Schwimmen

Swim Regio weiter auf der Erfolgswelle

Angeführt von der 17-jährigen Sarah Zurflüh, die das Podest zwei Mal knapp verpasste, hinterliessen die Aktiven der Swim Regio Solothurn an der Hallenmeisterschaft in Genf einen starken Eindruck.

Michael Schenk
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Donald Cameron gewann auf der kurzen Lagenstrecke die Goldmedaille.

Donald Cameron gewann auf der kurzen Lagenstrecke die Goldmedaille.

KEYSTONE

Im Sommer gewann die 17-jährige Solothurnerin Sarah Zurflüh in Tenero ihren ersten Meistertitel über 100 m Rücken. So kurios dies jedoch für Laie klingen mag, Sommermeisterschaften geniessen in der Schwimmszene keine extrem hohe Priorität. Ergo bleiben Topleute diesen Titelkämpfen oft fern. An der Hallenmeisterschaft dagegen geht es um Limiten für Europa- und Weltmeisterschaften - insofern ist die Créme de la Créme vollzählig am Start.

Die Goldmedaille von Tenero konnte Sarah Zurflüh in der Calvin-Stadt so nicht verteidigen. Freilich verbesserte sie ihre ohnehin schon beachtlichen Bestzeiten auf allen Rücken-Distanzen, was als nicht minder wertvoller Erfolg betrachtet werden darf. Über 50 m reichte es in 30,35 Sekunden zu Rang fünf, über 100 m in 1:04,45 zu Rang vier und über 200 m in 2:21,85 ebenfalls zu Rang vier. Auf der langen Rückendistanz senkte Zurflüh ihre Bestzeit um famose vier Sekunden. Damit gehört sie künftig auch auf dieser für sie bisher «schwächsten Stärke» zum Kreis der Medaillen-Kandidatinnen. Über 100 m fehlten der Kantischülerin nur 23 Hunderdstel zu Bronze, respektive 33 zu Silber.

B-Finals in Sicht

Auf dem Weg zum Top-Shot befindet sich Brustschwimmer Jannis Schott. Der 16-jährige Bettlacher toppte auf seinen Paradestrecken ebenfalls all seine Bestzeiten. Die 2:34,19 über 200 m Brust liegen vier Sekunden unter dem vormaligen, persönlichen Rekord. Rund anderthalb Sekunden schneller als je zuvor schwamm der erfolgreichste männliche Vertreter der Swim Regio Solothurn über 50 m Brust (31,95). Reichen Jannis Schotts Zeiten derzeit für Klassierung zwischen 20. und 30. Ist bei nur annähernd anhaltender Entwicklung davon auszugehen, dass der Solothurner schon nächstes Jahr die B-Finals (Ränge 9. – 16.) angreifen kann.

Für die Solothurner Medaillen an den Titelkämpfen in Genf sorgten die in fremden Gefilden aktiven Geschwister Cameron aus Küttigkofen. Die 22-jährige Sheena, die sich primär auf den härtesten Strecken die der Sport hergibt wohlfühlt, gewann über 200 m Delfin und 200 m Brust Bronze. Mit der 4-mal 200 m Staffel der Zürcher Limmat Sharks reichte es der Studentin der Gesundheitswissenschaften sogar zu Silber. Donald Cameron seinerseits, Sheenas vier Jahre ältere Bruder, trumpfte auf der kurzen Lagenstrecke auf und gewann in 2:05,41 die Goldmedaille.