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SQUASH: Mühselige Rückkehr in die Weltspitze

Ein Jahr lang musste Reiko Peter pausieren. Seit November ist der Luzerner zurück auf der Profi-Tour.
Reiko Peter (rechts) im Spiel gegen Adrian Waller. (Bild: Stefan Keiser)

Reiko Peter (rechts) im Spiel gegen Adrian Waller. (Bild: Stefan Keiser)

Anfang 2014 machte Reiko Peter Squash zum Beruf. Zwölf Monate später gewann der Luzerner sein erstes Turnier auf der Tour der Professionals – und beendete 2015 noch drei weitere Events als Sieger. Im Januar 2016 war er ­ die Nummer 66 der Welt. Dann der Rückschlag: Andauernde Schmerzen machten zwei Hüftoperationen nötig – und eine lange Pause. Es war ein Schritt zurück fast ganz an den Anfang.

Als Reiko Peter im letzten September wieder im Court stand, wurde er im World Ranking nur noch auf Position 514 geführt. An den ersten zwei Turnieren im November spielte sich der 28-Jährige zwar in den Final. Aber es ging nicht gleich erfolgreich weiter. Die Enttäuschung darüber hielt sich in Grenzen. «Ich blieb realistisch», erinnert sich der siebenmalige Zweitplatzierte der Schweizer Meisterschaften. «Ich wusste, dass ich meinem Körper Zeit geben muss.»

Die Kraft wieder da, die Schnelligkeit noch nicht

Die Erkenntnis drei Monate nach der Rückkehr auf die Tour: «Die Konstanz ist noch nicht da. Und ich muss meinen Körper so weit bringen, dass es nicht diese kleinen Wehwehchen gibt.» Am ersten Turnier plagten ihn Wadenkrämpfe – bereits im zweiten Satz. «Das ist mir noch nie passiert.» Am zweiten Turnier zog sich Peter nach zwei Schlägen via Seitenwand eine Verhärtung am Oberschenkel zu.

Er benötige noch zu viel Zeit, um umzuschalten, wenn der Gegner sein Spiel umstelle, werde er manchmal plötzlich zu kurz in den Schlägen, «und ich habe viele erste Sätze verloren». Seit Weihnachten ist die Kraft wieder da. Die Schnelligkeit noch nicht. Insgesamt habe er aber das Gefühl, «dass es langsam wieder gut kommt», sagt Peter. Tatsächlich gelang ihm vor zwei Wochen ein Sieg über Nick Sachvie, die Nummer 83 der Welt.

Seit letztem Montag weiss der Innerschweizer, wo er schon wieder steht: In der ersten Runde der Qualifikation des Zürcher Grasshopper-Cups mass er sich mit dem Engländer Adrian Waller, der Nummer 37 der Welt. «Gegen einen solchen Gegner anzutreten, ist immer eine tolle Erfahrung. Da sehe ich, was ich noch aufarbeiten muss und was ich schon gut mache.» 2014 und 2015 stand Peter dank einer Wild Card fix im Hauptfeld des GC-Cups. Vor drei Jahren durfte er gegen Simon Rösner antreten, die aktuelle Nummer 7 der Welt. «Ich war sehr zufrieden mit meiner Leistung. Aber ich konnte in den Sätzen nur bis zur Mitte mithalten, dann hat er mich überpowert.»

Einen Satz gewonnen – und vielleicht bald noch mehr

Gegen Adrian Waller lag mehr drin. «Mir wurde nach dem Spiel gesagt, er sei müde geworden. Ich hätte das Spiel länger machen sollen», analysiert Peter. «Aber ich wollte zu viel machen mit dem Ball.» Waller habe dann «mehr Öffnungen und mehr Kontrolle» bekommen, sagt Peter, der am Ende in vier Sätzen unterlag. Bis zum Saisonende folgen nun noch Starts in Moskau, am Krienser Sekisui-Open, an der Team-EM in Polen und in Südamerika, wo in Argentinien, Paraguay und Brasilien vier PSA-Turniere stattfinden. Richtig los geht es für Reiko Peter aber erst im Herbst. Nach einem Aufbau in der Zwischensaison. «Im Sommer kann ich viel körperlich trainieren.» Und danach wieder so gut spielen wie früher.

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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