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Die Aussetzer des EHC Olten sind reine Kopfsache

Das Derby zwischen Langenthal und Olten endet 3:2. Während die Mannschaft von Trainer Dino Stecher erneut enttäuschte, war Franco Collenberg bei den Oberaargauern der Matchwinner.

Michael Forster
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Der Kanadier Shayne Wiebe spielt seit Wochen weit unter seinem Niveau, auf welches Olten eigentlich angewiesen wäre.

Der Kanadier Shayne Wiebe spielt seit Wochen weit unter seinem Niveau, auf welches Olten eigentlich angewiesen wäre.

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Nach dem Spiel blieb Kopfschütteln. Kopfschütteln über die Aktion aus dem Gästesektor zum Beispiel, aus welchem während der Ehrung der Best Player eine Rauchpetarde sowie ein Knallkörper aufs Eis flogen. War diese Szene einfach nur beschämend, so waren die 60 Spielminuten zuvor zumindest ärgerlich, vor allem aus Sicht der Gäste. Auch diese regten zum einen oder anderen Kopfschütteln an.

Sogar der ansonsten ruhige Dino Stecher, welcher zum dritten Mal als Verantwortlicher an der EHCO-Bande stand, wurde zwischendurch laut. Zum Beispiel in der 46. Minute, als es seine Mannschaft zum zweiten Mal innert knapp zehn Minuten fertigbrachte, mit einem Mann zu viel auf dem Eis zu agieren. Eine Einstellungssache, sagen die einen, reine Kopfsache, könnte die mildere Bewertung für den wiederholten Aussetzer lauten. Zur Erinnerung: Bereits vor zwei Wochen hatten die Oltner gegen die SCL Tigers zwei kleine Strafen wegen zu vieler Spieler auf dem Eis kassiert.

Die Mittelmässigkeit hat Konsequenzen

Dass diese beiden Überzahl-Geschenke an den Gegner ohne Konsequenzen blieben, spielt keine Rolle. Will man den Schritt raus aus der Beattie-Ära machen, in welcher sich die Spieler in eine Sackgasse manövrierten, dann müssen nicht nur die Beine mitziehen, sondern vor allem der Kopf. Dann darf man sich solche Nachlässigkeiten nicht erlauben. In Tat und Wahrheit sind die Oltner auch eine Woche nach Scott Beattie noch immer Liga-Mittelmass.

Als reine Kopfsache das wird immer augenscheinlicher, muss auch das Powerplay des EHCO bezeichne werden. Als Negativ-Höhepunkt mussten die Oltner einen Shorthander einstecken, das 1:2 durch Topscorer Kelly. Immerhin gab es gestern auch wieder einmal ein Erfolgserlebnis: Erst 22 Sekunden waren bei einem Stämpfli-Ausschluss nach gut 53 Minuten gespielt, als Martin Ulmer nach einer schönen Wiebe-Vorlage zum 2:3-Anschluss traf.

Doch auch dieser Assist mag nicht darüber hinwegtäuschen, dass der eine der beiden EHCO-Ausländer einfach nicht in Fahrt kommt. Zwar kann man dem Kanadier nicht fehlenden Einsatz vorwerfen. Doch Wiebe spielt seit Wochen weit unter Niveau. Wenn dazu auch noch ein paar Schweizer Spieler ihr Level nicht abrufen können, dann reicht es selbst gegen ein arg dezimiertes Langenthal nicht zum Sieg.

Langenthal auch ohne Stammspieler stark

Den Oberaargauern fehlten im Derby gleich sieben Stammkräfte, darunter wichtige Defensivleute wie Schüpbach, Fröhlicher und Schefer oder auch Triulzi und Lüssy. Doch den Langenthalern kam zugute, dass er Franco Collenberg zum ersten Mal in seien Reihen hatte. Der Verteidiger, der nach den letzten Playoffs mit dem SCB seine Karriere eigentlich beendet hatte, war bei seinem ersten Auftritt für Gelbblau, notabene seinem allerersten der Saison, sogleich die entscheidende Figur, bereitete zwei Treffer vor und wurde, zurecht, zum besten Spieler der Partie gewählt.

Eine Ehrung, welche auch Marc Eichmann verdient gehabt hätte. Der SCL-Schlussmann hielt während der stärksten Phasen der Gäste, im ersten Drittel beispielsweise oder gegen Ende der Partie, beeindruckend sicher.

Langenthal - Olten 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Schoren. – 3824 Zuschauer. – SR: Erard, Gnemmi/Kehrli. – Tore: 11. (10:07) Burki (Bagnoud) 0:1. 11. Füglister (Stämpfli, Tschannen) 1:1. 25. Kelly (Collenberg, Campbell/Ausschluss Stämpfli!) 2:1. 43. Hobi (Vincenzo Küng, Collenberg) 3:1. 54. Ulmer (Wiebe/Ausschluss Stämpfli) 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Langenthal. 4-mal 2 Minuten gegen Olten.

Langenthal: Eichmann; Schäublin, Collenberg; Welti, Pienitz; Mike Küng, Stämpfli; Kämpf, Campbell, Kelly; Tschannen, Füglister, Carbis; Hobi, Vincenco Küng, Ranov; Dünner, Gemperli, Schnyder; Arnold.

Olten: Tobler; Aeschlimann, Pargätzi; Bagnoud, El Assaoui; Meister, Parati, Simon Schnyder; Lüthi, Schneuwly, Wüthrich; Brunner, Feser, Truttmann; Wüst, Wiebe, Ulmer; Schwarzenbach, Burki, Hirt; Ruhnke.

Bemerkungen: Langenthal ohne Fröhlicher, Kaufmann, Lüssy, Minder, Schefer, Schüpbach, Triulzi (alle verletzt) Hügli und Marchon (Partnerteam). Olten ohne Ganz, Leone, Marolf, Rampazzo, Schild (alle verletzt), Studer und Weber (beide überzählig). 30. Lattenschuss Stefan Tschannen. 40. Pfostenschuss Pargätzi. 57. Time-out Olten. 58:50 bis 60:00 Olten mit sechstem Feldspieler statt Goalie Tobler.