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SKI NORDISCH: Positive Eindrücke gesammelt

Die beiden Medaillen von Nadine Fähndrich bilden aus regionaler Sicht die Höhepunkte der Junioren-WM im Goms. Aber auch die restlichen Zentralschweizer Resultate lassen sich sehen.
Roland Bösch
Janik Riebli sprintet mit Unterstützung der Fans den Berg hinauf. (Bild: Lars Kiser (Goms, 28. Januar 2018))

Janik Riebli sprintet mit Unterstützung der Fans den Berg hinauf. (Bild: Lars Kiser (Goms, 28. Januar 2018))

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Während am vergangenen Samstag im Goms die Junioren-Weltmeisterschaften mit den Staffelrennen zu Ende gingen, befand sich die Luzerner Langläuferin Nadine Fähndrich bereits auf dem Weg an die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Wenige Tage zuvor holte die 22-Jährige mit der WM-Silbermedaille im Sprint und der Bronzemedaille über 10 Kilometer (klassisch) in der U23-Kategorie die Kastanien für das Schweizer Team aus dem Feuer. Auch wenn die restlichen sechs Zentralschweizer Teilnehmenden keine Medaillen gewannen, konnten diese ebenfalls überzeugen.

Alle haben sie an der Heim-WM im Goms eigene Geschichten geschrieben. Und alle waren sich aber in einem Punkt einig: Die Stimmung war genial. C-Kaderathlet Cyril Fähndrich schildert seine Eindrücke wie folgt: «Es hatte sehr viele Zuschauer und viele bekannte Gesichter. So beispielsweise auch der Helfer, der mir den Transponder übergezogen hat. Und auch die Betreuer und das Wachsteam taten alles für uns. Wir mussten eigentlich nur noch laufen.»

Grosse Fangemeinde aus dem Obwaldnerland

Sein erstes Rennen absolvierte Cyril Fähndrich am Dienstag über 10 km klassisch. Der Eigenthaler wurde Sechstbester seines Jahrgangs. Auch der 31. Schlussrang darf sich sehen lassen. «Es war ein extrem hartes Rennen, ich war noch nie so kaputt», schildert der Luzerner seine Eindrücke. Die Nachwehen spürte Fähndrich im Skiathlon über 20 km am Donnerstag. Er war nach dem Rennen am Ende seiner Kräfte und verzichtete deshalb auf den Einsatz beim Staffelrennen.

Im Gegenzug kam Avelino Näpflin beim Skiathlon (je 10 km klassisch und frei) zum Einsatz. Der Nidwaldner ist zwar nur rund drei Monate jünger als Fähndrich, gehörte somit zu den jüngsten Athleten an den WM. «Es war eine extrem schöne Zeit im Goms, auch wenn ich nur einige Tage hier verbrachte und lediglich ein Rennen gelaufen bin.» Den Skiathlon, der wegen Schneefalls und windigen Verhältnissen alles von ihm verlangte, beendete Näpflin als 46. von 85 Gestarteten. Viel stärker fällt aber die Tatsache ins Gewicht, dass er der Sechstbeste seines Jahrgangs war. Für den Gymnasiasten ist klar: «Solche Erlebnisse geben mir viel Motivation für die Zukunft.» Wie es beispielsweise einem Star wie Dario Cologna täglich ergeht, erfuhr Avelino Näpflin nach dem Rennen. «Janik Riebli und ich wurden von rund 30 bis 40 Walliser Kindern richtiggehend belagert. Es war ein gutes Gefühl, die ersten Autogramme verteilen zu können», gibt Näpflin mit einem Augenzwinkern zu Protokoll.

Die Erkenntnis von Janik Riebli

Viel Substanz kostete das Skiathlon-Rennen auch Janik Riebli. Dies stellte der angehende Landwirt beim samstäglichen Staffelwettkampf fest. «Ich hatte leere Beine und konnte nicht mehr so angreifen, wie ich es geplant hatte», zieht der Giswiler Bilanz. Dennoch ist er mit dem Verlauf der WM äusserst zufrieden. «Vor dem Start des Skiathlon war ich ziemlich nervös. Es war mein erster Wettkampf über 20 km. Ich bin gut gestartet, konnte mein Tempo laufen, mich kontinuierlich steigern und so Platz für Platz gutmachen.» Der 25. Rang war der verdiente Lohn, brachte aber auch die Erkenntnis, dass sich beispielsweise die Norweger und Franzosen in einer ganz anderen Dimension bewegen.

In angriffiger Manier präsentierte sich der C-Kader-Athlet Riebli auch zu Beginn der WM. Der Sprint war der Höhepunkt des Obwaldners. Als 10. des Prologs überstand er souverän die Viertelfinals. Im Halbfinal brachte ihn dann ein Sturz, der von einem Gegner verursacht worden war, um den Einzug in den Final. «Mein Teamkollege Valerio Grond hat dort mit der Bronzemedaille gezeigt, was dringelegen wäre», blickt Riebli zurück. Er betont aber, dass er vor dem Rennen für den 11. Rang unterschrieben hätte. Stolz bemerkt er zudem, dass dank den Obwaldner Fans am Sonntag eine richtig gute Stimmung herrschte.

Engelberger Power in den U20-Sprintrennen

Die Obwaldner Fans waren auch wegen Lea Fischer und Nadine Matter angereist. Matter verpasste den Einzug in die Finalläufe knapp. Fischer hingegen gelang dieses Unterfangen als Zehnte souverän. «Ich hatte diese WM den ganzen Sommer während den Trainings im Hinterkopf», analysiert die Studentin der Universität im norwegischen Trondheim. Nach einem starken Auftritt im Viertelfinal war für die sympathische Engelbergerin im Halbfinal dann Endstation – 11. Schlussrang. Im Skiathlon wurde Lea Fischer bei ihrer letzten Junioren-WM 27. von 70 Gestarteten. Sie bilanzierte zufrieden: «Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft, bin mir aber bewusst, dass noch viel Arbeit auf mich wartet. Ich sehe aber auch, dass die Spitze in Reichweite liegt.

Als vierte Frau war im Goms auch die Urner U23-Athletin Stefanie Arnold mit von der Partie. Sie bestritt am Montag den Sprintwettkampf. «Vor der eigenen Haustüre eine WM zu laufen, war speziell und ich entsprechend angespannter. Die auch am Montag zahlreich anwesenden Fans haben es zu einem Erlebnis werden lassen», schildert Stefanie Arnold. Die Swiss-Ski-Athletin schaffte es als 30. und Letzte in die Finalläufe und wurde in der Endabrechnung 25.

Lea Fischer unterwegs beim Skiathlon. (Bild: PD (Goms, 1. Februar 2018))

Lea Fischer unterwegs beim Skiathlon. (Bild: PD (Goms, 1. Februar 2018))

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