STÄFA - KRIENS 32:32: Unentschieden macht kaum glücklich

Die Krienser NLA-Handballer erlitten einen Rückschlag auf ihrem Weg in die Finalrunde. Gegen einen zwar aufopfernd kämpfenden, in seinen Mitteln aber limitierten HC GS Stäfa kam der HC Kriens in der Halle des Gegners nicht über ein 32:32 hinaus.

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Yalciner, der im Spiel gegen Stäfe eine gute Figur machte, hier gegen die Mauer der Basler im spiel vom 13. Februar. (Bild EQ Images)

Yalciner, der im Spiel gegen Stäfe eine gute Figur machte, hier gegen die Mauer der Basler im spiel vom 13. Februar. (Bild EQ Images)

Dabei machte sich beim HC Kriens offensichtlich der Druck bemerkbar, die Finalrunde erreichen zu wollen.

Keine Frage: Wer in die Finalrunde will, der muss beim Tabellenschlusslicht punkten. Sicher und diskussionslos. Ebenso wäre es keine Frage, dass der HC Kriens das Zeug dazu hätte. So aber wie sich das Team am Samstag aber in der Frohberg-Halle von Stäfa präsentierte, lagen Anspruch und Wirklichkeit (zu) weit auseinander.
Logische Konsequenz: Der HC Kriens musste selbst gegen einen bescheidenen Gegner lange Zeit unten durch und musste am Schluss gar froh sein, mit einem 32:32-Unentschieden nur ein tiefblaues Auge davongetragen zu haben.

Defensiv wusste der HC Kriens zwar nicht zu glänzen. Doch auch wenn 32 Gegentore gegen das Tabellenschlusslicht viel scheinen – «verloren» hat der HC Kriens das Spiel in der Offensive. Dort fehlte den Innerschweizern jenes Selbstverständnis und jene Selbstsicherheit, die es wohl brauchen würde, um solche selbstverständlichen Siege eben auch heimzubringen. Mit Ausnahme des Duos Schlegel/Yalciner, das trotz reduzierten Mitteln (beide sind angeschlagen) einen hervorragenden Auftritt hatte, fehlte es beim HC Kriens an fast allen Ecken und Enden. Gleich reihenweise wurden beste Torchancen ausgelassen. Und das, obschon bei Stäfa der NLA-erprobte Goalie Ryffel verletzungsbedingt nicht dabei war! Immer wieder schien der HCK von Selbstzweifeln geplagt.

Beim HC Kriens fehlte die Sicherheit, selbstverständliche Tore auch zu machen. So musste sich denn auch fast jeder Spieler teils haaarsträubende Nuller in der Statistik notieren lassen. Für die mag einzig entschuldigend gelten, dass da und dort noch Blessuren und Krankheiten bestehen, welche das Potenzial einschränkten.

Unter dem Strich brachte der HC Kriens aus Stäfa einen erst in der Schlussphase erzwungenen Punkt mit, nachdem der Gegner während 50 Minuten geführt hatte. Aber dieser eine Punkt dürfte kaum jemanden glücklich gemacht haben. Denn im Kampf um den Finalrundenplatz wird es für den HC Kriens jetzt noch enger, zumal Pfadi seine Partie gegen den BSV Bern überraschend gewinnen konnte und damit wieder näher an den Finalrundenstrich rückte. Vielleicht aber wird schwindet mit kleiner werdenden Finalrundenaussichten auch der Druck auf dem Team. Und dann kann es plötzlich doch noch zu einem «Lucky Punch» reichen...

Benedikt Anderes / HC Kriens

HC GS Stäfa - HC Kriens 32:32 (14:10)
Frohberg, 150 Zuschauer. SR Meyer/Stalder

Stäfa: Perisa/Graf; Braun (1), Bosshard (6), Brunner (1), Bunjak (1), Graf (1), Kaufmann (12/2), Milicic (4/2), Roth (1), Pulver (1), Petrig
(2)

Kriens: Schelbert/Portmann (31.-52.); Mitrovic, Müller, Nyffenegger (2), Schlegel (3), Schmid (4), Stankovic (8/3), Tschannen (3), Yalciner (6), Zimmermann (5/1), von Deschwanden (1).

Strafen: Je 4x2 Minute.