Eishockey

Das lang ersehnte Aufeinandertreffen zwischen Olten und den SCL Tigers

Der EHC Olten empfängt am Samstag die punktegleichen SCL Tigers. Die Ausgangslage verspricht Spannung: Beide Mannschaften brauchen nach einem mässigen Saisonauftakt den Sieg.

Silvan Schmutz
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Goalie Thomas Bäumle, der seit Anfang Saison bei Olten unter Vertrag steht, hat auch eine SCL-Tigers-Vergangenheit. Hr. Aeschbacher

Goalie Thomas Bäumle, der seit Anfang Saison bei Olten unter Vertrag steht, hat auch eine SCL-Tigers-Vergangenheit. Hr. Aeschbacher

In der Dreitannenstadt freut man sich bereits seit geraumer Zeit auf die mitreissenden Duelle gegen den Absteiger aus dem Emmental. Am achten Spieltag steht nun in Olten das erste Aufeinandertreffen auf dem Programm. Die Partie steht jedoch unter ganz anderen Vorzeichen als erwartet: Beide Mannschaften haben erst neun Zähler auf dem Konto, der Vize-Schweizermeister der NLB ist auf dem 7., der Absteiger auf dem 6. Rang.

Das lang ersehnte Duell der beiden Teams mit NLA-Geschichte könnte also für den Verlierer ernsthafte Folgen haben: Zwar ist Thurgau spielfrei und Basels Punktestand nicht ausreichend, doch Visp kann mit einem Sieg über Langenthal zumindest einen der kriselnden Favoriten hinter sich lassen und diesen somit in den frühzeitigen Strichkampf stürzen.

Ein Blick zurück

15 Jahre ist die letzte Begegnung her. Am 3. Februar 1998 gewannen die Emmentaler in der noch nicht renovierten Ilfishalle mit 5:0 gegen den EHC Olten. Der Höhenflug hielt an: Am Ende der Saison stieg der Club auf, wurde zu einer AG umfunktioniert und spielte fortan als SCL Tigers in der höchsten Schweizer Liga.

Seither sind 15 Jahre vergangen. Die Halle ist renoviert und die Langnauer spielen seit dieser Saison wieder in der NLB. Mit Ambitionen, denen das Team noch nicht gerecht worden ist. Dies wurde spätestens am Dienstag offensichtlich, als die Tigers unter Pfiffen das Eis verliessen, ohne sich von den 4712 Zuschauern zu verabschieden.

Auch Olten hat am Dienstag auf heimischem Eis mit 3:5 gegen Visp verloren. Trotzdem gab es für Beatties Männer Anerkennung von den Fans. «Das hat gut getan. Wir haben gekämpft und alles gegeben», meinte Thomas Bäumle rückblickend.

Bäumle gegen seinen Ex-Verein?

Oltens neuer Torhüter ersetzte ab dem zweiten Drittel Michael Tobler. Ob der 29-Jährige auch gegen den Verein, mit dem er in der letzten Spielzeit abgestiegen ist, zwischen den Pfosten steht, wusste er gestern noch nicht.

Was die Langnauer in Olten erwartet hingegen schon: «Die Tigers müssen merken, was es heisst, im Kleinholz zu spielen.» Dafür müsse jeder Spieler von der ersten Sekunde an fokussiert seinen Job erledigen. Und ja nicht ins Grübeln kommen: «Die Mannschaft hat zweifellos Qualität. Die momentane Situation ist wie ein Knoten, den es zu lösen gilt.» Wenn das geschafft ist, habe diese Mannschaft alles, was es braucht, um ganz vorne mitzuspielen.