St. Louis vermiest Brunner-Debüt

So hatte sich Damien Brunner (26) seine NHL-Premiere nicht vorgestellt. Mit den Detroit Red Wings musste sich der Ex-Zuger in St. Louis vorführen lassen. Das niederschmetternde Resultat: 0:6.

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Die Detroit Red Wings (in den rotweissen Shirts) gingen gegen die Saint Louis Blues unter. (Bild: Keystone)

Die Detroit Red Wings (in den rotweissen Shirts) gingen gegen die Saint Louis Blues unter. (Bild: Keystone)

Verteidiger Kyle Quincey (27) leitete das Unheil ein, indem er einen Pass von Cole falsch einschätzte – worauf Rookie Wladimir Tarasenko (22) einnetzte. Generell stahl der Russe Brunner die Show. Beide bestritten ihre erste NHL-Partie, aber während Brunner leer ausging, erzielte Tarasenko zwei Treffer und wurde zum besten Spieler gewählt.

Brunner kann sich damit trösten, immerhin nicht negativ aufgefallen zu sein. Was angesichts des kläglichen Auftritts der Red Wings bereits eine Leistung ist. In der 36. Minute bot sich ihm im Powerplay die beste Chance der Gäste – Blues-Goalie Jaroslaw Halak (27) war jedoch auf dem Posten. So beendete Brunner den Abend mit 18:51 Minuten Eiszeit (am drittmeisten aller Angreifer), drei Torschüssen und einer ausgeglichenen Bilanz. Die Harmonie im designierten Traumsturm mit Pawel Dazjuk (34) und EVZ-Compagnon Henrik Zetterberg (32) stimmte indes noch überhaupt nicht. Zetterberg spielte unterirdisch, verlor etliche Pucks und Dazjuk blieb unsichtbar. «Wir wurden von A bis Z dominiert», analysierte Detroits verärgerter Trainer Mike Babcock (49). Brunner, dem die Ehre zu Teil wurde, in der Startformation zu stehen,  sah es ähnlich, sagte: «Wir hatten keinen Stich. Dieses Spiel müssen wird ganz schnell vergessen und nach vorne schauen.»
Die erste Chance, Wiedergutmachung zu betreiben, bietet sich Brunner und Co. in der Nacht auf Dienstag in Columbus (00.30 Uhr Schweizer Zeit). Die Blue Jackets gewannen ihr Auftaktspiel in Nashville mit 3:2 nach Penaltyschiessen.

Assist für Diaz

Neben Damien Brunner standen beim gestrigen NHL-Saisonauftakt weitere Schweizer im Einsatz. Die besten Noten verdiente sich dabei Rafael Diaz (27). Der Verteidiger gab in der gehässig geführten Partie gegen Toronto (1:2) den entscheidenden Pass zum einzigen Tor für Montreal. Eine Niederlage setzte es derweil auch für Mark Streit (35) und Roman Josi (22) ab. Streits New York Islanders unterlagen Vorjahresfinalist New Jersey mit 1:2; Captain Streit stand bei beiden Gegentreffern auf dem Eis. Und Josi unterlag mit Nashville im Penaltyschiessen gegen Underdog Columbus. Der Berner schoss dabei drei Mal aufs Tor und erhielt mit 27:30 Minuten mit grossem Abstand am meisten Eiszeit aller Verteidiger. Ein «Schweizer» Sieg resultierte so einzig für Jonas Hiller (30) und Luca Sbisa (22). Das Duo siegte mit Anaheim gegen Vancouver gleich mit 7:3. Sven Bärtschi (20) und die Calgary Flames greifen erst heute ins Geschehen ein.

Nicola Berger, St. Louis

Hinweis:
NLZ-Journalist und Eishockey-Fachmann Nicola Berger verfolgt den Start der verkürzten NHL-Saison vor Ort in Nordamerika. Alle Artikel lesen Sie auf  www.luzernerzeitung.ch/nhl

Spiele aus der Nacht zum Sonntag:

New York Islanders (mit Streit) - New Jersey Devils 1:2. Montreal Canadiens (mit Diaz/1 Assist, ohne Weber) - Toronto Maple Leafs 1:2. Vancouver Canucks - Anaheim Ducks (mit Hiller/26 Paraden und Sbisa) 3:7. St. Louis Blues - Detroit Red Wings (mit Brunner) 6:0. Nashville Predators (mit Josi) - Columbus Blue Jackets 2:3 n.P. Minnesota Wild - Colorado Avalanche 4:2. Dallas Stars - Phoenix Coyotes 4:3. Tampa Bay Lightning - Washington Capitals 6:3. Florida Panthers - Carolina Hurricanes 5:1. Los Angeles Kings - Chicago Blackhawks 2:5. Ottawa Senators - Winnipeg Jets 1:4. Boston Bruins - New York Rangers 3:1. Philadelphia Flyers - Pittsburgh Penguins 1:3.