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SPENGLER CUP: Doug Shedden hat keinen Meistergoalie

Auch «Guy Boucher-Hockey» kann erfolgreich sein. Team Canada besiegt Lugano 4:3 und holt zum 13. Mal den Spengler Cup.
Team Canadas Chris Didomenico, Mitte, kämpft um den Puck mit Luganos Goalie Elvis Merzlikins und Lorenz Kienzle. (Bild: Keystone/ Gian Ehrenzeller)

Team Canadas Chris Didomenico, Mitte, kämpft um den Puck mit Luganos Goalie Elvis Merzlikins und Lorenz Kienzle. (Bild: Keystone/ Gian Ehrenzeller)

Team Canada feiert seine Sieg. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Team Canada gewann mit 4:3 gegen den HC Lugano. (Bild: EPA/GIAN EHRENZELLER)
Die Feier nach dem Match. (Bild: EPA/GIAN EHRENZELLER)
Luganos Linus Klasen ist enttäuscht und das Team Canada feiert das 3 zu 1-Goal im Final des Spengler Cup. (Bild: Keystone/ Pascal Muller)
Luganos Goalie Elvis Merzlikins, Lorenz Kienzle and Julien Vauclair, von links, kämpfen um den Puck mit Team Canadas Tom Pyatt and Chris Didomenico, von links. (Bild: Keystone/ PASCAL MULLER)
Luganos Lorenz Kienzle (links) und Goalie Elvis Merzlikins (rechts) gegen Team Canadas James Sheppard (mitte). (Bild: EPA/PASCAL MULLER)
Da war die Welt noch in Ordnung. Luganos Gregory Hofmann schiesst das 0-1. (Bild: EPA/GIAN EHRENZELLER)
Luganos Alessio Bertaggia, Gregory Hofmann und Dan Spang, von links, feiern das 0-1 von Hofmann. (Bild: Keystone/GIAN EHRENZELLER)
Doch schlussendlich gewann das Team Canada. (Bild: EPA/ PASCAL MULLER)
Luganos Trainer Doug Shedden, links, und Assistent Pat Curcio, rechts, sind enttäuscht nach der Partie. (Bild: Keystone/PASCAL MULLER)
OK-Präsident Fredi Pargaetzi in einem HC Davos-Shirt während des Finals. (Bild: Keystone/GIAN EHRENZELLER)
Luganos Julian Walker (links) gegen Team Canadas Marc-Andre Bergeron. (Bild: EPA/PASCAL MULLER)
Team Canadas Chris Didomenico, rechts, gegen Luganos Goalie Elvis Merzlikins und Lorenz Kienzle. (Bild: Keystone/GIAN EHRENZELLER)
Team Canadas Derek Roy feiert das 2-1. (Bild: EPA/GIAN EHRENZELLER)
Team Canadas Derek Roy (mitte) gegen Luganos Ryan Glenn und Goalie Elvis Merzlikins. (Bild: EPA/GIAN EHRENZELLER)
15 Bilder

Team Canada gewinnt gegen Lugano

Wer Ordnung in ein Team von guten Individualisten bringt, kann den Spengler Cup gewinnen. Guy Boucher ist ein internationaler Grossmeister der Taktik und der Disziplin und der Hockeyarbeit. Zu viel Guy Boucher zerstört eine Mannschaft (wie diese Saison den SC Bern). Aber die richtige Portion Guy Boucher kann Erfolg bringen – der Spengler Cup zieht sich nicht vom Juli (Beginn des Eistrainings) bis im April (Playoffinale) hin. Er dauert bloss sechs Tage. Sechs Tage – das ist offensichtlich die richtige Portion Guy Boucher.

Dieses Finale war alles in allem die beste Partie des Turniers. Nicht so wild und unterhaltsam wie das Halbfinale zwischen Kanada und dem HCD (6:5). Aber hockeytechnisch besser. Schnell, intensiv, taktisch hochstehend und spannend. Viel besseres Eishockey ist nicht möglich. Lugano dominierte die Startphase. Aber die taktisch exzellenten Kanadier waren dazu in der Lage, Luganos Offensivkraft zu bändigen. Vom Ende her analysiert und erzählt, ist es ein logischer und verdienter Sieg der Kanadier. Aber ein Sieg Luganos war möglich und hätte Lugano gewonnen, so würden die Chronisten auch von einem verdienten Sieg berichten.

Kanada hat erstmals seit 2012 das Turnier gewonnen. Damals stand bei den Kanadiern Doug Shedden an der Bande. Es war die NHL-Lockout-Saison und er hatte die NHL-Stars im Team. So gesehen ist der Turniersieg von Guy Boucher eher höher zu werten.

Bei einer Analyse interessiert uns aber in erster Linie, ob Lugano nun wieder «grande» ist oder ob Lugano am Ende doch ein Verliererteam geblieben ist. Seit dem Titel von 2006 hat Lugano ja nie mehr eine Playoffserie gewonnen.

Auch wenn der Spengler Cup im Vergleich zum Alltag der Qualifikation oder gar den Playoffs eine spielerische Party ist - die Fortschritte Luganos unter Doug Shedden sind offensichtlich. Im Halbfinale gegen das KHL-Team Jekaterinburg (3:0) haben wir ein «Grande Lugano» gesehen. Es war die beste Partie unter Doug Shedden. Das Spiel war sehr gut zwischen Offensive und Defensive ausbalanciert, die Eiszeit auf alle Spieler verteilt, die «Arbeiter» (die gibt es in Lugano auch) spielten im Boxplay und im Defensivspiel eine wichtige Rolle und Torhüter Elvis Merzlikins hielt famos. Wenn Lugano so spielt, dann kann es bis ins Playoff-Finale kommen.

Guy Boucher kann doch gewinnen und dieser Triumph beim Spengler Cup, live übertragen nach Kanada, hilft ihm bei der Stellensuche in der NHL. Doug Shedden bleibt als Klubtrainer ein Verlierer. Aber einer mit hohem Unterhaltungswert.

Nach diesem Spengler Cup dürfen wir behaupten: Lugano hat genug Talent, um die Meisterschaft zu gewinnen. Aber nach diesem Spengler Cup bleibt die alles entscheidende Frage unbeantwortet: Hat Lugano einen Meistergoalie? Das Finale war eine Partie, die ein grosser Torhüter für Lugano hätte gewinnen können. So gesehen eine Partie mit Playoff-Charakter. Lugano hat das Finale nicht wegen des Torhüters verloren. Aber Lugano hat das Finale nicht Dank des Torhüters gewonnen.

Elvis Merzlikins (21) hat dieses Finale für Lugano nicht gewonnen. Aber er hat das Talent und den Stil und die NHL-Postur zum Meistergoalie. Bloss noch nicht die Konstanz und die Coolness. Also ist es nur eine Frage der Zeit, bis er ein Meistergoalie sein wird. Besser als Daniel Manzato (31) – zurzeit noch verletzt - ist er auf jeden Fall. Es wäre eine unverzeihliche Torheit, wenn Doug Shedden Elvis Merzlikins nicht zur unumstrittenen Nummer 1 erklären würde.

Klaus Zaugg

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