Fussball 2. Liga Inter

Dietikon schlägt Subingen mit viel Mühe 3:2

Dietikon griff an, Subingen verteidigte. So lassen sich etwa 80 Prozent des letzten Spiels in der 2. Liga inter zusammenfassen. Dass die Teams im Abstiegskampf der Gruppe 5 nur einen Punkt auseinander lagen, hätte kein unwissender Zuschauer vermutet.

Hans Peter Schläfli
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2. Liga Inter: FC Dietikon schlägt Subingen 3:2 Dieser Schuss von Patrick Jakob hätte das 1:0 fürr Subingen sein können. (Bilder: Hans Peter Schläfli)
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2. Liga Inter: FC Dietikon schlägt Subingen 3:2 Dietikons Doppeltorschütze Pascal Widmer ist vor dem Subinger Doninic Müller am Ball.
2. Liga Inter: FC Dietikon schlägt Subingen 3:2 Der Subinger Dominic Müller wird vom Dietiker Egzon Redzepi unter Druck gesetzt.
2. Liga Inter: FC Dietikon schlägt Subingen 3:2 Dietikons Marco Bolli lässt den Subingenr Selcuk Cubik ins Leere laufen.
FC Dietikon gewinnt in der 2. Liga Inter gegen Subingen 3:2

2. Liga Inter: FC Dietikon schlägt Subingen 3:2 Dieser Schuss von Patrick Jakob hätte das 1:0 fürr Subingen sein können. (Bilder: Hans Peter Schläfli)

Limmattaler Zeitung

Die Zürcher kombinierten schön - doch in Strafraumnähe waren sie am Ende ihres Lateins. Nur gerade zwei gute Aktionen hatte Subingen in der ersten halben Stunde zu verzeichnen.

Dann kam es zu einem Corner. Golaie Markus Würsten standen gleich mehrere eigene Verteidiger im Weg, und so konnte Damian Misteli unbedrängt per Kopf das 1:0 für Subingen erzielen. Wenig später setzte sich Dominic Müller am rechten Flügel sehr gut durch und bediente Hubler in der Mitte. Der liess Egzon Redzepi mit einer unerwarteten Drehung aussteigen, zeigte Geduld, spielte auch noch den Zürcher Goalie aus - 2:0.

Starke zweite Hälfte

Dietikon stellte für die zweite Hälfte stark um. Captain Arsim Shala musste verletzt raus, Jure Karadza wurde zum Abwehrchef und Luca Figlioli kam als neuer Ausputzer dazu. «Wir haben gestern Eckbälle geübt, aber was sich meine Innenverteidigung leistete, war ungenügend», erklärte Trainer Goran Ivelj seine Massnahme. Diese zeigte teilweise Wirkung, denn der Druck der Zürcher nahm weiter zu. Doch die Verwundbarkeit blieb, und so hatte Jakob in der 58. Minute das 3:0 auf dem Fuss, doch seine Direktabnahme ging weit darüber.

Trotzdem. «Irgendwänn chlöpfts.» Das war der wohl meistgesagte und gedachte Satz an diesem Nachmittag auf dem Subinger Sportlatz Affolter. In der 67. Minute war es dann so weit. Dietikon zeigte für einmal einen zügigen Angriff, und bevor die Subinger ihren «Beton» erneut angerichtet hatten, schoss Raphael Candreia den Anschlusstreffer.
Dietikon zündete sofort den Turbo. Doppelpass hier, Doppelpass da, und plötzlich pfiff der Schiedsrichter Penalty. Damian Misteli hatte hart an der Strafraumgrenze Marco Bolli zu Fall gebracht. «Ich habe ihn tatsächlich getroffen», gab Misteli zu, «es war wohl schon ein Penalty.» Pascal Widmer verwandelte diesen zum 2:2.

Iveljs Kompliment an seine Jungs

Der Match ging im gleichen Muster weiter, aber Dietikon erzielte erst in der Nachspielzeit das hochverdiente 3:2. «Es zählen die Punkte, und in ein paar Tagen fragt niemand mehr danach, wie viel Mühe wir hatten», sagte Trainer Ivelj am Ende erleichtert. «Die Mannschaft ist sehr jung und ich mache ihr ein Kompliment, weil sie gut gespielt hat und nie aufgab.» Aber Ivelj muss sich eine schmerzhafte Kritik gefallen lassen: Mit diesem spielerischen Potenzial sollte man gegen das biedere Subingen hoch gewinnen. Der FC Dietikon müsste in der oberen Tabellenhälfte klassiert sein.