Volleyball NLA

Lausanne reist an - und Gastgeber Schönenwerd darf nicht spielen

Das Meisterschaftsspiel vom Sonntag zwischen Volley Schönenwerd und dem Lausanne Université Club musste wegen eines positiven Coronafalls im Team der Schönenwerder kurzfristig abgesagt werden. Von den vorgesehenen neun Spielen der fünften Runde in der NLA der Männer und Frauen fanden nur drei statt.

Raphael Wermelinger
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Schiedsrichter, Spieler und Presseleute sind vergebens in die Betoncoupe Arena gekommen.

Schiedsrichter, Spieler und Presseleute sind vergebens in die Betoncoupe Arena gekommen.

Patrick Lüthy

Gegen 15 Uhr am Sonntagnachmittag, eine Stunde vor dem geplanten Start des Spiels, musste die Affiche Volley Schönenwerd gegen Lausanne UC abgebrochen werden. Die Spieler der Teams waren bereits auf dem Feld bei der Vorbereitung. Zuschauer wären keine zugelassen gewesen in der Betoncoupe Arena aufgrund des neuen Massnahmenkatalogs vom Mittwoch.

Der Grund für die Absage der Partie ist ein positiver Coronatest in der Mannschaft der Schönenwerder, der kurz vor dem Start der Begegnung eintraf. Das ganze Team inklusive Trainerstaff wird sich in Selbstisolation begeben. Am Donnerstag hatten die Spieler zum letzten Mal Kontakt zum positiv Getesteten. Das nächste Spiel vom kommenden Samstag bei Traktor Basel steht also ebenfalls auf der Kippe.

Es wird sich zeigen, wie lange der Schweizer Volleyballverband den Spielbetrieb in der NLA noch aufrechthalten kann. Nur wenige Stunden nach dem einschneidenden Bundesratsentscheid vom Mittwoch hatte der dieser grünes Licht für die fünfte NLA-Runde vom Wochenende gegeben. «Der Meisterschaftsausschuss hat entschieden, dass die NLA-Meisterschaft bei den Frauen und den Männern fortgesetzt wird. Sowohl Trainings als auch Wettkämpfe sind in der höchsten Liga weiterhin erlaubt», teilten die Verantwortlichen mit. «Allerdings werden die Meisterschaftsspiele unabhängig von den bundesweiten Vorgaben immer ohne Zuschauer durchgeführt. Die NLA-Clubs verpflichten sich zudem zur konsequenten Einhaltung und Umsetzung der Schutzkonzepte im Training sowie im Spielbetrieb.»

Das erste Wochenende hat offenbart, dass diese Ausnahmeregelung auf wackligen Beinen steht. Zwei Drittel aller NLA-Spiele mussten wegen Coronafällen verschoben werden. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Lausanne nutzte den Abbruch übrigens für eine spontane Trainingseinheit in der Betoncoupe Arena. So hat sich die lange Fahrt zumindest ein bisschen gelohnt.