SQUASH: Krienser stehen unter Druck

Das Männer-Team aus Kriens, 2016 Schweizer Vizemeister, droht nach der Niederlage in Vaduz die Playoffs der Nationalliga A zu verpassen. Nun muss es am Donnerstag den Leader bezwingen.

Drucken
Teilen
Der einzige Krienser Sieger in Vaduz: Der 25-Jährige Lukas Burkhart siegte gegen Roger Baumann. (Bild: Stefan Kleiser (Vaduz, 2. März 2017))

Der einzige Krienser Sieger in Vaduz: Der 25-Jährige Lukas Burkhart siegte gegen Roger Baumann. (Bild: Stefan Kleiser (Vaduz, 2. März 2017))

«Es wäre für uns wichtig gewesen, einen Punkt mitzunehmen», meinte Lukas Burkhart nach der Niederlage im liechtensteinischen Vaduz. «Und es wäre dringelegen.» Am Ende war der 25-Jährige aber der Einzige des Quartetts aus dem Team Pilatus Kriens, der sein Einzel gewann. Auf Position drei hat Burkhart erst ein Spiel verloren – am Montag letzter Woche gegen den früheren Professional John Williams, der einst Platz 15 im World-Ranking belegte.

Zwar gewannen Patrick Miescher, Benjamin Fischer und Livio Catenazzi am Donnerstag in Vaduz ebenfalls einen oder zwei Sätze. Aber nicht drei. Also setzte es das zweite 1:3 in Folge ab. Die Krienser sind damit drei Runden vor Ende der Qualifikation auf den fünften Platz gerutscht. Und nur vier Teams dürfen am 31. März und 1. April in Uster an den Playoffs um den Meistertitel teilnehmen.

Die ganze Saison ohne die Nummer eins

Das Problem dieser Saison: Reiko Peter, nach zwei Saisons bei GC in seinen Stammverein zurückgekehrt und als Nummer eins vorgesehen, stand nur drei Mal in der NLA im Court. Es werden auch nur drei Einsätze bleiben. «Da ich mich am Anfang Februar an der rechten Hüfte operieren liess, muss ich noch länger pausieren», erklärt der 27-Jährige. «Ich mache in der Zwischenzeit Zivildienst bei der Stiftung Brändi in Willisau.»

Die Rehabilitation schreite gut voran, die Ärzte und Physiotherapeuten seien zufrieden, und er könne schon wieder mit ein wenig Beinarbeit beginnen, berichtet Peter. Am 3. April ist jedoch noch die Operation an der linken Hüfte vorgesehen. Die Saison ist für den siebenfachen Finalisten der Schweizer Einzel-Meisterschaft also gelaufen. Und ohne die frühere Nummer 66 der Weltrangliste ist Pilatus auf den Positionen eins und vier zu wenig gut besetzt.

Auch Fischer meldet sich von der Profi-Tour ab

Zwar hat Patrick Miescher fast die Hälfte der Spitzeneinzel gewonnen. Doch gegen die vier Konkurrenten um einen Playoff-Platz blieb er erfolglos – und Kriens unterlag in fünf der bisher sechs gespielten Partien. «Entweder sind die Gegner auf Position eins nicht so gut, oder sie sind sehr sehr gut», sagt Miescher. In Vaduz gegen Jens Schoor, die Nummer 82 der Welt, unterlag er in vier Sätzen. «Einen ganzen Match durchzuziehen, das habe ich diese Saison zu wenig geschafft.» Weil er seit dem August keine internationalen Turniere mehr spielte?

Auch Benjamin Fischer hat sich von der Profi-Tour zurückgezogen. «Letzte Saison habe ich gemerkt, dass es mir genügte.» Er habe keine Lust mehr gehabt, zweimal am Tag zu trainieren. Also steht der 29-Jährige heuer seltener im Court. Trotzdem ärgerte ihn das 1:3 gegen den Vaduzer Routinier Davide Bianchetti. «Ich war körperlich am Limit. Aber er auch. Ich habe im Kopf verloren.» Nach der Niederlage im Ländle dürfen die Pilatus-Squasher nun nicht auch noch das Heimspiel von Donnerstag gegen Tabellenführer Grabs verlieren. Sonst ist die Begegnung auswärts bei Sihltal schon das Match der letzten Chance.

 

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch