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Sports Awards: Harte Konkurrenz für Roger Federer

Zahlreiche Schweizer Spitzensportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentiert sich das Feld der Nominierten für die Credit Suisse Sports Awards vom Sonntagabend so hochkarätig wie selten zuvor.
Dominik Moser (Keystone-SDA)
Mit dem Gewinn von Olympiasilber im Slalom verblüffte Ramon Zenhäusern im Februar alle. Nur zehn Tage danach schaffte es der Zweimetermann aus Visp in Kranjska Gora auch in einem Weltcup-Slalom erstmals aufs Podest. Dazu feierte er im Parallel-Slalom von Stockholm einen unerwarteten Sieg. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Im Juni wurde Andy Schmid in der Bundesliga, der besten Handball-Liga der Welt, zum fünften Mal in Folge zum wertvollsten Spieler (MVP) der Saison gewählt. Der Zürcher ist bei den Rhein-Neckar Löwen Dreh- und Angelpunkt im Angriff und führte die Mannheimer zum ersten Cupsieg der Klubgeschichte. (Bild: KEYSTONE/dpa/UWE ANSPACH)
Über ein Jahrzehnt lang prägt Nino Schurter den Mountainbike-Sport nun schon. An der Heim-WM in Lenzerheide kürte sich der 32-jährige Bündner vor über 24'000 begeisterten Zuschauern bereits zum siebten Mal zum Weltmeister. Reicht es dieses Mal zum Sieg an den Sports Awards? (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Beat Feuz gewann an den Olympischen Winterspielen in Südkorea Silber im Super-G und Bronze in der Abfahrt. Dazu sicherte sich der 31-jährige Emmentaler im Weltcup die kleine Kristallkugel in der Disziplin Abfahrt. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Skifferin Jeannine Gmelin war bis auf eine Ausnahme auch 2018 im Einer das Mass aller Dinge. Die 28-Jährige aus Uster blieb im Weltcup ungeschlagen und sicherte sich damit erstmals den Gewinn des Gesamtweltcups. Danach gewann Gmelin auch noch EM-Gold und WM-Silber. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
In ihrer bislang erfolgreichsten Weltcup-Saison schaffte die einstige Slalom-Spezialistin auch im Speed-Bereich den Durchbruch. Gleich siebenmal fuhr Michelle Gisin im vergangenen Winter in den Disziplinen Abfahrt und Super-G in die Top 5. Die Krönung folgte mit Olympia-Gold in der Kombination. (Bild: KEYSTONE/AP/GABRIELE FACCIOTTI)
Wendy Holdener kehrte mit einem kompletten Medaillensatz von den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach Hause. Neben Silber im Slalom gewann die 25-jährige Schwyzerin auch noch Bronze in der Kombination sowie Gold im Team-Wettkampf. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
Am 10. August schrieb Hürdenläuferin Lea Sprunger Schweizer Leichtathletik-Geschichte. Mit dem Sieg in ihrer Kerndisziplin 400 m Hürden kürte sich die 28-jährige Waadtländerin in Berlin mit europäischer Saisonbestleistung zur ersten Europameisterin aus der Schweiz. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Daniela Ryf schaut erneut auf eine überragende Saison zurück. Die Schweizer Sportlerin des Jahres 2015 dominierte die Triathlon-Konkurrenz in der Mittel- und Langdistanz praktisch nach Belieben. Im Oktober gewann die 31-jährige Solothurnerin zum vierten Mal in Folge die Ironman-WM auf Hawaii. (Bild: KEYSTONE/EPA/BRUCE OMORI)
Mit drei 4. Rängen war Mujinga Kambundji an der EM in Berlin trotz starker Leistungen über 100 m, 200 m und mit der 4 x 100-m-Frauenstaffel schlecht belohnt. Trotzdem war 2018 leistungsmässig ihre bislang beste Saison. Über 100 m drückte die Bernerin den Schweizer Rekord unter elf Sekunden. (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Roger Federer nach dem Gewinn seines 20. Grand-Slam-Titels am Australian Open. Der 37-jährige Basler, seit diesem Jahr die älteste Weltnummer 1 im Männertennis, hat die Wahl zum Schweizer Sportler bereits sieben Mal für sich entschieden. (Bild: KEYSTONE/AP/DITA ALANGKARA)
Mit dem Gewinn seiner insgesamt vierten Olympia-Goldmedaille schloss Dario Cologna in der ewigen Bestenliste zu Simon Ammann auf und avancierte dergestalt zum erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken aller Zeiten. Der 32-jährige Münstertaler war 2013 Schweizer Sportler des Jahres. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Wendy Holdener, die Schweizer Sportlerin des Jahres 2017, gehört auch in diesem Jahr wieder zu den sechs Nominierten. (Bild: KEYSTONE/PPR/MANUEL LOPEZ)
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Fünf Olympia-Helden unter den zwölf Nominierten

Neben zahlreichen Medaillengewinnern der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang stehen an den diesjährigen Wahlen Welt- und Europameister, Grand-Slam-Sieger sowie weitere Champions, die in ihren Sportarten aussergewöhnliche Leistungen erbracht haben, zur Auswahl.

Unter ihnen befindet sich auch Mountainbiker Nino Schurter. Der Bündner gewann in der abgelaufenen Saison zum sechsten Mal den Weltcup und krönte seine starke Saison an der Heim-WM in Lenzerheide mit dem siebten WM-Titel. Der Olympiasieger von 2016 prägt die Cross-Country-Szene seit bald zehn Jahren und gehört deshalb an der alljährlich stattfindenden Sportgala zu den Stammgästen. Mit einer Ausnahme (2010) war Schurter seit 2008 immer unter den Nominierten für die Wahl zum Sportler des Jahres. Zum Sieg gereicht hat es ihm aber nie.

Handballer Andy Schmid als einziger Mannschaftssportler

Zuletzt stand ihm Zeitfahr-Olympiasieger Fabian Cancellara und im vergangenen Jahr Roger Federer vor der Sonne. Federer holte den Award schon sieben Mal und ist damit Rekordsieger. Der Superstar der Tennisszene kann sich auch heuer wieder gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. Mit seinem 20. Grand-Slam-Titel am Australian Open sowie der Rückeroberung der Weltranglistenspitze und dem damit verbundenen Rekord für die älteste Nummer 1 der Tennisgeschichte liefert der Baselbieter starke Argumente.

Mit Dario Cologna (Sportler des Jahres 2013) befindet sich ein weiterer ehemaliger Preisträger unter den sechs nominierten Männern. Der Langläufer aus dem Münstertal schloss im Februar mit dem Gewinn seiner insgesamt vierten Olympia-Goldmedaille in der ewigen Bestenliste zu Simon Ammann auf und avancierte zum erfolgreichsten Schweizer Winter-Olympioniken aller Zeiten. Auch Beat Feuz (Silber im Super-G und Bronze in der Abfahrt) und Ramon Zenhäusern (Silber im Slalom und Gold im Teamwettkampf) kehrten mit olympischen Medaillen aus Südkorea zurück. Das Feld komplettiert der Luzerner Spitzen-Handballer Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen), der einzige Mannschaftssportler unter den Nominierten.

Kann Wendy Holdener nachdoppeln?

Mit Vorjahressiegerin Wendy Holdener und Daniela Ryf stehen auch bei den Frauen zwei frühere Preisträgerinnen zur Auswahl. Holdener bringt mit einem kompletten Medaillensatz von den Olympischen Spielen in Südkorea ebenso gewichtige Argumente für einen neuerlichen Sieg mit wie Triathletin Ryf, die Sportlerin des Jahres 2015, die im Oktober zum vierten Mal in Folge die Ironman-WM auf Hawaii gewann und das Jahr ungeschlagen beendete. Herausgefordert wird das Duo von der Kombinations-Olympiasiegerin Michelle Gisin, deren ältere Schwester Dominique 2014 als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet wurde, den beiden Europameisterinnen Lea Sprunger (Leichtathletik) und Jeannine Gmelin (Rudern) sowie Mujinga Kambundji, der schnellsten Sprinterin der Schweiz.

Vier weitere Awards

Insgesamt werden in der TV-Show sechs Awards vergeben. Als Team des Jahres nominiert sind die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft (WM-Silber), das alpine Ski-Team (Olympia-Gold) und der Schweizer Fussball-Meister BSC Young Boys. Deren Meistercoach Adi Hütter steht zusammen mit den beiden Nationaltrainern Patrick Fischer (Eishockey) und Bruno Diethelm (Mountainbike) in der Kategorie Trainer des Jahres zur Auswahl.

In der Kategorie Behindertensportler des Jahres wird Seriensieger Marcel Hug von Théo Gmür und Manuela Schär herausgefordert. In der Sparte Newcomer des Jahres fällt die Wahl entweder auf den Schwimmer Jérémy Desplanches, den Radsportler Marc Hirschi oder den Leichtathlet Julien Wanders.

Lo & Leduc spannen mit Hoarau zusammen

Die von Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber moderierte Gala ist ab 20.10 Uhr auf SRF 1, RTS Deux und RSI LA 2 zu sehen. Musikalisch umrahmt werden die Sports Awards vom englischen Pop-Star James Blunt, der Pop-Folkband Wintershome aus Zermatt sowie den Berner Mundartmusikern Lo & Leduc, die für einmal gemeinsam mit YB-Stürmer Guillaume Hoarau auftreten werden.

Credit Suisse Sports Awards 2018. Die Nominierten. Sportler des Jahres: Dario Cologna (Langlauf), Roger Federer (Tennis), Beat Feuz (Ski alpin), Andy Schmid (Handball), Nino Schurter (Mountainbike), Ramon Zenhäusern (Ski alpin). - Sportlerin des Jahres: Michelle Gisin (Ski alpin), Jeannine Gmelin (Rudern), Wendy Holdener (Ski alpin), Mujinga Kambundji (Leichtathletik), Daniela Ryf (Triathlon), Lea Sprunger (Leichtathletik).

Behindertensportler des Jahres: Théo Gmür (Ski alpin), Marcel Hug (Rollstuhl-Leichtathletik), Manuela Schär (Rollstuhl-Leichtathletik). - Newcomer des Jahres: Jérémy Desplanches (Schwimmen), Marc Hirschi (Rad Strasse), Julien Wanders (Leichtathletik). - Trainer des Jahres: Bruno Diethelm (Mountainbike), Patrick Fischer (Eishockey), Adi Hütter (Fussball). - Team des Jahres: BSC Young Boys (Fussball), Nationalteam Männer (Eishockey), Team Schweiz (Ski alpin). -

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