Eishockey

Leader Zuchwil putzt Lyss mit 7:1 vom Eis

Der 1.-Liga-Leader Zuchwil Regio erteilt dem Gast aus Lyss eine Lehrstunde. Nur gerade ein Gegengoal liessen die Spieler zu, dann nahmen sie das Zepter bis zum Schlussresultat von 7:1 fest in die Hand.

Stefan Siegrist
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EHC Zuchwil beim Torjubel, Lyss musste unten durch.

EHC Zuchwil beim Torjubel, Lyss musste unten durch.

Marcel Bieri

Das Sportzentrum Zuchwil erscheint in neuem Glanz. Seit einer Woche ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach in Betrieb. Zwar wird diese aufgrund Schneefalls in ihrer ersten Woche nicht viel Strom produziert haben, umso mehr Energie zeigen die Zuchwiler Eishockeyaner auf dem Eis. Mit sieben Siegen aus ebenso vielen Partien, ziert der EHC Zuchwil Regio souverän die Tabellenspitze. Am Mittwoch kam es nun zum Duell mit Erzrivale Lyss, der ebenfalls stark in die neue Meisterschaft gestartet und erster Verfolger ist. Die Neuauflage des letztjährigen Finals scheint auch in diesem Jahr ein Klassiker zu werden.

Es war ein sehr interessanter Startabschnitt, der vieles bot, was einem Hockeyfan gefällt. Weniges spielte sich in der Mittelzone ab, diese wurde immer wieder schnell überwunden. Das führte zu etlichen heissen Torszenen und guten Chancen. Teilweise mussten die Zuschauer den Kopf von links nach rechts und wieder zurück drehen als ob es ein Tennismatch wäre. Skoren konnte im ersten Drittel einzig Dominic Lüthi. Der Olten-Neuzuzug überwand Zaugg im Lysser Gehäuse mit einem satten Handgelenkschuss von der blauen Linie.

Leaderposition gefestigt

Nach der ersten Verschnaufpause nahm das Tempo ein wenig ab. Die beiden Teams konnten das angeschlagene Tempo nicht aufrechterhalten. In der 23. Minute erzielte Lyss durch Tschabold den Ausgleich, damit waren die Gäste für ihr Engagement und ihren Mut belohnt worden. Doch ab diesem Zeitpunkt nahm der Leader das Zepter fest in die Hand und liess es bis zum Ende nicht mehr los. Dominic Lüthi mit seinem zweiten Tor und Pistolato kurz vor der zweiten Pause schossen Zuchwil mit 3:1 in Front.

Der dritte Abschnitt startete mit einem Paukenschlag. Die Seeländer weilten noch in der Garderobe als Beccarelli und Roman Wüthrich einen 2:1-Konter liefen. Letztere vollendete diesen gekonnt und schlitzohrig zum 4:1. War das bereits die Vorentscheidung? Ja, denn die Lysser Moral war gebrochen. Fortan waren vonseiten der Beutler-Truppe zwar noch einzelne Aufbäumungsversuche zu sehen, Zählbares schaute dabei nicht heraus. Dies lag vor allem auch an sehr diszipliniert und defensiv solid organisierten Platzherren. Und sie machten nicht nur hinten einen guten Job, sondern vorne rockten sie die Halle. Bis zum Endstand von 7:1 netzten Captain Pistolato zwei Mal und Schlup noch einmal ein. Ersterer schoss sich erstmals in dieser Saison richtig warm. Wie immer wenn es wichtig wird, ist der Capitano da.

Wenn Zuchwil weiterhin mit mehr Energie agiert als auf dem Dach produziert wird, kann sich am Samstag auch Unterseen-Interlaken auf einiges gefasst machen.