Basketball

Solothurn will nach Riesen-Frust im letzten Jahr in die Playoffs

Der BC Solothurn will in der am Sonntag beginnenden 1.-Liga-Meisterschaft unbedingt die Playoffs erreichen. In der letzten Saison verpasste man dieses Ziel aufgrund eines wirklich unglücklichen Umstandes.

Fabian Kleeb
Drucken
Teilen
Spielertrainer Kofmel und sein Team sind erfolgshungrig.Schläfli/Archiv

Spielertrainer Kofmel und sein Team sind erfolgshungrig.Schläfli/Archiv

«Eigentlich war die letzte Saison ganz gut», sagt Spielertrainer Nicolas Kofmel rückblickend. Doch in der Zwischenrunde geschah ein verhängnisvolles, administratives Missgeschick. Da die Lizenz eines Spielers nicht rechtzeitig bezahlt wurde, wertete der Verband gleich drei Solothurner Spiele der Zwischenrunde Forfait für den jeweiligen Gegner. Somit hatte der BCS die Playoffs zwar sportlich erreicht, auf dem grünen Tisch jedoch verpasst.

Verstärkung aus eigenem Nachwuchs

Auf diese Saison hin hatte das Team rund acht Abgänge zu verzeichnen, darunter zwei Teamstützen. Einerseits trat Marcus Rothen eine Diplomaten-Stelle in Italien an, andererseits verliess der Amerikaner Mike Polite die Schweiz in Richtung USA. Die Ausländerpositionen werden von Mirkovic, Perry und Berisha (Comeback) besetzt. Verstärkt wurde das Solothurner Team vorwiegend durch den eigenen Nachwuchs. Gleich drei junge Akteure aus der breiten Nachwuchsabteilung sind zur ersten Mannschaft gestossen. Daneben gehört Manuel Wicht neuerdings ebenfalls dem Solothurner Kader an.

Attraktiver Partner-Verein

Nicolas Kofmel sieht seiner zweiten Saison als Spielertrainer zuversichtlich entgegen. «Wir haben eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern im Team», weiss Trainer Kofmel. Die Vorbereitung verlief nach Plan. «Es ist schwierig zu sagen, wo wir genau stehen», fügt Kofmel an. Gemeinsam mit dem NLB-Team von STBern Giants verfügen die Solothurner über einen Partnervertrag. Ein Vorteil davon ist unter anderem, dass beispielsweise Manuel Wicht ab sofort für Solothurn und die Rising Stars Bern (U19) Einsätze leisten darf. Jede dritte Woche wurde den Sommer über gemeinsam trainiert. Beste Vorbereitung für die harten Spiele, die auf Solothurn warten. Kofmel betrachtet Birsfelden und GC als die grössten Konkurrenten.

Das Hallen-Problem

In der Kantonshauptstadt existiert seit einiger Zeit ein Hallen-Problem. Im Sommer ist es sehr heiss, im Winter extrem kalt und durch die löchrige Decke regnet es erst noch in die Solothurner CIS-Halle. Solche infrastrukturellen Voraussetzungen gehören sich für einen 1.-Liga-Verein ganz und gar nicht. Letztes Jahr hiess es, die Halle werde den Sommer über renoviert. Doch das Vorhaben wurde weiter hinausgezögert. Das Team Solothurn darf nur dank einer Sonderbewilligung des Verbandes in der CIS-Halle überhaupt Meisterschaftsspiele austragen.

Saisonstart gegen die Starwings

Am Sonntag beginnt die neue Saison endlich. Mit den Starwings U23 wartet eine agressiv und schnell agierende Mannschaft. Für Solothurn gilt es, möglichst rasch das optimale Spielsystem zu finden. Dann soll gemäss dem Spielertrainer gleich der erste Sieg geholt werden können und somit ein Start nach Mass glücken.

Werden in dieser Saison alle Lizenzen rechtzeitig bezahlt, sollte dem BC Solothurn für die Qualifikation der Playoffs nichts mehr im Wege stehen.