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FCL gegen Sion: Spitzenspiel der Umschaltspezialisten

Der FC Luzern startet am Sonntag (16 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den FC Sion in die Rückrunde. Beide Teams zeichnet ein schnelles Handeln nach der Balleroberung aus. Luzern ist derzeit sogar die beste Mannschaft im Umschaltspiel.
Daniel Wyrsch
Vor ihm ist der FCL gewarnt: Sion-Offensivspieler Pajtim Kasami. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 1. Dezember 2018))

Vor ihm ist der FCL gewarnt: Sion-Offensivspieler Pajtim Kasami. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 1. Dezember 2018))

Dass der FC Luzern immer schneller Fussball spielt, ist spätestens gegen Ende der Vorrunde aufgefallen. Von Tempofussball schrieb unsere Zeitung insbesondere nach dem letzten Match Mitte Dezember gegen St. Gallen (2:1). Die Innerschweizer hätten mit einer besseren Chancenauswertung höher siegen müssen. Eineinhalb Monate später macht der «Tagesanzeiger» vor dem Rückrundenstart eine Statistikseite, auf welcher die FCL-Vorstösse als Raketenangriffe bezeichnet werden. Dieser Begriff ist zwar kriegerisch, aber er passt zu den schnellen Offensivaktionen: Bei Luzern beträgt die durchschnittliche Dauer eines Angriffs, der zum Tor führt, 5 Sekunden – das ist Ligatopwert.

Der Urheber dieses exzellenten Wertes ist Trainer René Weiler. Trotzdem lässt er sich deswegen nicht feiern. «Im Umschaltspiel haben wir eine gute Quote, dafür gibt es andere Dinge, die wir weniger gut machen.» Der 45-jährige Winterthurer denkt dabei unter anderem an die Standards oder Flügelläufe.

Ausserdem ist sich Weiler bewusst, dass «der FC Sion auch ein gutes Umschaltspiel praktiziert». In der Statistik sind die Walliser auf Platz 4 mit 6,5 Sekunden für die durchschnittliche Dauer eines Angriffs, der zum Tor führt. Mit anderen Worten kommt es morgen zu einem Spitzenspiel der Umschaltspezialisten.

In der effektiven Tabelle belegt Luzern zur Saisonmitte mit 25 Punkten Platz 5 und Sion mit 21 Zählern Rang 7. Der unberechenbare Sion-Besitzer Christian Constantin hat Anfang Woche mit Trainer Murat Yakin (44) vorzeitig um zwei Jahre bis Sommer 2021 verlängert, obwohl der frühere FCL-Coach mit den Wallisern noch keine Stricke zerrissen hat. Seit er im September das Traineramt des entlassenen Maurizio Jacobacci übernommen hat, sammelten die Walliser in 12 Partien 15 Punkte.

Wiedersehen mit dem Ex-Luzerner Kukeli ist fraglich

In den Vorbereitungspartien ist nach langer Verletzungszeit Mittelfeldspieler Burim Kukeli (35) regelmässig zu längeren Einsätzen gekommen. Trotzdem ist eher nicht davon auszugehen, dass der frühere FCL-Profi ausgerechnet in der Swisspor-Arena sein Comeback gibt und zum elften Mal für Sion in der Super League spielt. Die Verantwortlichen sind offenbar unschlüssig, ob sie den albanischen Nationalspieler kurz vor dem Vertragsende im Sommer noch benötigen.

Kukeli gehörte zu den Leistungsträgern der Luzerner Mannschaft von Murat Yakin, die in der Saison 2011/12 mit Rang 2 und der Teilnahme am Cupfinal für die zweiterfolgreichste Spielzeit nach dem Meistertitel 1989 in der bald 118-jährigen Vereinsgeschichte sorgte.

Vorsicht vor den Schüssen von Pajtim Kasami

Mit Pajtim Kasami (26) spielt bei Sion ein weiterer früherer FCL-Mittelfeldmann. In der Saison 2012/13 bestritt der Profi mit mazedonischen Wurzeln aus Andelfingen im Kanton Zürich die Rückrunde bei den Innerschweizern. Jetzt ist er mit 5 Toren quasi der Goalgetter der Walliser, der zudem drei Assists gegeben hat. Luzern-Trainer Weiler warnt vor dem kräftigen Offensivspieler: «Bei Kasami müssen wir auf der Hut sein. Wenn er schiesst, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Ball drin ist.» Entsprechende Erfahrungen hat der FCL Anfang Dezember im Auswärtsspiel in Sitten gemacht: Kasami entschied den Match mit einem Sonntagschuss, Sion gewann am Ende 2:0. Auch das letzte Luzern-Heimspiel gegen die Walliser ging Ende September verloren: 3:1 lautete das Resultat für die Gäste. «Am Sonntag wollen wir erstmals Punkte holen gegen Sion», kennt Weiler die doppelte Nullerbilanz in dieser Saison gegen den Constantin-Verein. Der FCL-Coach hat Respekt vor der individuellen Qualität der Walliser und spricht von einem Mammutkader von 35 Profis.

Claudio Lustenberger muss weiterhin pausieren

Auf dem Transfermarkt ist Sion ebenfalls nicht besonders aktiv gewesen: Offensivspieler Noah Blasucci (19) von Challenge-Ligist Vaduz ist der einzig Neuzugang der Mannschaft von Yakin. Bei Luzern hat es nur eine Mutation gegeben: Valeriane Gvilia (24) hat den Verein leihweise verlassen, der technisch beschlagene georgische Internationale spielt bis Ende Saison bei Gornik Zabrze in der polnischen Liga.

Beim FCL sind Stefan Knezevic, Otar Kakabadze, Francisco Rodriguez und Claudio Lustenberger verletzt. Die Schambeinentzündung bei Lustenberger entpuppt sich als extrem hartnäckig. In dieser Saison ist der Ex-Captain ohne Pflichtspiel, zudem läuft im Sommer der Vertrag aus.

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