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Aussenseiter Fortitudo Gossau
bringt Favorit St. Otmar ins Schwitzen

St. Otmar gewinnt in der Handball-NLA gegen Fortitudo Gossau knapp mit 28:27 (15:10). Dank des glücklichen Sieges behauptet sich St. Otmar in der Spitzengruppe.
Sarina Bischoff
Fortitudos Lucius Graf (rechts) versucht, sich durchzusetzen. (Bild: Ralph Ribi)

Fortitudos Lucius Graf (rechts) versucht, sich durchzusetzen. (Bild: Ralph Ribi)

Das wohl einzige St. Galler NLA-Derby der Saison stand unter klaren Vorzeichen. St. Otmar befindet sich unter den besten Mannschaften der Liga, und Gossau muss mit dem letzten Tabellenplatz vorliebnehmen. Diese deutliche Ausgangslage spiegelte sich aber nicht im Resultat. Fortitudo Gossau unterlag mit lediglich einem Treffer 27:28. Die Fürstenländer hatten in den letzten zwölf Sekunden gar noch die Chance auf den Ausgleich.

Zuvor konnte St. Otmar nicht reüssieren und musste den Ball nach einem Zeitspiel abgeben. Dies, nachdem den Gossauern 25 Sekunden vor Schluss durch Benjamin Zehner der Anschlusstreffer zum 27:28 gelungen war. Dano Waldburger sagte:

«Am Ende fehlte uns das Quäntchen Glück zum Punktgewinn, obwohl wir die beste Leistung der Saison gezeigt haben.»

So knapp wie es das Endresultat vermuten lässt, war aber nicht die ganze Partie. Die Derby-Stimmung, die in der Halle am Ende aufkam, war in den ersten 50 Minuten kaum zu spüren. St. Otmar trat selbstsicher auf. Von Emotionen, die in einem Derby zu erwarten waren, war nichts zu sehen. Auf der anderen Seite startete Fortitudo mit viel Wille und Emotionen. «Man hat gemerkt, dass es ein spezielles Spiel war. Wir haben uns in der Garderobe mehr gepusht als normalerweise», sagte Waldburger.

Unterdurchschnittliche Abwehrleistung St. Otmars

So hielt Gossau bis zur 17. Minute und dem 7:7 mit dem Favoriten Schritt und konnte auch ab und zu ein Tor vorlegen. Aus einer aggressiven Verteidigung heraus zwang es St. Otmar zu Einzelleistungen aus dem Rückraum. Diese schloss insbesondere Andrija Pendic mehrfach erfolgreich ab. Auf der anderen Seite zeigte sich Samuel Weingartner als guter Schütze. Er erzielte in der ersten Halbzeit sieben der zehn Gossauer Treffer mit Würfen aus dem Rückraum. Die Stadtsanktgaller machten es ihm aber auch nicht allzu schwer, zeigte deren Abwehr doch eine unterdurchschnittliche Leistung. Dazu gesellten sich auch die beiden Torhüter Aurel Bringolf und Jonas Kindler, die in den ersten 30 Minuten zusammen nur drei Paraden zeigten.

Nichtsdestotrotz baute St. Otmar in der Folge seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Es war zu sehen, dass die Favoriten nicht ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen brauchten. «Wir hatten das Spiel im Griff und eine solide Leistung gezeigt», sagte Pendic. Es reichte seiner Mannschaft, einfach, mit den Fürstenländern mitzuhalten, denn diese verfügten nicht über die Mittel, sich bis zur Pause noch zu steigern. So mussten sie die Gäste ziehen lassen, als sie im Angriff ineffizienter und inkonsequenter wurden.

St. Otmar wirkt teilweise lustlos

Nach dem Seitenwechsel konnte Fortitudo den Rückstand in Grenzen halten. Es steigerte sich, während St. Otmar auf dem gleichen Niveau weiterspielte. Die Stadtsanktgaller wirkten teilweise gar lustlos. Das Heimteam hingegen kämpfte aufopfernd, und plötzlich lag die Überraschung in der Luft. Dank der taktischen Massnahme des siebten Feldspielers konnten die Gossauer im Angriff wieder auf mehr Varianten zurückgreifen, was sich auszahlte. Waldburger: «Es ist immer eine Risikotaktik, aber wir haben sie trotz wenig Training gut gespielt.» Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können, und das Zittern der Akteure war bei den vergebenen Möglichkeiten zu sehen. Pendic sprach von zehn schlechten Minuten bei einer ansonsten soliden Leistung. Allerdings sind es die Gossauer, die aus der Leistung von gestern positive Schlüsse ziehen können.

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