STADTLAUF: Eine wahre Erfolgsstory

Laufend etwas Gutes tun – das passiert beim Luzerner Stadtlauf seit genau 10 Jahren.

Jörg Lüscher
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War vor 10 Jahren der Initiant des Solidaritätslaufes am Luzerner Stadtlauf: OK-Präsident Erwin Bachmann (Zweiter von rechts). Bild Nadia Schärli

War vor 10 Jahren der Initiant des Solidaritätslaufes am Luzerner Stadtlauf: OK-Präsident Erwin Bachmann (Zweiter von rechts). Bild Nadia Schärli

Ohne Solidaritätslauf würde dem Stadtlauf die gute Seele fehlen. Die Idee, diesen sportlichen Grossanlass mit einem gemeinnützigen Zweck zu verknüpfen, hatte der OK-Präsident Erwin Bachmann vor 10 Jahren: «Ich wollte damit unsere prominente Gästeschar auf lockere Art zum sportlichen Mittun animieren.» Daraus sei die Idee «laufend etwas Gutes tun» entstanden.

200 000 Franken verteilt

Das Konzept dabei ist so einfach wie erfolgreich: Vom sportlichen Aspekt aus gesehen, stellt die Laufstrecke über 700 Meter grundsätzlich kein Problem dar. Zudem wird ohne Rangierung und Zeitmessung gelaufen. Das Startgeld von 100 Franken kommt vollumfänglich einer sozialen Institution der Zentralschweiz zugute, dieses Jahr der Vereinigung Insieme. Die Möglichkeit, sich auf sympathisch-sportliche Weise mit Menschen zu solidarisieren, die nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens stehen, animierte in den letzten Jahren immer zwischen 130 und 260 Personen zum Mitmachen. Dabei ist eine ganz schöne Summe zusammengekommen: «Mit der diesjährigen 10. Ausgabe unseres Solidaritätslaufes dürften es rund 200 000 Franken sein, die einem guten Zweck zugutegekommen sind beziehungsweise zugutekommen werden», ist Erwin Bachmann stolz.

Auch wenn sich die vergangenen Startlisten des Solidaritätslaufes wie Promi-Listen lesen lassen, ist doch der Lauf für jedermann offen. Der OK-Präsident dazu: «Wir schätzen uns sehr glücklich, dass so viele Persönlichkeiten aus unserer Region an diesem Lauf im Lauf mitmachen und dabei mit einem schönen Batzen eine soziale Institution unterstützen. Grundsätzlich sind natürlich alle Teilnehmenden, ob bekannt oder nicht bekannt, herzlich willkommen. Das Startfeld kann nicht gross genug sein.»

Prisca Birrer-Heimo: «Ist mir eine grosse Ehre»

Es ist eine schöne Tradition, dass der Solidaritätslauf immer durch eine Ehrenperson gestartet wird (siehe Box unten). Dieses Jahr wird das Teilnehmerfeld von der Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo ins Rennen geschickt. Die SP-Politikerin aus Rothenburg, zu deren Hobbys Wandern, Velofahren und Langlaufen zählen, freut sich auf dieses Engagement ganz besonders: «Ich habe sehr gerne zugesagt, erstens sind gemeinnützige Institutionen wie Insieme für unsere Gesellschaft von enormer Bedeutung und Wichtigkeit, und zweitens ist der Luzerner Stadtlauf Sportveranstaltung und Volksfest zugleich mit einer Ausstrahlung weit über unsere Kantonsgrenze hinaus. Dass ich mich hier einbringen darf, ist mir eine grosse Ehre.»

Startgeld geht an Insieme

Insieme Luzern ist eine Institution, die Freizeit- und Ferienangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung anbietet. Die Non-Profit-Gesellschaft ist 1963, also vor 50 Jahren, gegründet worden.

Spenden, ohne zu laufen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Solidaritätslaufes unterstützen Insieme mit ihrem Startgeld von 100 Franken. Man kann auch spenden, ohne zu laufen, ganz einfach Werbung im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis für diese Aktion machen und so die Leute zum Teilnehmen motivieren.

Insieme Luzern, Weggismattstrasse 23, 6004 Luzern; Tel. 041 429 31 62; info@insieme-luzern.ch
Für Spenden: PC-Konto 60-20768-7

Solidaritätslauf: Ehrenstarterliste seit 2004

Jahr Begünstigte Institution Erlös Ehrenstarter/in
2004 Weihnachtsaktion der Neuen LZ 13 500.– Bianca Sissing, Miss Schweiz
2005 Stiftung für Schwerbehinderte Luzern 14 500.– Yvonne Schärli, Regierungsrätin
2006 Stiftung Bürozentrum Luzern 13 800.– Ursula Stämmer, Stadträtin
2007 Drogen Forum Innerschweiz 27 500.– Fabienne Louves, Musicstar
2008 Solidaritätsfonds für Mutter und Kind 18 300.– Edith Hunkeler, Behindertensportlerin
2009 Stiftung Brändi Luzern 22 015.– Rosie Bitterli Mucha, Kultur und Sport
2010 Verein Kinderspitex Zentralschweiz 16 000.– Ida Glanzmann, Nationalrätin
2011 Entlastungsdienst Pro Infirmis 26 000.– Doris Russi Schurter, VR LZ Medien
2012 Vereinigung Cerebral Zentralschweiz 19 100.– Marcel Hug, Rollstuhlsportler
2013 Insieme Luzern Prisca Birrer-Heimo, Nationalrätin