SQUASH: Ein Format für vier Freunde

Mit dem Swiss Team Cup lanciert der Verband einen neuen Wettkampf für Mixed-Teams. Am Wochenende wird der erste Sieger erkoren. Schafft Kriens die Premiere?

Stefan Kleiser
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Erster Gewinner des Swiss Team Cups? Für den Krienser Patrick (Bild: Stefan Kleiser)

Erster Gewinner des Swiss Team Cups? Für den Krienser Patrick (Bild: Stefan Kleiser)

Schreiben die Krienser Squasher Geschichte? Am 17. und 18. Dezember wird in Ohringen bei Winterthur zum ersten Mal der Swiss Team Cup ausgetragen. Es handelt sich um einen neuen Wettbewerb mit Teams, die sich aus drei Männern und einer Frau zusammensetzen. Die Krienser haben gute Aussichten, erster Team-Cup-Sieger überhaupt zu werden, bestreiten doch sowohl die Frauen als auch die Männer die Meisterschaft in der NLA.

«Es wäre schön, wenn wir gewinnen würden», sagt Patrick Miescher, der Bestklassierte der Krienser Auswahl. «Für mich ist es ehrlich gesagt aber ein Spass-Event.» Für Kriens treten deshalb auch nicht die vier besten Männer und Frauen aus dem Verein an – sondern vier Freunde. «Wir unternehmen auch ausserhalb von Squash viel zusammen», erklärt Miescher. «Der Swiss Team Cup ist cool für Squash, das sonst eine Einzelsportart ist.» In der Mannschaftsmeisterschaft gebe es zwar auch ein Teamgefühl, sagt Miescher, aber man wähle halt nicht, mit wem man spiele. Das macht der Club.

Generationenwechsel bei den Frauen

Der Swiss Team Cup ist ein Versuchsballon. Im Frühjahr dachte der Verband darüber nach, die Mannschaftsmeisterschaften der Frauen und Männer zu verschmelzen. «Eigentlich wollten wir es umgekehrt machen», erklärt Beatrice Walser, Frauen-Verantwortliche von Swiss Squash: «Eine gemischte Nationalliga A und an einem Wochenende ein Turnier mit Teams wie bisher.» Eine gemischte höchste Liga, das fanden die Krienser zwar eine gute Idee. Aber nicht alle anderen Vereine. Und auch nicht die besten Frauen. Also wurde das Projekt aufgegeben.

Dabei sollten gerade die Squasherinnen mit der Neuerung mehr Beachtung erhalten. «Bisher gaben die Clubs ja eher viel Geld aus für die Männer-Teams», weiss Miescher. Nun wurde statt einer Mixed-NLA der Swiss Team Cup geschaffen. Für die erste Austragung haben sich sieben Formationen aus fünf Clubs eingeschrieben. Wie man den Frauenbereich aufwerten und mehr Frauen in die Courts locken könnte, bleibt dagegen weiter unklar. «Leider haben wir keine Ideen», gesteht Beatrice Walser.

Immerhin: An der nationalen Spitze geschieht ein Generationenwechsel. Mit Cindy Merlo hat eine 18-Jährige die Führung im Schweizer Ranking übernommen. Sie hat auch eine Lizenz auf der Profi-Tour gelöst – genauso wie Céline Walser, Nadia Pfister und Marija Shpakova, die alle ebenfalls nicht älter als 21 sind. Und in Kriens sind mit Ambre Allinckx und Sarah Lüdin zwei der vier NLA-Spielerinnen noch Teenager.

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch