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SKIAKROBATIK: Noé Roth: «Ich habe fast meine Skischuhe vergessen»

Der Baarer Noé Roth hat seine Feuertaufe an Olympischen Spielen hinter sich. In Südkorea sind ihm in der Qualifikation zwei gute Sprünge gelungen. Zeit zum Geniessen bleibt dem 17-Jährigen fast keine – der nächste Wettkampf steht bevor.
Christoph Merki, Pyeongchang
Noé Roth ist in Südkorea auf Rang 16 gelandet. (Bild: Christoph Merki (17. Februar 2018))

Noé Roth ist in Südkorea auf Rang 16 gelandet. (Bild: Christoph Merki (17. Februar 2018))

Interview: Christoph Merki, Pyeongchang

sport@zugerzeitung.ch

Ein Strahlen auf dem Gesicht und umringt von koreanischen Volunteers: Noé Roth (17) war sichtlich zufrieden mit seinem Debüt an den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Zwar verpasste der Baarer mit 116,06 Punkten und dem 16. Schlussrang den Final der besten 12, doch seine beiden Qualifikationssprünge sind verheissungsvoll für die Zukunft.

Noé Roth, im Vorfeld der Olympischen Spiele meinten Sie, das Ganze sei wie ein Traum, war Ihr Auftritt nun wie Sie es sich erträumt haben?

Es war schon geil. Auch anders als sonst jeweils an anderen internationalen Wettkämpfen. Hier hatte es viel mehr Zuschauer. Normalerweise haben wir ja fast keine, hier aber richtig viele – das war total cool.

Nach zwei Sprüngen sind die Olympischen Spiele für Sie schon vorbei. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Der hat sich sicherlich gelohnt. Ich konnte zwei meiner besten Sprünge zeigen. Es sind mir noch nicht so viele so gut gelungen wie die zwei hier. Alles ist perfekt aufgegangen, besser geht es einfach nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

Hand aufs Herz, mit einer Finalqualifikation haben Sie schon geliebäugelt?

Ich habe sicherlich etwas darauf gehofft, aber sie eigentlich nicht erwartet. Das Niveau war brutal hoch. An jedem Weltcup hätte ich mich mit 116 Punkten locker für den Finaldurchgang qualifiziert. Hier sind aber die Olympischen Spiele, es ist nun halt so.

Waren Sie nervös vor Ihrem Auftritt?

Gross auf die Olympischen Spiele habe ich mich gar nicht vorbereiten können. Ich habe ja auch erst dieses Jahr völlig unerwartet erfahren, dass ich überhaupt mitfahren kann (Quotenplatz, Anm. d. Red.). Nervös war ich nicht mehr als bei anderen Wettkämpfen. Ich bin sowieso meistens nicht so nervös. Hier hatte ich ja auch nichts zu verlieren.

An solchen Wettkämpfen muss alles perfekt funktionieren – wie war es bei Ihnen?

Ich habe einmal fast meine Skischuhe vergessen. Auf dem Weg zu einem Training habe ich auf halbem Weg zum Bus gemerkt, dass ich die Skischuhe nicht dabei hatte. Also musste ich nochmals zurück, um sie zu holen. Da hatte ich richtig Glück, denn ohne Skischuhe lässt sich nicht so gut springen.

Konnten Sie die Erfolge der anderen Schweizer Sportler auch verfolgen?

Ich habe versucht, so viel wie möglich am Fernsehen zu verfolgen, natürlich habe ich auch mitgefiebert. Wenn die Olympischen Spiele laufen, ist der Fernseher immer an.

Liegt der Fokus nun schon auf den Olympischen Spielen in Peking 2022?

Eigentlich nicht. Bis dahin geht es ja noch vier Jahre. Ich werde einfach weiter gut trainieren und noch mehr Schwierigkeiten in meine Sprünge mit einbauen. Dann kommt das schon gut.

Sie sind das jüngste männ­liche Schweizer Delegationsmitglied, fühlen Sie sich dennoch akzeptiert?

Es grüssen alle immer freundlich (lacht). Ich werde wie jeder andere behandelt und bekomme es nicht zu spüren, dass ich der Jüngste bin.

Sie müssen Ihr Zimmer im olympischen Dorf 48 Stunden nach Wettkampfende räumen. Wie geht es weiter?

Wir fliegen am Dienstag direkt weiter nach Minsk, wo die Junioren Weltmeisterschaften stattfinden werden. Ich bin jetzt bald zwei Monate am Stück unterwegs. Vor den Olympischen Spielen waren wir noch in Amerika für drei und in Russland für einen weiteren Wettkampf. In Japan haben wir die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele absolviert. Zwischendurch konnte ich auf Hawaii doch noch eine Woche ausspannen, weil es ja grad am Weg lag.

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