Swiss League

Klarer 6:2-Erfolg bei der EVZ Academy: Souveräner EHCO verbucht dritten Saisonsieg

Pflicht erfüllt! Der EHC Olten gewinnt auswärts beim Tabellenschlusslicht EVZ Academy problemlos mit 6:2. Für die Powermäuse ist es der dritte Erfolg im fünften Saisonspiel, damit springt das Team von Fredrik Söderström auf den 5. Platz in der Tabelle. Aber droht nun eine Corona-Zwangspause?

Marcel Kuchta
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Eishockey, Swiss League: EVZ Academy - EHC Olten (14.10)
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Jerome Portmann gelingt der erste Treffer für seinen neuen Arbeitgeber.
Garry Nunn sorgt mit seinem zum 5:2 im letzten Abschnitt für die Vorentscheidung.
Coach Fredrik Söderström kann zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft sein.
Die Powermäuse bejubeln den Treffer von Leandro Fuhrer.
EHCO-Goalie Silas Matthys muss sich nach nach 36 Minuten zum ersten Mal bezwingen lassen.
In den letzten Minuten des zweiten Drittel gelingt dem Gastgeber der erste Treffer.
Die EVZ Academy kann sich mit vier Gegentoren nach 40 Minuten glücklich schätzen – Olten lässt noch weitere gute Möglichkeiten liegen.
Olten hat nach dem dritten Treffer die Partie im Griff.
Die Oltner feiern den dritten Streich zu Beginn des zweiten Abschnitts.
Cedric Hüsler trifft nach 70 Sekunden für die Gäste.
Olten startet im zweiten Drittel furios.
Die EVZ Academy bleibt im ersten Abschnitt mehrheitlich harmlos.
Die Oltner bejubeln den Treffer von Evgueni Chiriayev.
Evgueni Chiriayev und Dion Knelsen sorgen kurz vor Ende des ersten Drittels mit zwei Shorthander innert 30 Sekunden für klare Verhältnisse.
Nur selten kann die EVZ Academy für Entlastung sorgen.
Der EHC Olten reisst von Beginn weg das Spieldiktat an sich.

Eishockey, Swiss League: EVZ Academy - EHC Olten (14.10)

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Der EHC Olten hat auch Teil zwei seiner «Pflicht-Tournee» erfolgreich absolviert. Nach dem 5:2-Sieg am Sonntag gegen die Ticino Rockets gabs nun drei Tage später einen 6:2-Sieg bei der EVZ Academy. Am kommenden Samstag kommt mit dem HC Sierre eine weitere Mannschaft ins Kleinholz, die das Prädikat «schlagbar» trägt. Aber ob das Duell gegen die Walliser über die Bühne geht und die Oltner drei weitere Punkte holen können, ist alles andere als sicher. Denn die Coronawelle könnte nun auch die Swiss League erreicht haben. Die Mannschaft von Sierre wurde am Mittwoch vorsorglich unter Quarantäne gesetzt, weil ein Spieler unter Corona-Verdacht steht.

Die Fuhrer-Linie sorgte für die Vorentscheidung

«Es bleibt uns nichts anderes übrig, als abzuwarten», zuckte EHCO-Stürmer Leonardo Fuhrer nach dem Sieg in Zug, angesprochen auf die zunehmend unsichere Lage, mit den Schultern. Dem Oltner Neuzuzug war sichtlich wichtiger, dass seine Mannschaft eben drei weitere Punkte eingefahren hatte. Und das auf souveräne Art und Weise. «Es brauchte sicher Zeit, bis die Feinabstimmung in den Linien passt. Doch langsam aber sicher finden wir uns», so Fuhrer. Das galt vor allem auch für seine Sturmlinie mit Cédric Hüsler und Daniel Carbis. Im Mitteldrittel war es das physisch sehr präsente Duo Fuhrer/Hüsler, welches innert drei Minuten mit einem Doppelschlag für eine komfortable Oltner 4:0-Führung und damit für die frühe Vorentscheidung sorgte. Einmal legte Fuhrer herrlich für Hüsler auf, dann war es umgekehrt.

Bis spät ins erste Drittel hinein hatte sich der EHC Olten gegen die technisch und spielerisch limitierten, aber wie immer sehr einsatzfreudigen Zuger schwer getan und lange Zeit den Weg zum Tor nicht gefunden. Es brauchte eine Strafe gegen Diego Schwarzenbach als Initialzündung. Ausgerechnet während dieser zwei Minuten gelang den Oltnern Aussergewöhnliches: Sie trafen in Unterzahl gleich zweimal. Innert 31 Sekunden entwischten erst Dion Knelsen und dann Jewgeni Schirjajew mit einem Mann weniger und legten damit den Grundstein für den EHCO-Sieg.

Philipp Rytz mit einem neuerlichen Aussetzer

Will man den Oltner etwas vorwerfen dann vielleicht die Tatsache, dass man gegen Ende des Mitteldrittels und zu Beginn des dritten Abschnitts mitunter die Konzentration vermissen liess. Vor dem 1:4 gabs einen ärgerlichen Puckverlust von Hüsler an der blauen Linie, vor dem 2:4 musste Cédric Maurer seinen eigenen Fehler mit einer Notbremse ausbügeln. Den fälligen Penalty verwandelte Barbei. Auch ärgerlich: Captain Philipp Rytz leistete sich in dieser einzigen, für Olten annähernd heiklen Phase – nach seinem Revanchefoul im Cupspiel gegen Langenthal – erneut einen Aussetzer und wanderte für einen Check von hinten für zwölf Minuten auf die Strafbank. Von dort aus durfte er miterleben, wie seine Teamkollegen erst die kleine Strafe überstanden und dann durch Treffer von Garry Nunn und Jerome Portmann (sein erster Torerfolg im EHCO-Dress) noch den standesgemässen Sieg unter Dach und Fach brachten.

Auch wenn die Zuger sicher zu den schwächsten Teams der Liga gehören, so lässt sich aus Sicht der Oltner auf diesem zweiten Sieg in Serie aufbauen. Die Top-Linie funktioniert mit Jewgeni Schirjajew bestens. Und auch dahinter entwickelt sich langsam aber sicher die Chemie. Wenn mit Alban Rexha und Silvan Wyss in absehbarer Zeit zwei weitere Stammkräfte ins Team zurückkehren, dann wird sogar so etwas wie Konkurrenzkampf herrschen. Dann wird Headcoach Fredrik Söderström sogar die Qual der Wahl haben.

Über allem schwebt aber vorderhand die Corona-Thematik. Sie wird nicht nur das Schweizer Eishockey in den nächsten Tagen und Wochen intensiv beschäftigen.

Telegramm

EVZ Academy - Olten 2:6 (0:2, 1:2, 1:2)
Bossard-Arena, Zug. – 227 Zuschauer. – SR: Hürlimann/Ruprecht (Humair/Francey). – Tore: 18. Knelsen (Nunn; Ausschluss Schwarzenbach!) 0:1. 19. Schirjajew (Lüthi; Ausschluss Schwarzenbach!) 0:2. 22. Hüsler (Carbis, Fuhrer) 0:3. 25. Fuhrer (Hüsler, Carbis) 0:4. 37. Schwenninger (De Nisco) 1:4. 44. Barbei (Penalty) 2:4. 49. Nunn (Fuhrer, Matthys) 2:5. 56. Portmann (Schwarzenbach, Gurtner) 2:6. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen die Academy. 3-mal 2 plus 10 Minuten (Philipp Rytz) gegen Olten.
EVZ Academy: Kobler; Graf, Wüthrich; Kieni, Vogel; Schüpbach, Minder; Sidler; Döpfner, Allenspach, Langenegger; Eugster, Stehli, DeNisco; Stoffel, Schwenninger, Gradin; Barbei, Schleiss, Welter; Derungs.
Olten: Matthys; Maurer, Weisskopf; Philipp Rytz, Lüthi; Elsener, Nater; Heughebaert, Gurtner; Schirjajew, Knelsen, Nunn; Hüsler, Fuhrer, Carbis; Schwarzenbach, Weder, Portmann; Oehen, Melnalksnis, Fogstad Vold.
Bemerkungen: Olten ohne Rexha, Fuss und Wyss (alle verletzt).

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