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SKI NORDISCH: Langläuferin Stefanie Arnold hat ihre «Strafaufgabe» gut gemeistert

Nach dem verpatzten Saisoneinstieg rehabilitiert sich Stefanie Arnold mit dem Tagessieg beim Bürer Langlauf. Nun strebt die 21-jährige Urnerin eine Teilnahme an der U23-WM an.
Urs Hanhart
Tagessiegerin Stefanie Arnold kämpft sich durchs dichte Schneetreiben. (Bild: Urs Hanhart (Realp, 10. Dezember 2017))

Tagessiegerin Stefanie Arnold kämpft sich durchs dichte Schneetreiben. (Bild: Urs Hanhart (Realp, 10. Dezember 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Ursprünglich wollte Stefanie Arnold übers vergangene Wochenende bei Continentalcup-Wettkämpfen in Frankreich antreten. Daraus wurde jedoch nichts, weil sie Anfang Dezember bei den nationalen Saisonauftaktrennen im Goms (Swiss Cup) nicht richtig auf Touren kam. Im Sprint belegte sie in einem überschaubaren Feld lediglich den achten Platz.

Noch schlechter lief es dem Aushängeschild des SC Unterschächen im Distanzrennen, wo Arnold im für sie enttäuschenden 21. Rang landete. Anstatt internationale Wettkampfatmosphäre zu schnuppern, nahm die Schächentalerin am Sonntag bei eisigen Temperaturen und Schneefall sozusagen notgedrungen am Bürer Langlauf teil, mit dem die regionale Saison lanciert und der wie gewohnt in Realp ausgetragen wurde. Als Mitglied des C-Kaders von Swiss-Ski startete die Lokalmatadorin als grosse Favoritin.

Noch fehlt ihr die Spritzigkeit

Dieser Rolle vermochte sie denn auch vollauf gerecht zu werden. Arnold ging die Klassisch-Prüfung über 7 Kilometer mit Abstand am schnellsten an und machte kontinuierlich gegenüber ihrer härtesten Konkurrentin Nadine Matter (Nordic Engelberg), die unmittelbar vor ihr gestartet war, Boden gut. Zuletzt rettete U20-Siegerin Matter gerade noch eine der 20 Sekunden Startvorgabe ins Ziel. Arnold triumphierte somit mit 19 Sekunden Vorsprung. Trotz ihres souveränen Erfolgs war die Tagessiegerin nur bedingt zufrieden mit ihrer Leistung. Selbstkritisch analysierte sie: «Es lief mir zwar besser als im Goms. Aber optimal war das noch nicht. Mir fehlt derzeit noch etwas die Spritzigkeit. Immerhin ist dieser Sieg sehr gut für die Moral und eine willkommene Motivationsspritze.»

Trainingsumfang deutlich gesteigert

Für die mangelnde Spritzigkeit lieferte Arnold eine plausible Erklärung. Im Sommer schloss sie ihre KV-Ausbildung erfolgreich ab. Seither hat sie ihre Trainingsumfänge deutlich gesteigert, auf zwölf bis maximal 25 Stunden pro Woche. Nun braucht sie offensichtlich noch einige Rennen, um die verbesserte Basis in Resultate umzusetzen.

Die schnelle Blondine setzt seit dem Lehrabschluss nahezu voll auf die Karte Spitzensport. Das Arbeitspensum hat sie auf einen bis zwei Tage pro Woche reduziert. Ihre Begründung: «Ich möchte meine Möglichkeiten voll ausreizen und schauen, wie weit ich es bringe.» In diesem Winter ist die Teilnahme an der U23-WM, die im Goms ausgetragen wird, Arnolds grosses Saisonziel. Um die Qualifikation für diesen Grossanlass zu schaffen, muss sie vor allem in Continentalcup-Rennen gute Ergebnisse herauslaufen. Gefordert sind zwei Top-10-Platzierungen. «Das wird zwar sehr schwierig, liegt aber sicherlich im Bereich des Möglichen», so die Einschätzung der ehrgeizigen Sportlerin.

Abwechslung mit Volksläufen

Im letzten Winter hatte die mehrfache Urner Meisterin ebenfalls die U23-WM ins Visier genommen, wurde vom Verband jedoch nicht aufgeboten. Der Nicht-Selektion trauerte Arnold nicht lange nach. Sie machte kurzerhand einen Abstecher ins Lager der Volksläufer und gewann gleich auf Anhieb mehrere Swiss-Loppet-Rennen. Dazu sagt sie: «Ich bestreite sehr gerne solche Wettkämpfe, denn sie sind eine gute Abwechslung. Durchaus denkbar, dass ich auch diesen Winter hin und wieder an den Start gehe, sofern es für mich drinliegt.»

Mittel- und langfristig ist für die talentierte Ausdauersportlerin, die – wenn sie nicht gerade ein Trainingslager absolviert – abwechslungsweise an ihrem Wohnort Unterschächen oder an ihrem Arbeitsort Einsiedeln trainiert, auch der Weltcup ein Thema. «Es wäre super für mich, auch mal etwas Erfahrung auf höchster Ebene sammeln zu können. Aber ich muss realistisch bleiben und schauen, ob ein Einsatz überhaupt Sinn machen würde. Vorderhand hat jedenfalls noch der Continentalcup Priorität», so Arnold.

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