Schnee verhindert Spiel gegen YB: FCL ärgert sich über neue Anspielzeit

Die Partie zwischen Luzern und den Young Boys musste verschoben werden. Schon das zweite Mal in diesem Jahr fällt ein FCL-Spiel dem Schnee zum Opfer. Der FCL ärgert sich derweil über die Neuansetzung.

Raphael Gutzwiller
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Schneebedeckter, spieluntauglicher Rasen wie am 3. Februar vor Luzern – Sion. (Bild: M. Meienberger/Freshfocus)

Schneebedeckter, spieluntauglicher Rasen wie am 3. Februar vor Luzern – Sion. (Bild: M. Meienberger/Freshfocus)

Ja, auf diesem Rasen kann definitiv kein Fussballspiel stattfinden. Eine Schicht von rund sieben Zentimetern Neuschnee befand sich am Donnerstag Nachmittag kurz nach 15 Uhr auf dem Rasen in der Swisspor-Arena. Schiedsrichter Sandro Schärer entschied rasch: Die Partie zwischen dem FC Luzern und Schweizer Meister Young Boys, die um 20 Uhr hätte angepfiffen werden sollen, muss verschoben werden.

In dieser Saison machte der FC Luzern bereits zum zweiten Mal Erfahrungen mit starkem Schneefall. Bereits die Partie gegen den FC Sion am 3. Februar musste abgesagt werden. Damals fiel der Entscheid erst eineinhalb Stunden vor Kick-off, da der Schneefall erst wenige Stunden davor begonnen hatte. Die Absage gegen den FC Sion war eine Premiere in der Swisspor-Arena nach deren Eröffnung 2011. Nun passiert es zwei Monate später schon zum zweiten Mal.

Gegen die Absage habe der FC Luzern Nichts unternehmen können, sagt Mediensprecher Markus Krienbühl. Denn bei starkem Schneefall nützte auch die Rasenheizung Nichts. Krienbühl sagt:

«Diese Rasenheizung ist dafür gedacht, vereisten Untergrund zu schmelzen. Sie kann auch bei einer ganz dünnen Schicht Schnee nützen, nun handelt sich es diesmal aber aber um zu viel Masse.»

Hätte man die Schneemassen weggeschaufelt und dennoch gespielt, wäre der Rasen in der Partie in einem sehr schlechten Zustand – und danach kaum mehr brauchbar gewesen. Somit war für Schiedsrichter Schärer in Absprache mit der Liga der Entscheid logisch: Absage.

Liga nimmt auf Champions League Rücksicht

Die Liga entschied auch sogleich, wann das Spiel nachgeholt wird. Es findet neu am Mittwoch, 10. April um 18.45 Uhr statt. Über diese Neuansetzung ärgert man sich beim FCL. Krienbühl sagt:

«Wir sind mit der Anspielzeit nicht glücklich. Gegen diesen Entscheid von der Liga können wir aber Nichts machen.»

Die Liga muss bei der Ansetzung auf die Champions League Rücksicht nehmen. Startet die Königsklasse, muss die Super League vorbei sein. Dies gefällt den Fans nicht. Vor dem Cupviertelfinal gegen YB protestierten sie auf dem Platz gegen die frühe Anspielzeit. Sie verriegelten ein Tor mit einer Kette, um den Anpfiff zu verzögern. Damals war die Partie gar auf 18 Uhr angesetzt, da mit einer allfälligen Verlängerung und Penaltyschiessen gerechnet werden musste. Nun spielen der FCL und YB also auch in der Liga bereits am frühen Abend gegeneinander. Im Cup brachte die Anspielzeit dem FCL Glück: Er siegte mit 4:0.

Darum tut sich Meister YB mit dem FC Luzern schwer

Wenn Luzern und YB in dieser Saison gegeneinander spielen, ist es meist eng. Der FCL ist das einzige Schweizer Team, das die Berner bezwingen konnte – und das gleich doppelt. Experten sagen: Luzern hat verstanden, wie man gegen YB spielen muss.
Raphael Gutzwiller