Die fünf Ringe fest im Visier

Schwimmen Der 20-jährige Langenthaler Sven Pfeuti und sein grosses Ziel

markus jutzi
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Im Wasser und auf dem Rücken fühlt sich Sven Pfeuti am wohlsten. mbg

Im Wasser und auf dem Rücken fühlt sich Sven Pfeuti am wohlsten. mbg

Solothurner Zeitung

Bei der Holiday Trophy in Langenthal setzte sich der einheimische Sven Pfeuti über 50 Meter Rücken klar durch. Er siegte mit 27,65 Sekunden. Neben Rücken schwimmt er auch noch Delfin und Crawl. «Meine stärkste Disziplin ist das Rückenschwimmen», sagt er. Dort hat er auch seine längerfristigen Ziele gesetzt. Um 2012 in London dabei zu sein, muss er die Limite über 100 Meter Rücken von 55,50 Sekunden erreichen. Seine Bestleistung aber liegt erst bei 58,08 Sekunden. Es fehlen ihm also noch 2,18 Sekunden, um nach London reisen zu dürfen. «Ich weiss, dass es noch ein weiter Weg ist. Aber ich habe meine Bestleistung vom letzten auf dieses Jahr um drei Sekunden verbessert.»

Sven Pfeuti weiss ganz genau, was er verbessern muss, um die verlorene Zeit aufzuholen. «Meine Wasserlage ist nicht immer die optimalste.» Und «auf den letzten 15 Metern verliere ich zu viel Zeit». Er muss also noch viel an seinem Stehvermögen arbeiten. Der Oberaargauer hat aber nur gerade zwei Möglichkeiten, um diese Limite zu schaffen. Im nächsten März in Zürich und dann noch im Juni in Neuenburg. Schafft er diese nicht, dann bricht für Pfeuti keine Welt zusammen. Mit Jahrgang 1991 hat er ja noch die Chance sich für Rio 2016 zu qualifizieren.

Sven Pfeuti hat aber noch ein anderes Ziel vor Augen: «Ich möchte für ein Jahr nach Kalifornien, um mich schwimmerisch und sprachlich noch weiter zu verbessern.» Noch ist aber nichts spruchreif. «Ich will in einem Klub mit grosser Konkurrenz schwimmen und mich mit den Besten messen». Den Fahrplan hat er sich bereits festgelegt. «Wenn ich nach London gehen kann, dann werde ich vor und nach den Olympischen Spielen nach Kalifornien gehen.» Wenn es mit London nicht klappt, geht er bereits im Sommer für ein Jahr nach Übersee. Nun aber heisst es am nächsten Wochenende noch einmal Vollgas geben: Bei den Schweizer Meisterschaften in Tenero. Da schwimmt er über viermal 100 Meter Crawl und Lagen, 50- und 100-Meter Rücken und über die 50 Meter Delfin.