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Spielen Sie Tennis!

Sportredaktor Albert Krütli zum Tennis.
Albert Krütli, Sportredaktor
Albert Krütli

Albert Krütli

Im Schweizer Tennismagazin «Smash» waren vor einiger Zeit diese Zeilen zu lesen: «Sport fördert die Gesundheit – das ist keine neue Erkenntnis. Aber wie sehr beeinflusst die Sportart, die man ausübt, das Wohlbefinden? Das hat eine englische Langzeitstudie untersucht, die Ende November im ‹British Journal of Sports Medicine› erschien. 80 000 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren wurden knapp zehn Jahre regelmässig zu ihren sportlichen Aktivitäten befragt und medizinisch untersucht. Fazit: Racketsportler, also auch Tennisspieler, reduzieren die Gefahr, eine lebensbedrohliche Krankheit zu bekommen, um 47 Prozent. Ihr Risiko, unter Herzerkrankungen zu leiden, senken sie sogar um 56 Prozent. Keine andere Sportart schnitt besser ab. Wer Tennis spielt, lebt also länger!»

Früher hiess es: Langläufer leben länger. Schön, dass diese Prognose jetzt auch auf die Tennisspieler zutrifft. Nur: Bei mir lösen solche Studien immer eine gewisse Skepsis aus – und Fragen. Meine wichtigste dazu: Wurde in dieser Studie auch die psychische Verfassung der Racketsportler mit einbezogen? Jeder Spieler weiss schliesslich nur zu gut, welches Wellental der Gefühle er während einer Partie durchlebt. Mal gelingt alles, kurz danach gar nichts mehr. Mal sieht man wie der sichere Sieger aus, kurz danach steht man vor der Niederlage, die dann entsprechend lange Verarbeitungszeit braucht. Oder man produziert beim Matchball zum x-ten Mal einen Doppel­fehler, was den Adrenalinspiegel schlagartig ansteigen lässt.

Sehen wir es positiv: Tennisspieler leben länger, und Tennisspieler stärken zudem ihre Psyche, weil dieses sensible Ding in dieser speziellen Sportart dauernd getestet wird. Spielen Sie also Tennis – zumal wir in absehbarer Zeit Nach­folger für Roger Federer und Stan Wawrinka brauchen. Und vielleicht bezahlt Ihnen Ihre Krankenkasse sogar einen Teil des jährlichen Klubbeitrags.

Albert Krütli, Sportredaktor

albert.kruetli@luzernerzeitung.ch

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