2. Liga inter
Biberist-Trainer Vincenzo Salerno: «Wir wollen ein letztes Mal zusammen Geschichte schreiben»

Nach dem Abstieg will der FC Biberist die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschliessen und zum Abschied von Trainer Salerno in die Hauptrunde des Schweizer Cups einziehen.

Raphael Wermelinger
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Vincenzo Salerno am vergangenen Samstag vor seinem letzten Meisterschaftsspiel als Trainer des FC Biberist.

Vincenzo Salerno am vergangenen Samstag vor seinem letzten Meisterschaftsspiel als Trainer des FC Biberist.

zvg

Der FC Biberist holte in der Rückrunde der 2. Liga inter nur sieben Punkte. 10 der 13 Spiele verloren die Wasserämter und standen schon mehrere Spieltage vor dem Saisonende als Absteiger fest. Froh, dass die Meisterschaft jetzt fertig ist, sei er aber nicht, stellt Trainer Vincenzo Salerno klar. Er sei eher wehmütig, weil seine Arbeit beim FC Biberist nun fast beendet ist. «Ich habe in den letzten Wochen jedes Training und jeden Match genossen mit den Jungs.»

Da es in der Meisterschaft um nichts mehr ging, hat die Mannschaft den Fokus bereits vor drei Wochen auf die heutige letzte Aufgabe gelegt. Biberist spielt gegen Frauenfeld um den Einzug in den Schweizer Cup 2018/19. «Durch diese Mini-Vorbereitung mit den Meisterschaftsspielen gegen Zofingen und Schöftland als Tests konnten wir die Spannung hochhalten.» Dass dies gelang, verdeutliche die bis zum Schluss hohe Trainingspräsenz mit 16 bis 18 Spielern pro Einheit. «Den Spielern ist es trotz Abstieg nicht verleidet. Im Gegenteil. Wir wollen ein letztes Mal zusammen Geschichte schreiben.»

Das Team wird zusammenbleiben

Obwohl das Team heuer auch Lehrgeld bezahlen musste, werden die Biberister die 2. Liga inter vermissen, ist Salerno überzeugt: «Für die Spieler war es eine gute Erfahrung, die sie nur zu gerne noch einmal erleben würden. Sogar die anfangs grössten Kritiker werden der 2. Liga inter nachtrauern.»

Das Team wird nach der Relegation grossmehrheitlich zusammenbleiben und in der Solothurner 2. Liga den nächsten Anlauf nehmen. Salerno dagegen bleibt in der 2. Liga inter und wechselt nach vier Saisons auf dem Giriz zum SC Schöftland. Die Aargauer ergatterten sich in dieser Saison in der Biberister Gruppe den vierten Schlussrang.

Der 37-Jährige freut sich trotz Abschiedsschmerz auf die neue Herausforderung: «Das Timing für den Wechsel ist in meinen Augen ideal. Dass ich den nächsten Schritt machen will in meiner Karriere, stiess auch beim FC Biberist auf vollstes Verständnis.» Da er beim SC Schöftland bereits das Kader für die nächste Saison mitgeplant hat, waren die vergangenen Wochen für Salerno besonders zeitintensiv für Vincenzo Salerno.

Dafür kann er sich heute noch einmal so richtig feiern lassen. Nachdem letzte Woche vor dem letzten Saisonspiel bereits vom Vorstand geehrt wurde, wird er heute von den Spielern abgefeiert: «Das könnte eine lange Nacht werden.»

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