Solothurner Cup

Selzach schafft die Sensation im Solothurner Cup

Was zum Schaulaufen für Zweitligist Wacker Grenchen hätte werden können, endete mit einer Blamage. Der Oberklassige unterlag dem Drittligisten FC Selzach mit 0:2.

Daniela Mauro
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Cupspiel FC Selzach - Wacker Grenchen
4 Bilder
Selzachs Michael Hirsig (links) gegen Wackers Mergim Sadrji
Selzachs Oliver Niklaus (links) gegen Wackers Calvin Corti
Selzach's Yves Kocher (rechts) gegen Wackers Calvin Cort

Cupspiel FC Selzach - Wacker Grenchen

Marcel Bieri

Noch zu Beginn der Partie hätte niemand damit gerechnet, denn es sah vielversprechend aus für die Grenchner. Sie machten Druck, spielten nach vorne aber im Abschluss blieben sie erfolglos. Anders sah es da bei den Selzachern aus. Diese konnten sich zwar deutlich weniger Chancen erspielen, aber sie waren sehr effizient. So kam es, dass nach der Pause und nach einem missglückten Eckball des Drittligisten, Wackers Torwart einem seiner Kollegen zu spielte und dieser dann einen Fehlpass auf den Selzacher Danilo Navone produzierte. Dieser liess sich nicht zweimal bitten, bediente Yves Galey, der zum 1:0 verwertete. Eine Ohrfeige für den Oberklassigen. War dies etwa die Quittung für die vielen nicht verwerteten Chancen?

Nach dem 1:0 Führungstreffer der Mannschaft um Daniel Fasnacht, versuchten die Grenchner zwar noch mehr Druck zu machen, doch wirklich gefährlich wurden sie nicht mehr. Die Ineffizienz und Ungenauigkeit in den Abschlüssen war einfach zu gross. Während Wacker zwar weiter Druck machte, schuftete auf der anderen Seite der FCS umso mehr um die Sensation beim Kampf zwischen David und Goliath, perfekt zu machen.

Nach einem weiteren, nicht verwerteten Eckball, dieses Mal für Wacker, ergriffen die Drittligisten erneut ihre Chance und rannten los. Die Grenchner wussten nicht recht, wie ihnen geschah und blieben teilweise wie versteinert stehen. Oliver Niklaus legte vor und Yves Kocher, der alleine vor dem Tor stand verwertete zum 2:0-Endstand. Nach dem Schlusspfiff war die Freude ungehalten und die Sensation vollbracht. «Das Team hat alle Erwartungen übertroffen. Ich habe meine Mannschaft darauf vorbereitet, dass uns Wacker vielleicht unterschätzt und wir dort ansetzten können. Aber dieser Sieg ist ganz klar der Verdienst des Teams, es hat Kampfgeist bewiesen und seine Chancen genutzt», sagte der Selzach-Trainer. So erhielt der Zweitligist die Quittung für seine Ineffizienz.