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SQUASH: Hubers eindrückliche Rückkehr

Gaby Huber gewinnt ihren achten Meistertitel. Die 36-Jährige aus Sachseln besiegte im Duell der Generationen Cindy Merlo. Und vergiesst danach Tränen.
Stefan Kleiser
Wieder ganz oben: die Sachslerin Gaby Huber nach dem gewonnenen Finalspiel gegen Cindy Merlo. (Bild: Stefan Kleiser (Kriens, 23. April 2017))

Wieder ganz oben: die Sachslerin Gaby Huber nach dem gewonnenen Finalspiel gegen Cindy Merlo. (Bild: Stefan Kleiser (Kriens, 23. April 2017))

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Im November 2015 verletzte sich Gaby Huber am Knie. Die Squasherin aus Sachseln musste über ein Jahr pausieren. Erst seit dem Januar bestreitet sie wieder Wettkämpfe – und steht erneut ganz oben in der Hierarchie. Am Sonntag wurde sie – 2015 entthront und 2016 zum Zuschauen verurteilt – in Kriens Schweizer Meisterin. Zum achten Mal. Danach konnte sie die Tränen der Freude nicht zurückhalten. «Es war ein langer Weg, nur schon zurück in den Court», erzählt sie. «All die Monate, die sich das hinzog. Die Last fiel von mir ab.»

Wie hat es denn die Sachslerin geschafft, wieder so gut zu sein wie vor der Verletzung? «Mit Arbeit», antwortet die 36-Jährige. Eine vorbildliche Schafferin war sie immer. Und das Gewinnen ist sie gewohnt. Von klein auf räumte die Juniorin aus Langnau am Albis ab. Acht Mal gewann Huber an den Junioren-SM die Goldmedaille. Sie besuchte die Kunst- und Sportklasse im Gymnasium in Zürich und war bald auch bei den Frauen die Beste. 2009 wurde sie Profi-Squasherin und rückte im World Ranking bis auf Position 30 vor. So weit wie bisher noch keine andere Schweizerin.

Nach Problemen mit der Achillessehne trat Gaby Huber aber Ende 2013 von der Profi-Tour zurück. Doch der Ehrgeiz ist geblieben. Hätte sie nicht gewusst, dass sie mit den nachgerückten jungen Squasherinnen mithalten kann, sie wäre nicht in den Court zurückgekehrt. In Kriens besiegte sie am Freitag die Krienserin Ambre Allinckx, die Nummer 1 der U17-Europa-Rangliste. Am Samstag blieb Nadine Frey (Fricktal) chancenlos. Und im Endspiel bezwang Huber im Duell der Generationen die Pfäffikerin Cindy Merlo, die zuvor die Titelverteidigerin Céline Walser in vier Sätzen entthront hatte.

Das Endspiel begann jedoch mit einem Satzverlust. «Es ging mir zu schnell», gesteht Gaby Huber. Die Gegnerin drehte sich ununterbrochen, spielte übers Eck und cross, nahm die Volleys früh, spielte den Ball kaum nach hinten. «Ich dachte, das ist jetzt eine Spielerin, die weiss, wie man gegen mich spielen muss.» Sie habe im zweiten Satz versucht, aktiver zu werden, «und ich hoffte, dass Cindy ein paar Fehler machen würde». Merlo machte sie, die weiteren drei Durchgänge gingen alle an Huber, der vierte in der Verlängerung mit 14:12.

Nicht mehr am Nachdenken

Dann überkamen die Siegerin die Emotionen wie nie zuvor. Es war eben kein normaler Sieg, sondern ein Sieg über sich selbst und über die Verletzung. «Anfangs habe ich jeden Schritt bewusst gemacht. Und schnelle Bewegungen getraute ich mich gar nicht zu machen», erinnert sich Huber an den Herbst, als sie das Training wieder aufnahm. «Jetzt studiere ich nicht mehr, sondern spiele einfach.» So wie früher. Es war auch ein Erfolg über die neue Generation von Squasherinnen, die wie einst Gaby Huber ebenfalls auf der Tour der Professionals spielt oder dies zumindest plant.

Sie sei froh, es noch einmal geschafft zu haben, den Titel zu gewinnen, sagt Huber. «Aber es wird immer schwieriger.» Diese Woche stellt sich die 36-Jährige auch dem internationalen Vergleich: Als Leaderin versucht sie mit der Schweiz an der Team-EM in die erste Division aufzusteigen. Und Mitte Mai startet sie am Krienser Sekisui Open. Sie darf dort in der Qualifikation als «local playerin» starten. «Wenn ich so spielen kann wie an der Schweizer Meisterschaft, dann wird es Freude machen.»

Einzel-SM in Kriens

Männer. Final: Nicolas Müller (Sihltal/1) s. Dimitri Steinmann (Sihltal/2) 11:5, 11:7, 11:9. – Um Rang 3: Patrick Miescher (Kriens/3) s. Benjamin Fischer (Kriens/4) 11:7, 9:11, 11:8, 11:3. – Um Rang 5: Robin Gadola (Uster/6) s. Roman Allinckx (Kriens/8) 7:11, 11:6, 11:9, 11:2. – Um Rang 7: Cédric Kuchen (Kriens/10) s. Luca Wilhelmi (Grabs/5) w. o.

Frauen. Final: Gaby Huber (Winterthur/2) s. Cindy Merlo (GC/1) 8:11, 11:8, 11:6, 14:12. – Um Rang 3: Céline Walser (Liestal/4) s. Nadine Frey (Fricktal/6) 11:4, 11:7, 11:5. – Um Rang 5: Ambre Allinckx (Kriens/7) s. Marija Shpakova (Swissair/5) 11:8, 11:9, 11:6. – Um Rang 7: Nadia Pfister (Fricktal/3) s. Agapi Kazamia (Kriens/9) 11:8, 11:3, 11:9.

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