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SQUASH: Jetzt müssen es die Juniorinnen richten

«Wir spielten bisher keine gute Saison», sagt Agapi Kazamia, Captain des Krienser NLA-Frauen-Teams. Nun lässt auch noch die Spitzenspielerin Anne Serme die Rückrunde aus Studiengründen aus. Die Qualifikation für die Playoffs ist in Gefahr.
Stefan Kleiser
Fehlt den Krienserinnen in der Rückrunde: die 26-jährige Tschechin Anne Serme.Bild: Stefan Kleiser (Bild: Stefan Kleiser)

Fehlt den Krienserinnen in der Rückrunde: die 26-jährige Tschechin Anne Serme.Bild: Stefan Kleiser (Bild: Stefan Kleiser)

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Es ist jene Partie, mit der die Krienserinnen die laufende NLA-Saison noch retten können. Gewinnen sie am kommenden Montagabend das Spiel auswärts in Frick, bringen sie sich im Kampf um einen Playoff-Platz in eine aussichtsreiche Position. Doch bei einer Niederlage werden sie die Entscheidungsspiele der besten vier Teams um die Vergabe des Meistertitels mit grösster Wahrscheinlichkeit verpassen. Zur Erinnerung: Die Qualifikation 2017 hatten die Luzernerinnen noch auf Rang eins beendet.

«Wir hatten bisher keine gute Saison», urteilt Teamcaptain Agapi Kazamia. In drei der sechs Begegnungen musste auf Position drei eine Spielerin aus der NLB aushelfen. Zum einen, weil sich Sarah Lüdin kurz vor Saisonbeginn verletzte, zum anderen, weil die Tschechin Anna Serme nur für zwei Partien der Vorrunde verfügbar war. Und für die Rückrunde hat sich die Spitzenspielerin, die in der Weltrangliste auf Platz 82 geführt wird, sogar ganz abgemeldet.

Sie sei im letzten halben Jahr ihres Studiums an der Universität (English Culture and Civilisation) in Paris und habe dieses Semester freitags immer Kurse bis 15 Uhr, begründet Anna Serme die Absage. «Das heisst konkret, ich schaffe es am Abend nicht rechtzeitig zu den Heimspielen.» Auch ihre internationalen Einsätze hat die 26-Jährige reduziert. Immerhin habe sie noch ein paar Tage Ferien, was es ihr ermögliche, am ersten März-Wochenende die tschechischen Meisterschaften zu bestreiten.

Nach dem Ende ihres Studiums will es Anna Serme aber wieder wissen. «Ich möchte dann 100 Prozent auf den Squashsport setzen», blickt die Tschechin in die Zukunft. «Es ist anspruchsvoll, Squash und Studium zu kombinieren. Ich kann im Moment nicht so viel im Court stehen, wie ich das gerne möchte. Trotzdem konnte ich ein anständiges Niveau halten, was für die Zukunft doch ermutigend ist. Ich will sehen, wie weit ich im Weltranking nach vorne kommen kann, wenn ich mich ganz auf den Squashsport konzentriere.»

Unerwarteter Sieg gegen Uster

In dieser Saison wolle sie nach zwei Finalteilnahmen endlich tschechische Meisterin werden, ein Ziel sei auch der Gewinn eines ersten Weltranglistenturniers – ebenfalls nach zwei verlorenen Endspielen. Nächste Saison will Anna Serme zudem unter die besten 70 Spielerinnen der Welt vorrücken. Ihre bisher beste Platzierung: Rang 78 im April und im September 2017. Und: «Wenn Kriens interessiert ist, werde ich wieder für das Luzerner Team spielen.»

Doch diese Saison müssen es die Juniorinnen Ambre Allinckx, Sarah Lüdin und Agapi Kazamia alleine richten. «Anna Serme hat schon vor einem Jahr angekündigt, dass es in ihrem letzten Studienjahr schwierig werden wird, in der Interclub-Meisterschaft mitzuspielen», erinnert sich Kazamia. Im Dezember kam dann Sermes Absage für die zweite Saisonhälfte. «Leider haben wir keine Option, noch eine andere Spitzenspielerin zu organisieren», sagt Kazamia. An allfälligen Playoff-Spielen könnte Serme ebenfalls nicht teilnehmen, da sie nicht wie vorgeschrieben mindestens vier Partien der Qualifikation gespielt haben wird.

Zuletzt gelang den Krienserinnen jedoch am 9. Februar ein 3:0 über das zweitplatzierte Uster. «Völlig unerwartet», gesteht Agapi Kazamia. An Position eins bezwang die 15-jährige Ambre Allinckx die langjährige Nationalspielerin Fabienne Oppliger in drei Sätzen. Und die 18-jährige Sarah Lüdin besiegte die sechsfache Schweizer Meisterin Martina Pössl. Doch gegen Fricktal wird das Siegen wohl noch schwieriger: Die Gegnerinnen haben sich für die Rückrunde mit Cindy Merlo, der Nummer eins in Europa, verstärkt.

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