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SOLIDARITÄTSLAUF: Ehrenstarter handicapiert

Mit über 200 Teilnehmern verzeichnete die «Kategorie für einen guten Zweck» einen neuen Höhepunkt. Der Erlös geht an einen Verein für Menschen mit Handicap. Künstler Wetz schickte die Teilnehmer vom Rollstuhl aus auf die Strecke.
Marlis Jungo
Locker und mit Freude: die Teilnehmer des Solidaritätslaufs. (Bild: Philipp Schmidli)

Locker und mit Freude: die Teilnehmer des Solidaritätslaufs. (Bild: Philipp Schmidli)

Marlis Jungo

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Wo viele fröhliche Menschen feiern, geht manchmal vergessen, dass nicht allen zum Feiern zu Mute ist. Dies ist in der Kategorie «Solidarität», wo es um einen guten Zweck geht, nicht der Fall. Pünktlich um 16.15 Uhr erfolgte der Start für die 660 Meter kurze Strecke. Mit neuem Teilnehmerrekord: 200 Wirtschaftsführer, Politiker, Sportgrössen und Vertreter von Sozialinstitutionen zeigten, dass sie für Solidarität einstehen.

Über den Erlös freut sich der gemeinnützige Verein Procap Luzern, Uri, Zug, Ob- und Nidwalden. «Das Geld kommt direkt dem dringend nötigen Ausbau der Sozialversicherungsberatung für Menschen mit Handicap zugute», sagt Geschäftsführer Michael ­Ledergerber. Man habe sich erstmals für einen Beitrag aus dem Solidaritätsfonds des Luzerner Stadtlaufs beworben. «Vielleicht kam die Zusage, weil Procap Luzern 2018 das 70-Jahr-Jubiläum feiern darf», fügt er an. Das haben sie zum Ausdruck bringen wollen, indem sie in der Kornschütte neben der Startnummern-Ausgabe für den Solidaritätslauf einen Treffpunkt als Beizli einrichteten. Begleiter, Rollstuhlfahrer und Mitglieder machten sich hier für die sportliche Variante bereit.

Von Schützen und vom Schiessen

Mittendrin der Ehrenstarter, Künstler Wetz. Ebenfalls im Rollstuhl. Führt da die Solidarität nicht zu weit? Keineswegs und unbeabsichtigt, sagt Wetz: «Ich habe mich letzte Woche bei einer Performance am Fuss verletzt. Es kommt wieder gut – ich muss mich aber einige Zeit schonen.» Und gut gelaunt fügt der Surseer an, dass er selbstverständlich die Pistole für den Startschuss auch aus seiner sitzenden Position einwandfrei bedienen könne.

Als weitere Schützin outete sich die «höchste Luzernerin», Vroni Thalmann-Bieri aus dem entlebucherischen Flühli. Für die Kantonsratspräsidentin ist die Teilnahme am Solidaritätslauf eine Premiere. Premieren aber habe sie in diesem Jahr schon viele gehabt. Unter anderem wurde sie im Umgang mit dem Gewehr instruiert und werde auch am Wyberschiessen im Entlebuch teilnehmen. Über ihre Kondition für die kurze Laufrunde macht sie sich kaum Gedanken: «Als Bäuerin bin ich viel auf den Beinen und Ausdauer gewohnt.»

Ausdauer beweisen auch Inge Lichtsteiner und Hansjörg Wyss, beide beruflich medial und sportlich unterwegs: Sie beide haben bisher an allen Solidaritätsläufen teilgenommen. Zum ­ersten Mal dabei ist Viktor Gut, Leiter des Lauftreffs in Sempach. «Aber ich war schon mindestens 30 Mal in anderen Kategorien am Stadtlauf unterwegs, auch als ‹Doppelläufer› zusammen mit den Arbeitskollegen der CKW.» Ebenfalls als Neuling gab sich Albert Schwarzenbach, Grossstadtrat und GL Messe Luzern, zu erkennen. «Last ­Minute» entschied sich Fritz Lötscher, Gemeindepräsident von Escholzmatt-Marbach und Vertreter der Biosphäre Entlebuch, für den Stadtlauf. Als Marathonteil­nehmer müsste der Solidaritätslauf eigentlich zu schaffen sein, sinnierte er kurz. Und startete spontan dank den von Jost Huwiler (GL Stadtlauf) via Help­line organisierten sportlichen Utensilien wie Shirt und Shorts.

Bereits angezogen hatten ihre frühlingsgrünen Parteishirts die drei Grünliberalen: Andreàs Özvegyi, Judith Wyrsch und Roland Fischer. Sie seien seit Anfang mit von der Partie. «Das heisst seit 2009, der Gründung der Partei», präzisiert Özvegyi. «Es ist eine gute Möglichkeit, uns einem grossen Publikum zu präsentieren.» Ehrensache sei es, dass die gesamte Geschäftsleitung der Luzerner Kantonalbank am Solidaritätslauf mit- renne, sagte Kommunikationschef ­Daniel von Arx. «Wir sehen das als Vorbildfunktion.» Und als Reaktion darauf nehmen jedes Jahr mehr Mitarbeitende der LUKB an den Läufen teil.

Als schöne Geste bezeichnete von Arx auch der von der Bank im Anschluss offerierte Umtrunk im Restaurant Ente. Noch etwas warten bis zum verdienten Feierabendtrunk mussten die vier Verantwortlichen für die Garderobe der ­Solidaritäts-Sportler: Eugen Triebold ist seit 40 Jahren dabei, davon viele Jahre als Starter. Leo Huwiler macht seit 38 Jahren mit und Peter Würsch seit einiger Zeit. Zum dritten Mal ergänzt Nichte Stefanie Triebold das Männerteam am «Arbeitsort» in der Kornschütte.

Hinweis

Liste Solidaritätslauf auf Seite 44.

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