Erstliga-Fussball
Ein glücklicher Sieg für den FC Solothurn

Der FC Solothurn besiegt den FC Sursee dank eines glücklich zustande gekommenen Treffers von Veronica in der Schlussphase mit 2:1.

Pius Rüegger
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Trainer Hanspeter «Bidu» Zaugg holt den ersten Sieg mit dem FC Solothurn

Trainer Hanspeter «Bidu» Zaugg holt den ersten Sieg mit dem FC Solothurn

Keystone

Eigentlich wollte Veronica in dieser 82. Minute in die Mitte passen – daraus wurde das glückhafte Siegestor für den FC Solothurn. «Fleury spielte den Ball nach aussen an die Grundlinie, ich wollte zu Osaj passen, doch der Ball rutschte mir über den Rist und dann über den Goalie in die entferntere Ecke», sagte der Siegtorschütze strahlend. Dieses Glück – der erste Solothurner Sieg für Trainer Hanspeter «Bidu» Zaugg in einem Ernstkampf – mussten die Ambassadoren hart erkämpfen.

«Ich bin froh, dass uns dieses Mal das Glück zur Seite stand», freute sich Zaugg. Sursee machte seinem Gastgeber das Siegen und die Revanche für die 1:3-Hinrundenniederlage bis zuletzt nicht leicht. Sekunden vor Schluss kam Trost, der den Foulpenalty an Hunziker in der neunten Minute verschuldete, nochmals zu einer Ausgleichschance – er verfehlte das Solothurner Gehäuse rechts nur knapp.

Vom zehnten auf den fünften Platz

«Die Luzerner traten aggressiv, giftig und zum Teil sehr hart auf», lebte Zaugg mit. Fleurys Penaltytor in der Startphase entstand gegen den Spielverlauf. Die Zentralschweizer unterstrichen mit ihrem aufsässigen Auftritt, ihre Bereitschaft, den drittletzten Rang zu verlassen. «Es gibt keine Mannschaft in dieser Gruppe, die man problemlos schlagen kann; sie ist brutal ausgeglichen», so Zaugg.

Dass die Solothurner mit diesem Dreier vom zehnten Platz auf Rang 5 vorstossen konnten, bestätigt diese Aussage. Sie sind nun auf Position 4, punktgleich mit YB II, dem nächsten Gegner am Samstag.

2:1 erst nach dem Ausgleich

«Es ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft», sagte Zaugg. Obwohl seine Equipe über längere Zeit vorne lag, ist es ihr nicht gelungen, vorzeitig ein zweites Tor zu realisieren. Dass die athletischen Gäste in der 66. Minute in diesem erneut aufreibenden Abnützungskampf – «es war mehr Fussballkampf statt Fussballspiel» (O-Ton Zaugg) – zum 1:1 kamen, überraschte nicht. Allerdings haftete diesem Ausgleich ebenso das Etikett «glücklich» an. «Ich sah nur, dass Wagner am Boden lag», erklärte Zaugg.

Nachdem der Solothurner Schlussmann Richtung Elfmeterpunkt herauslief und den Ball nur halb behändigen konnte, wurde es unübersichtlich. Einzig der mitgelaufene Innenverteidiger Huber behielt die Übersicht und schloss erfolgreich ab. Diese Szene verdeutlichte, wie die Solothurner gefordert wurden. «Hasanovic hielt die Abwehr zusammen und dirigierte sie gut», stellte Zaugg fest. Der Rückkehrer vom FC Sursee wurde für Büchli geholt, der sich ein zweites Mal einer Fussoperation unterziehen musste und am Dienstag erstmals wieder mittrainieren konnte.

Telegramm:

Solothurn – Sursee 2:1 (1:0)

Stadion. – 200 Zuschauer. – SR Morais. – Tore: 9. Fleury 1:0 (Foulpenalty). 66. Huber 1:1. 82. Veronica 2:1.

Solothurn: Wagner; Disler (83. Selmanaj), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury, Nastoski; Kohler, Zayas (73. Osaj), Hunziker; Veronica (91. Duah).

Sursee: Peterhans; Trost, Bieri, Huber, Kronenberg; Dzombic, Bernet; Pinto (80. Vogel), Graf (73. Wyder), Gemperle; Matic.

Bemerkungen: Solo­thurn ohne Stauffer (gesperrt), Jeffrey Grosjean, Büchli (beide verletzt), Rihs (Militär), Kopp und Roth (beide andere Mannschaft). Sursee ohne Bernaschino, Liloia (beide verletzt), Souto, Türkal und Ehrler (alle abwesend). – Ver­war­nun­gen: 26. Fleury, 42. Pinto (beide Foul), 47. Veronica, 59. Hasanovic (beide Reklamieren), 70, Bernet, 75. Bieri. 78. Osaj (alle Foul). – Eck­bälle 6:6 (4:1).

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