Kanu

Chantal Abgottspon holt EM-Bronze in Bosnien

Die Solothurner im Schweizer Team, Chantal Abgottspon und Nico Meier zeigten an den Europameisterschaften im bosnischen Banja Luka eine starke Leistung. Mit Bronze im Sprint kam Chantal Abgottspon aufs Podest.

Reto Schläppi
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Chantal Abgottspon paddelt zu Bronze.

Chantal Abgottspon paddelt zu Bronze.

Neil Smorthit

Der Auftakt der EM mit den Rennen über die klassische Distanz lief den beiden Solothurnern noch nicht wie geplant. Chantal Abgottspon konnte sich mit dem neunten Rang zwar in den Top Ten klassieren.

Auch Nico Meier musste das klassische Rennen mit einer frühen Startnummer in Angriff nehmen und konnte noch nicht vom ansteigenden Wasserstand profitieren. Nach vielen Protesten der Teamleitungen entschied sich die Jury dann, die Nachmittagsrennen komplett zu streichen.

Am Samstag in den Qualifikationsläufen für die Finalteilnahme im Sprint klappte aber alles und Abgottspon qualifizierte sich mit dem dritten Rang im ersten Lauf direkt für den Finaldurchgang. Meier konnte sich zwar erst über den zweiten Sprintlauf für den Final qualifizieren. Er war aber der erste Schweizer bei der Elite, der sich seit der Einführung des Finalmodus 2012 an einer EM oder WM für eine Finalteilnahme qualifizierte.

Der Sprintfinal wurde erst um 21 Uhr unter Flutlicht gestartet. Abgottspon konnte als Drittletzte starten und bei ihrer Zieldurchfahrt zeigte die Infotafel Rang drei an. Die italienische Sprintweltmeisterin Constanza Bonaccorsi und die Französin Manon Hostens, die in der Qualifikation noch hinter Abgottspon lagen, steigerten sich im Final und klassierten sich vor der Solothurnerin.

Das bange Warten dauerte für Abgottspon aber nicht lange. Weder die deutsche Füsser noch die tschechische Qualifikationssiegerin Capakova fuhren fehlerfrei. Damit stand die sechsundzwanzigjährige Solothurnerin nach dem Gewinn der Silbermedaille an der Sprint-EM 2011 erneut in einem Sprintrennen auf dem Podest und holte sich die Bronzemedaille.

Nicht mehr steigern konnte sich der Sportklassenschüler Meier. Im hochkarätigen Teilnehmerfeld im Final entschieden Hundertstelssekunden über Sieg oder Niederlage und der kleinste Fahrfehler führte sofort zu einem Zeitverlust. Mit dem vierzehnten Schlussrang im Sprintfinal darf er aber zufrieden sein.