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Interview

Dominique Gisin: «Spitzensport liegt mir am Herzen»

Ex-Skirennfahrerin Dominique Gisin ist neue Geschäftsleiterin der Stiftung Schweizer Sporthilfe. Sie sei nicht wegen ihrer Vergangenheit als Spitzensportlerin die richtige Wahl, sagt die 33-jährige Engelbergerin.
Raphael Gutzwiller
Dominique Gisin möchte die Athleten auf ihrem Weg unterstützen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Zürich, 22. Dezember 2017))

Dominique Gisin möchte die Athleten auf ihrem Weg unterstützen. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Zürich, 22. Dezember 2017))

Bernhard Heusler, der ehemalige Präsident des FC Basel, und Urs Wietlisbach wurden vom Exekutivrat von Swiss Olympic zu den neuen Präsidenten der Stiftung Schweizer Sporthilfe gewählt. Als eine der ersten Amtshandlungen konnten Heusler und Wietlisbach Dominique Gisin als CEO für die Schweizer Sporthilfe gewinnen, wie die Stiftung bekannt gab.

Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2014 aus Engelberg wird ab dem 1. Oktober ihre Führungsaufgaben wahrnehmen. Als COO leitet Doris Rechsteiner weiterhin das operative Geschäft der Stiftung Schweizer Sporthilfe. Seit ihrer Gründung 1970 hat die Stiftung mehr als 120 Millionen Franken in den Schweizer Sport investiert.

Dominique Gisin, welche Aufgaben werden Sie als CEO ausführen?

Das muss sicher bis zum 1. Oktober noch genau definiert werden. Die beiden neuen Präsidenten, Bernhard Heusler und Urs Wietlisbach, sind sehr kompetent. Sie bringen eine grosse Erfahrung mit, zudem bleibt ja Doris Rechsteiner erhalten. Wie meine Rolle dabei aussieht, ist noch nicht ganz klar. Bis es im Oktober dann aber los geht, haben wir ja auch noch ein bisschen Zeit.

Handelt es sich um einen 100-Prozent-Stelle?

Nein, es ist eine Teilzeitstelle, was auch meinem Wunsch entsprach. Ich sehe mich als Ergänzung des Führungsteams der Sporthilfe, die in Zukunft aber ein wichtiger Bestandteil meines Lebens sein wird.

Was können Sie als ehemalige Olympiasiegerin der Sporthilfe bringen?

Ich bringe sicher die Athletensicht hinein. Ich weiss, was gerade den Einzelsportlern wichtig ist. Als Mitglied der Athletenkommission von Swiss Olympic konnte ich zudem auch einen Einblick in andere Sportarten erhalten, auch in solche, die von der breiten Öffentlichkeit vielleicht nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erhalten. Darüber hinaus habe ich in meiner Zeit als Aktivsportlerin ein bisschen eine Art eigenes, kleines Unternehmen geführt. Klar hat man das Management als Unterstützung, doch viele Entscheide muss man als Einzelsportler selbstständig treffen. Diese Erfahrungen werden mir bei der Sporthilfe helfen.

Sie haben den Job also nicht nur wegen ihres prominenten Gesichts erhalten?

Ich hoffe nicht. (lacht) Ich denke, dass ich einiges mehr zu bieten habe als nur meine Prominenz. Mein Bachelor-Studium in Physik an der ETH werde ich hoffentlich Ende August abgeschlossen haben, den Master werde ich irgendwann weiterführen. Ich bin mir sicher, dass mir auch das Studium bei dieser neuen Stelle viel nützen wird.

Auf den ersten Blick haben Physik und das Führen einer Stiftung aber wenig gemein.

Das mag stimmen. Im Physik-Studium lernten wir jedoch vor allem, logisch zu denken. Wir sind häufig vor einem komplexen Problem gestanden und haben versucht, eine passende Lösung zu finden. Ich denke, genau solche Situationen wird es auch bei der Sporthilfe geben. Es wird darum gehen, die logischste und damit beste Lösung zu finden.

Was bedeutet Ihnen persönlich die neue Stelle?

Für mich ist es eine riesige Chance, eine so grosse Stiftung führen zu können. Es ist ein Angebot, das man vielleicht nur einmal erhält, darum habe ich nicht lange gezögert. Der Spitzensport liegt mir sehr am Herzen, und insbesondere die Athletinnen und Athleten. Gerne möchte ich sie auf ihrem Weg unterstützen.

Bleibt da noch Zeit für Ihr Hobby als Pilotin?

Ja, ich werde in Zukunft etwa gleich viel Zeit für die Fliegerei haben wie heute.

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