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SKI NORDISCH: Sprung in neue Schanzen-Ära

Der Sieg- und Rekordsprung von Peter Prevc war der letzte auf der alten Titlis-Schanze. Mit dem Umbau wird der Charakter der Sprunganlage verändert.
Daniel Wyrsch
Simon Ammann will nach der Vierschanzentournee entscheiden, ob er seine Karriere beendet. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Simon Ammann will nach der Vierschanzentournee entscheiden, ob er seine Karriere beendet. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Peter Prevc (23) egalisierte mit dem letzten Sprung in Engelberg den Schanzenrekord des Norwegers Sigurd Pettersen aus dem Jahr 2008 im Continental-Cup. 142 Meter flog der Slowene Prevc auf der Titlis-Schanze. Zum fix geplanten Umbau der Engelberger Sprunganlage im Frühling meinte er: «Mir macht es nichts aus, dass hier nächstes Jahr vieles neu sein wird. Ich werde auf der alten Schanze für immer der Rekordhalter im Weltcup bleiben. Gleichzeitig habe ich in Zukunft die Chance, auf der neuen Schanze die Bestmarke zu setzen.» Prevc strotzte nach seinem Doppelsieg in Engelberg vor Selbstvertrauen. Der gestrige Zweite Michael Hayboeck (24) aus Österreich dagegen würde es bevorzugen, wenn das meiste beim Alten bleiben würde. «Ich wäre froh, wenn der Charakter der Schanze erhalten bleiben könnte.»

Peter Prevc aus Slowenien lässt sich für den Schanzenrekord von 142 Metern feiern. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Besten am Sonntag: Der zweitplatzierte Michael Hayboeck (links) aus Österreich, Sieger und Peter Prevc (Mitte) aus Slowenien und Kenneth Gangnes aus Norwegen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Er sprang auch am Sonntag zum Sieg: Peter Prevc. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Domen Prevc, der Bruder von Peter Prevc, nimmt am Sonntag ebenfalls am Wettkampf teil. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Eine Schrecksekunge erlebte der Deutsche Richard Freitag. Er stürzte bei der Landung, konnte danach aber aufstehen und das Wettkampfgelände verlassen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der zweifache Sieger und neuer Schanzenrekordhalter Peter Prevc aus Slowenien im Zielgelände. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Auch am Sonntag nimmt der Slowene Domen Prevc am Wettkampf teil. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Simon Ammann bei einer Landung im Wettkampf am Sonntag. Beim zweiten Springen in Engelberg war er der einzige Schweizer Finalteilnehmer. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Kenneth Gangnes aus Norwegen nach einem seiner Sprünge am Sonntag. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Das Brüder-Duo aus Slowenien am Samstag an der Spitze: Domen Prevc (links) wird Zweiter und sein älterer Bruder Peter Prevc ist Sieger des Springens am Samstag. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Peter Prevc aus Slowenien siegt am Samstag vor seinem Bruder. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Der Slowene Domen Prevc springt am Samstag auf den zweiten Platz. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Der Japaner Noriaki Kasai wird am Samstag Dritter. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Der Japaner Noriaki Kasai freut sich über den dritten Platz beim ersten der beiden Springen in Engelberg. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der Schweizer Simon Ammann springt am Samstag auf Platz 21. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Das Skispringen fand bei schönstem Wetter statt. (Bild: Keystone/ALEXANDRA WEY)
Der Schweizer Gregor Deschwanden erreicht am Samstag Platz 30. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)
Gregor Deschwanden aus einer anderen Sicht. (Bild: Keystone/ ALEXANDRA WEY)
Der Schweizer Gregor Deschwanden nach dem Sprung am Samstag. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Der Schweizer Simon Amman nach einem Sprung am Samstag. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Er scheint mit seinem Sprung zufrieden zu sein: Kenneth Gangnes aus Norwegen beim ersten der beiden Sringen in Engelberg. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Schweizer Fans rücken mit Jochrinklern an. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Schweizer Fans lassen sich nicht lumpen und bekennen Farbe. (Bild: Keystone /)
Ein "Give-me-Five" mit dem Sportstar: Simon Amman klatscht sich durch die Hände der Zuschauer. (Bild: Keystone /)
24 Bilder

Skispringen Engelberg

Steilster Anlauf im Weltcup

Hayboeck formulierte damit einen Wunsch, der in der Realität nicht umsetzbar ist. Wenn im April 2016 die Bagger auffahren, dann wird es deutliche Veränderungen an der jetzigen Anlage geben. Die neue Titlis-Schanze wird vier bis fünf Meter näher am Berg sein. Dadurch verändert sich der Radius des Anlaufs markant. Engelbergs OK-Vizepräsident Frédéric Füssenich sagte nicht ohne Stolz: «Wir bekommen den steilsten Anlauf im Weltcup.»

Die künftige Anlaufspur ist von der neusten Generation: ein Hightech-Produkt, das selbst bei sommerlichen Temperaturen eine eisige Spur produzieren könnte. Schade sei das für die einheimischen Spezialisten, die teilweise seit über 30 Jahren mit viel Fleiss ihr Wissen für eine optimale Spur der Springer eingesetzt haben. Denn die neue Anlage wird weit weniger Manpower benötigen und stattdessen grösstenteils per Knopfdruck zu bedienen sein.

Verbesserung für grosse Athleten?

Mit dem steileren Anlaufradius braucht es einen neuen Schanzentisch. Die gross gewachsenen Athleten wie Severin Freund und Gregor Deschwanden, die beide 1,85 Meter gross sind, dürfen auf einen längeren Tisch hoffen. Beide sagten im Vorfeld des diesjährigen Weltcups, dass ihnen der Absprung grosse Mühe bereite. Weltmeister Freund aus Deutschland findet, «dass der Engelberger Schanzentisch beim Anlauf regelrecht auf mich zukommt. Es ist nicht das, was wir Springer eigentlich wollen.» Der am Wochenende sehr enttäuschte Horwer Deschwanden meinte nach seinem letzten Sprung: «Ich habe mich mit dem neuen Projekt noch nicht befassen können, aber die Schlussfolgerung müsste eigentlich sein, dass der Tisch verlängert wird.» Er zeigte sich erleichtert über den bevorstehenden Umbau. «Auf der alten Schanze habe ich mich auch nach über 80 Sprüngen nicht zurechtgefunden. Vielleicht kommt mir die neue Titlis-Schanze entgegen, und ich kann mich den Leuten beim Heimspringen künftig positiver präsentieren.»

Nachtspringen attraktiver fürs TV

Im Schnitt dürften die Sprünge bis zu sechs Meter länger werden. «Aber Skispringen bedeutet nicht bloss Rekorde aufzustellen», erklärte Medienchef Peter Schmidli. Die besten Athleten würden ihre Flüge bewusst abbrechen – bevor sie gefährlich in der Fläche landen.

Total 3 Millionen Franken kostet die Sanierung. Dazu gehört auch eine verstärkte Flutlichtanlage, mit der TV-Übertragungen in der Nacht möglich sind. Das Samstagsspringen in einem Jahr soll bis um 19 Uhr dauern. Damit sollen total 1,2 Millionen Fernsehzuschauer dazugewonnen werden.

Egalisiert mit dem allerletzten Sprung auf der alten Titlis-Schanze noch den Rekord: der Slowene Peter Prevc. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Egalisiert mit dem allerletzten Sprung auf der alten Titlis-Schanze noch den Rekord: der Slowene Peter Prevc. (Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Sportreporter Daniel Wyrsch über das Skispringen in der Schweiz. (Bild: Nadia Schärli)

Sportreporter Daniel Wyrsch über das Skispringen in der Schweiz. (Bild: Nadia Schärli)

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