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So will Lewis Hamilton den Weltmeistertitel holen

Der Mercedes-Pilot hat einen WM-Matchball, den er kaum vergeben kann. Er will ihn aber im Stile eines Champions verwandeln.
Marco Heibel
Daumen hoch: Lewis Hamilton nach seinem Sieg in Mexiko. (Bild: Rebecca Blackwell / AP, Mexico City, 27. Oktober 2019)

Daumen hoch: Lewis Hamilton nach seinem Sieg in Mexiko. (Bild: Rebecca Blackwell / AP, Mexico City, 27. Oktober 2019)

Die Dienstreise in seine Wahlheimat USA hatte für Lewis ­Hamilton zunächst nicht den Charakter einer glamourösen Triumphfahrt. Direkt nach seinem Mexiko-Sieg jettete das Mercedes-Aushängeschild mit Teamchef Toto Wolff zu einem Businesstermin an die New Yorker Börse. Weiter ging es mit Fotoshootings und den üblichen Trainingseinheiten, ehe sich der Rekordjäger der Formel 1 zu seiner Lieblingsstrecke in Austin/Texas aufmachte.

Beim Grossen Preis der USA (Sonntag, 20.10, SRF2) steht Hamiltons sechste WM-Krönung bevor. Platz acht reicht ihm, um aus eigener Kraft das halbe Dutzend vollzumachen. Wenn sein Teamkollege Valtteri Bottas das drittletzte Saisonrennen nicht gewinnt, muss Hamilton für den Titelgewinn noch nicht einmal ins Ziel kommen. Doch eine Spazierfahrt oder das Köpfen einer Champagnerflasche als Zuschauer genügt nicht den Ansprüchen des Briten.

Hamilton kann dicht an Schumacher heranrücken

«Ehrlich gesagt, ich bevorzuge die Art und Weise, wie es in ­Mexiko passiert ist», sagte der 34-Jährige. Gewinnen musste Hamilton in der Höhe von 2285 Metern nicht, um der WM ein weiteres Stück näherzukommen – aber sich zum Titel «verwalten», das ist eben nicht der Hamilton-Style. Dabei machte er lediglich zwei seiner bislang fünf WM-Titel mit Siegen perfekt, 2014 in Abu Dhabi und 2015 in Austin. 2008, 2017 und 2018 genügten Hamilton in turbulenten Rennen Platzierungen fernab des Podiums, um sich die Krone aufzusetzen.

Das wurmt den ehrgeizigen Briten, der bis auf einen Titel an den deutschen Rekordweltmeister Michael Schumacher heranrücken kann. «Man sieht jemanden auf dem Podium, der einen Sieg feiert. Ich aber habe eine Meisterschaft gewonnen. Das bringt dich ein bisschen in Konflikt, weil du im Rennen besser abschneiden wolltest. Aber letztlich hast du das ganz grosse Ziel erreicht», schilderte er seine Gefühle.

Schützenhilfe wird Hamilton kaum brauchen auf dem abwechslungsreichen Kurs in Texas. Fünfmal triumphierte der mittlerweile 83-malige Grand-Prix-Sieger (Rekordsieger Michael Schumacher kommt auf 91 GP-Erfolge) auf dem Circuit of the Americas, der wie gemacht ist für seinen Fahrstil.

Niedrige Temperaturen als grosse Unbekannte

Im Kampf um den Sieg wird er auf Teamkollege Valtteri Bottas (30) achten müssen, vor allem aber auf die beiden Ferrari. Auf der 1,2 km langen Gerade werden Sebastian Vettel (32) und Charles Leclerc (22) wieder einmal Massstäbe setzen, der Mercedes hingegen ist in den abwechslungsreichen Kurvenkombinationen im Vorteil.

Dennoch peilt die Scuderia nichts anderes als den Sieg an. Im Qualifying ist der SF90H seit dem Sommer eine Macht, doch Teamchef Mattia Binotto fordert den nächsten Schritt. «Wir sind in den letzten sechs Rennen von der Pole Position gestartet, haben aber nur drei davon gewonnen und wollen es auf jeden Fall besser machen», sagte der Italiener.

Die grosse Unbekannte für alle Teams sind die erwarteten niedrigen Temperaturen. «Das freie Training am Freitag wird entscheidend, um die Reifen zu verstehen», sagte Vettel, der im Stallduell mit dem letztjährigen Sauber-Piloten Leclerc um den dritten Rang in der Meisterschaft kämpft: «Insgesamt sollte es eine gute Strecke für uns sein.»

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