetzt hat der Urner Langläufer Roman Furger schon lange keinem Winter mehr entgegengeschaut. Sogar wenn er sich sehr hohe Ziele setzt.
Jörg Greb
Roman Furger trainiert auf der Flüela-Loipe (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Davos, 9. November 2017))

Roman Furger trainiert auf der Flüela-Loipe (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone (Davos, 9. November 2017))

Jörg Greb

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Vor fünfeinhalb Jahren wurde dem inzwischen 27-jährigen Urner eine vielversprechende Zukunft vorausgesagt. Den Engadiner Skimarathon hatte er damals gewonnen, ebenso U23-Sprint-WM-Bronze. Aber Infekte, Krankheiten, Verletzungen warfen ihn in der Folge immer wieder zurück. Und so verpasste er auch sein erstes ganz grosses Ziel, die Olympischen Spiele vor vier Jahren in Sotschi. «Wohl meine schlimmste Saison», blickt er zurück. Physisch und psychisch hatte er zu kämpfen.

Doch das Weiterziehen machte sich bezahlt. Vor anderthalb Jahren gewann er den Engadiner Skimarathon ein zweites Mal – und diesmal war auch Dario Cologna, der dreifache Olympiasieger und Titelaspirant Nummer 1, beim Heimrennen mit von der Partie. Allerdings hatte der Hauptfavorit in der Endphase einen Stockbruch zu verzeichnen. Furger nutzte die Chance. Und nun gelang es ihm, die Aufwärtstendenz zu wahren.

Der letzte Winter war ein gelungener

Der Folgewinter, der vergangene, war mit Abstand Furgers bester. Regelmässig glückten ihm Platzierungen in den Top 30, die ihm Weltcup-Punkte eintrugen. Und er vermochte sein Level bis am Schluss zu halten. Beim Weltcup-Final verpasste er seinen ersten Einzug in den Halbfinal nur um einen Hauch. Dank des 15. Platzes schloss er den Sprint-Weltcup auf Position 29 ab. Mit dieser Klassierung schaffte er die Kriterien für ein Upgrade in seinem Status: Furger stieg in die Nationalmannschaft auf, der in diesem Winter zudem Dario Cologna, Toni Livers, Jovien Hediger sowie bei den Frauen Nathalie von Siebenthal, Laurien van de Graaff und Nadine Fähndrich angehören. Zu den konstant starken Ergebnissen zählten auch zwei entsprechende WM-Rangierungen: 25 im Sprint, was ihn mässig freute, sowie Rang 17 – «ein Topergebnis» – über 50 km. Mit Blick auf die gesamte Saison bilanzierte er: «Ein wirklich gelungener Winter.»

Daraus schöpfte Furger Kraft. Und mit Blick auf die kommende Olympia-Saison gelang ihm eine «sehr erfreuliche Vorbereitung». Das stimmt ihn zuversichtlich. «Diesmal soll’s klappen mit Olympia», sagt er. Im südkoreanischen Pyeongchang will er dabei sein und sich natürlich möglichst vorteilhaft präsentieren.

Perfektioniert sieht er die Möglichkeiten in seiner Wahlheimat Davos. Auf «ideale Voraussetzungen» trifft er hier. Das Nationale Leistungszentrum bietet ein Rundumangebot. Der ständige Kontakt mit den andern Kadermitgliedern baut auf. Und seit Ende Oktober bietet sich die Möglichkeit, auf Schnee (dank Snowfarming und übersommerten Altschnee) zu laufen. Alles wichtige Punkte für Furger: «Wir mussten nicht für ein Trainingslager nach Skandinavien mit seinen kurzen Tagen reisen, sondern konnten zu Hause effektiv arbeiten.»

Drei Rennen im Visier

Und weil erstmals eine 4-km-Strecke präpariert werden konnte, war dieses Laufen auch abwechslungsreicher, vielfältiger. Vorgenommen hat sich Roman Furger «einen vielversprechenden Saisoneinstieg». Für ihn von Bedeutung sind die Skatingrennen, sowohl über die Sprint-Distanz wie bei den Distanzrennen. Möglichst schnell möchte er die Weichen in Richtung Olympia stellen. An die Rennen Ende November in Skandinavien denkt er, ebenso aber an den Heimweltcup in Davos am 9. und 10. Dezember. Eine Top-15-Klassierung oder zwei Rangierungen in den besten 25 des Weltcups sind für die Qualifikation verlangt. Und klappt es mit der Nomination, liebäugelt er mit drei Rennen: dem Teamsprint, der Staffel sowie dem 15-km-Skatingrennen. «Ich habe bewiesen, dass ich mich in Sprints oder Distanzrennen auszeichnen kann», sagt er.

Schaad greift wieder ein

Die Zuversicht ist auch beim 24-jährigen Roman Schaad zurückgekehrt. Der Unteriberger musste die letzte Saison Mitte Februar wegen eines Bandscheibenvorfalls vorzeitig beenden. Nach einem Monat kompletter Pause baute er langsam und konzentriert neu auf. Die Olympischen Spiele sollen auch für ihn zum Thema werden – wie bei Furger in den Skating-Disziplinen Teamsprint und 15 km. Eine Olympia-Vision trägt auch Ueli Schnider aus Flühli in sich. Der 27-Jährige liebäugelt mit dem Klassisch-Sprint, der auf seine Stärke zugeschnitten ist. (gg)

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