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Gazastreifen: Spiel ohne Palästinenser

Renzo Ruf, Washington, über die Gewalteskalation im Gazastreifen.
Renzo Ruf
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Die Ereignisse vom Montag zeigen mit aller Deutlichkeit: In den Augen Washingtons hat es für die Palästinenserführung am Verhandlungstisch, an dem über die Zukunft des Nahen und Mittleren Ostens diskutiert wird, keinen Platz mehr. Vielmehr zielt die Regierung von Präsident Donald Trump auf einen regionalen Verständigungsfrieden – und eine Stärkung Israels. Trump ist der Meinung, er könne zwischen Israel und den sunnitischen Monarchien auf der Arabischen Halbinsel ein Bündnis schmieden, das im Stande ist, den Antagonismus zwischen dem jüdischen Staat und den islamischen Ländern zu überwinden. Dieses Bündnis würde in erster Linie dem Zweck dienen, Teheran und seine regionalen Verbündeten in Schach zu halten. Es würde Israel aber auch ermöglichen, aus der Isolation auszubrechen, die seit der Staatsgründung im Jahr 1948 anhält – auch weil der König von Saudi-Arabien als Hüter der heiligen Stätten von Mekka und Medina eine gewisse überregionale Autorität besitzt. Es war deshalb kein Zufall, dass Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Trump und Chefunterhändler im Nahen Osten, gestern in Jerusalem über die Modernisierungsbestrebungen vieler Politiker in der Region sprach und dabei auch Ägypten (sprich: den Militärmachthaber Abdel Fattah al-Sisi) und Saudi-Arabien (Kronprinz Mohammed bin Salman) erwähnte – aber nicht die Palästinenserführung, an deren Spitze (formell) der 82-jährige Mahmud Abbas steht. Im regionalpolitischen Schachspiel der Regierung Trump nehmen die Palästinenser höchstens die Rolle eines Bauern ein. Die Proteste verdeutlichen, dass sich die betroffene Bevölkerung mit diesem Schicksal nicht abfinden will.Renzo Ruf, Washington nachrichten@luzernerzeitung.ch

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