Fussball

Solothurn verschläft Start erneut

Solothurn geriet wieder früh in Rücklage und verliert 2:3 gegen den YB-Nachwuchs

Pius Rüegger
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Harter Kampf in Bern. Der FC Solothurn unterliegt mit 2:3.

Harter Kampf in Bern. Der FC Solothurn unterliegt mit 2:3.

Nordwestschweiz

Die Startphase mit zwei Gegentoren in zwanzig Minuten erwies sich für Solothurn als zu grosse Hypothek. «YB kam zu billig zu diesen Toren», haderte Gäste-Trainer Aziz Sayilir. Auf das konsequente Pressing des YB-Nachwuchses fanden die Gäste keine Antworten. Die Berner gingen ein hohes Tempo. Sie waren aktiver, scheuten die Zweikämpfe nicht und erwiesen sich trotz ihrer jungen Jahre als robust.

Im YB-Konzept kam den offensiven Aussenverteidigern eine wichtige Rolle zu. So in der zehnten Minute mit dem 1:0: Joss stiess links vor und zielte ins Zentrum. «Joss kam in den Rücken unserer Verteidigung und seine Flanke nahe aufs Tor, wobei unser Torhüter spekulierte und den Ball endgültig ins Tor lenkte», analysierte Sayilir. Von diesem Schocker erholten sich die Solothurner zunächst nicht.

YB liess ihnen kaum Raum. Bis zur 19. Minute. Nach einer Passfolge bediente Hunziker rechts aussen Lüthi, doch dessen Schuss verkam zu einem Roller auf YB-Schlussmann Marzino. Auf den langen Ball im Gegenzug schoss Gomes Da Silva solo das 2:0 (20.). «Es ist schon das zweite Mal, dass der Anfang alles andere als gut war, der Rest hingegen war okay. Wir müssen dies korrigieren, denn um diese Rückstände aufzuholen, braucht es extrem viel Energie», will der FCS-Trainer dieses Manko beseitigen.

Solothurn steckte nicht auf

Dass die Gäste dieses Verdikt nicht einfach hinnahmen, spricht für sie. Die Rotweissen begannen sich aufzubäumen und erreichten mehr Spielanteile. So gelang der Anschlusstreffer noch vor dem Pausentee: Während ein Solothurner Angriff lief, lag Duah in der Feldmitte verletzt am Boden und Solothurn spielte weiter. Elezi passte von seiner «falschen» rechten Seite in die Mitte und der mitgelaufene Veronica verkürzte auf 2:1.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gäste diesen Aufwind nützen. Sie wagten mehr, erhöhten den Druck. Doch ein Ausrutscher Elezis bereitete das 3:1 durch Doppeltorschütze Gomes Da Silva vor. Weitere Torchancen hatte YB nicht mehr. Hingegen vergaben die Besucher zwei «Hundertprozentige». Elezi schoss nach einen Hunziker-Konter aus fünf Metern übers Tor und Veronicas Abschluss auf Mertoglus Steilvorlage ging knapp am rechten Torpfosten vorbei. «Wir müssen diese beiden Tore machen, denn es braucht viel, um zu Torchancen zu kommen. Ein Punkt wäre verdient gewesen», sagte Sayilir.

Weil Büchli in der 88. Minute mit dem Kopf einen Fleury-Freistoss nur knapp verpasste, kam Hunzikers Lob in der 85. Minute über den YB-Goalie zum 3:2 zu spät und blieb somit Resultatkosmetik.