Fussball 1. Liga
Ein Freistoss wird dem FC Solothurn zum Verhängnis

Der FC Solothurn verliert das zweite Saisonspiel gegen die Nachwuchsequipe des FC Luzern mit 0:1. Das Team von Trainer Jürg Widmer findet dabei nie ein Mittel gegen die gut organisierten Innerschweizer.

Pius Rüegger
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«Sie waren um dieses eine Tor besser und deshalb ein verdienter Sieger», sagte Solothurns Trainer Jürg Widmer nach der Niederlage gegen Luzern II.

«Sie waren um dieses eine Tor besser und deshalb ein verdienter Sieger», sagte Solothurns Trainer Jürg Widmer nach der Niederlage gegen Luzern II.

Hans Peter Schläfli

Die Saison-Heimpremiere endete für den FC Solothurn gegen den mit Ausnahme des Torhüters (22) 17-bis 19-jährigen Luzerner Nachwuchs enttäuschend. In den Pflichtspielen aus Cup und Meisterschaft warten die Aarestädter auf dem eigenen Rasen immer noch auf den ersten Treffer.

Entschieden wurde diese in der Schlussphase hektische und nervöse Partie durch einen Freistoss bereits in der 30. Minute. Aus 18 Metern war Rupp erfolgreich. Über die Mauer versenkte er diesen Ball platziert am linken Pfosten. Vorangegangen war ein Foul von Koekenbier an Ruben Dantas Fernandes.

«Schade, dass dieses Spiel durch einen Freistoss entschieden wurde», kommentierte Solothurns Trainer Jürg Widmer die Niederlage. «Sie haben von Anfang an diesen Sieg gewollt, waren um dieses eine Tor besser und deshalb ein verdienter Sieger. Bei uns hat es gedauert, die beste Chance hatten wir in der 91. Minute», schob er nach. Sie entsprang ebenfalls einem Freistoss. Diesen trat Huser auf der linken Seite in der Nähe der Grundlinie in den Fünferraum. Masts Direktabnahme ging knapp am linken Torpfosten vorbei ins Aus.

Nur wenige Solothurner Lichtblicke

Die Zentralschweizer nahmen offensiv durch ihr Tempospiel sofort Fahrt auf in diesem zweiten Meisterschaftsspiel. In der achten Minute hielt Wagner einen halbhoch abgegebenen Hinterhaltschuss von Ronaldo Dantas Fernandes. Die Platzherren konnten nur versuchen, den Schwung aus den gegnerischen Aktionen zu nehmen. Mit dem aufgezwungenen Spiel in die Breite liess sich kaum Raumgewinn realisieren. Einer der raren Lichtblicke auf Solothurner Seite offenbarte die zwölfte Minute. Hunziker setzte sich rechts durch. Chatton kam nur mit dem Hinterkopf an den Ball. Hüter Jacot konnte problemlos auffangen.

In der 20. Minute flankte Mzee von links. Im Zentrum sah Chatton seinen Versuch von Freimann über die Querlatte zum ersten Eckball gelupft. Nachdem Wagner im Gegenzug einen Bieri-Abschluss nach fehlender Zuordnung nicht entschärfen konnte (21.), verpasste Chatton auf der Gegenseite knapp am rechten Pfosten. Kohler mit einem tempostarken Vorstoss rechts, leistete die Vorarbeit (24.). Trotzdem konnten die Einheimischen zu wenig Tiefe einbringen. Die U21 des FC Luzern hatte mehr Ballbesitz, machte mehr für den Spielfluss. Mit ihrer flexiblen Organisation schufen sie sich ein Übergewicht. Dies machte es für die Rotweissen schwer, Konter zu lancieren.

Nach dem Seitenwechsel forcierten die Solothurner ihre Offensive. Gesteigerte Einsatzbereitschaft und Kampfgeist wie aggressiver geführte Zweikämpfe führten indes ebenfalls nicht zum Durchbruch. Die Widmer-Truppe blieb im gekonnt funktionierenden Abwehrdispositiv der Leuchtenstädter hängen oder scheiterte wie erneut Chatton mit seinem Schuss übers Tor (59.).

Mathys konnte in der 61. Minute aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer der Besucher einen Freistoss ausführen. In der Mauer wurde der Ball aber nur zur vierten Ecke abgelenkt. Mit einem zeitweise bis zu achtköpfigen Abwehrwall machten die Luzerner hinten dicht. «Es wurde schwierig gegen die gut organisierten Profis. Uns fehlte es an der individuellen Klasse gegen diesen gut stehenden Gegner», ordnete Jürg Widmer ein.

Seine Leute konnten ihre verbesserte Leistungsbereitschaft nicht belohnen. Einfache und unnötige Ballverluste wirkten sich aus. Auch die Verstärkung der Offensive mit den taktischen Einwechslungen von Mast für Mzee (46.), Loosli für Arifi (71.) und Bruni für Koekenbier (81.) konnten nichts mehr ändern. In dieser Hektik und Nervosität machten sich die Gastgeber das Leben mit Frustfouls zusätzlich schwer.

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