Aufdenblatten beendet Karriere nach 14 Weltcup-Jahren

Kurz nach ihrem 33. Geburtstag kündigt Fränzi Aufdenblatten in Crans-Montana ihren Rücktritt an. In 14 Weltcup-Jahren resultieren für die Walliser Frohnatur ein Sieg und insgesamt drei Podestplätze.

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Fränzi Aufdenblatten hört auf.

Fränzi Aufdenblatten hört auf.

Keystone

Im März 2000 gab Aufdenblatten im Riesenslalom von Sestriere ihr Debüt im Weltcup. Danach schauten für die zweifache Junioren-Weltmeisterin in 166 weiteren Starts nur noch zwei dritte Plätze heraus - in den Abfahrten in Haus im Ennstal (im Januar 2004) und Bad Kleinkirchheim (Januar 2006), ehe am 20. Dezember 2009 der Karriere-Höhepunkt erfolgte. Die damals 28-jährige Walliserin gewann sensationell den Super-G in Val d'Isère. Dass ihr dieser Triumph vor Nadia Styger - ihrer langjährigen Team- und Zimmerkollegin - gelang, machte das einmalige Erlebnis noch spezieller.

Nur einen Monat später allerdings sollte die Zermatterin das andere Ende der Gefühls-Skala erleben. In Cortina zog sie sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Die Träume von der Olympia-Teilnahme in Vancouver fanden so ein jähes Ende.

Nach ihrem Comeback blieben Aufdenblatten nicht nur Podestplätze, sondern überhaupt Spitzenplatzierungen zumeist verwehrt. In den vergangenen vier Saisons schaffte sie es nur noch achtmal in die Top 10. In diesem Winter stehen bei ihr zwei sechste (Abfahrts-)Plätze als Bestresultat zu Buche.

An Grossanlässen blieb Aufdenblatten oft glücklos. Weder bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City (2002) und Turin (2006), noch bei fünf WM-Teilnahmen schaffte sie es in die ersten zehn. Dies sollte der Zermatterin erst vor zwei Wochen in Sotschi gelingen, wo sie sich als Sechste des olympischen Super-G ein Diplom sicherte. Ihr Rücktritt war zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossene Sache, ein Start in einem Jahr an den Weltmeisterschaften in den USA kein Thema mehr.

Aufdenblatten verbleiben nach ihrer Rücktritts-Ankündigung noch zwei Weltcup-Einsätze. Nach der Abfahrt in Crans-Montana steht beim Weltcup-Finale in der Lenzerheide der endgültige Abschied an.