Super und Challenge League
Grosse Emotionen am letzten Spieltag der Saison: Der Schweizer Fussball zeigt, dass er die Massen bewegt

Winterthur und Sion jubeln, Aarau und Luzern sind frustriert. Grosse Emotionen sind Trumpf am abschliessenden Fussball-Spieltag. Ein Kommentar zum Zustand des Schweizer Fussballs.

Raphael Gutzwiller
Raphael Gutzwiller
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Die Fans von Winterthur feiern den Aufstieg in die Super League.

Die Fans von Winterthur feiern den Aufstieg in die Super League.

Urs Flüeler / KEYSTONE

Die grosse Meisterfeier in Zürich, der knapp verpasste Aufstieg von Aarau, die grosse Party von Winterthur und unglaubliche Wendungen im Kampf gegen den Barrageplatz mit dem schlechteren Ende für Luzern: Die Fussballsaison 2021/22 hat zum Abschluss nochmals für die ganz grossen Emotionen gesorgt.

Es ist ein passender Abschluss einer guten Spielzeit. Die Zuschauerzahlen sind berauschend, nach der Coronakrise sind die Menschen wieder in die Stadien zurückgeströmt. Und sie sahen schöne Geschichten.

Etwa jene des FC Zürich, der sich zum überraschenden Schweizer Meister krönte. Trotz weniger finanzieller Mittel als YB und Basel stellten die Zürcher das beste Team der Liga, holten erstmals seit 2009 wieder den Titel. Oder jene des FC Lugano, der seit 29 Jahren wieder den Cup gewann. Und zu guter Letzt jene des FC Winterthur, der eine Euphorie in der Region auslöste und erstmals seit 1985 in der höchsten Liga spielen darf.

Die Stadien sind wie hier in Zürich gut besucht.

Die Stadien sind wie hier in Zürich gut besucht.

Claudio Thoma / freshfocus

Der Klubfussball bewegte in der abgelaufenen Spielzeit die Massen wie kaum je zuvor. Dennoch kommt es nun zu einer einschneidenenden Änderung: Ab der Saison 2023/24 spielen zwölf Teams in der Super League, zudem gibt es neu Playoffs. Damit soll die Liga noch spannender gemacht, noch mehr Emotionen geschürt werden. Doch nicht erst der abschliessende Spieltag hat gezeigt: Der Schweizer Fussball bewegt schon heute.