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Stanser Handballer zahlen im Cup Lehrgeld

Der BSV Stans ist im Cup-Achtelfinal gegen das NLA-Team Suhr Aarau chancenlos und verliert 23:36.
Stephan Santschi
Der Stanser Mario Obad versucht sich gegen Suhrs Patrick Strebel durchzusetzen. (Bild: Nadia Schärli, Stans, 17.Oktober 2019)

Der Stanser Mario Obad versucht sich gegen Suhrs Patrick Strebel durchzusetzen. (Bild: Nadia Schärli, Stans, 17.Oktober 2019)

Prickelnde Cup-Stimmung herrschte in der Vergangenheit das eine oder andere Mal in der Eichlihalle. Letztmals vor vier Jahren, als der damalige Stanser Erstligist den NLB-Vertreter aus Altdorf empfing und vor 621 Zuschauern mit 26:29 unterlag.

In der Saison 2011/12 gastierte zum letzten Mal ein Klub der Schweizer Beletage in Stans, Wacker Thun siegte im Viertelfinal vor 625 Schaulustigen mit 33:20. Und vor über 15 Jahren ­offenbaren die Handball-Geschichtsbücher zwei Momente, in denen die Nidwaldner wahrlich Grosses vollbrachten.

Stanser Cup-Highlights mit Andy Schmid

2003/04, in der NLA-Aufstiegssaison, kegelten sie unter dem Namen SG Stans/Luzern der Reihe nach die oberklassige Konkurrenz von St. Otmar St.Gallen (32:30) und Wacker Thun (38:35) aus dem Wettbewerb und wurden erst im Cup-Halbfinal beim BSV Bern Muri gestoppt (30:32). Im Kader standen so klingende Namen wie Andy Schmid, Daniel Fellmann, Thomas Zimmermann oder Aliaksei Usik.

Und am Donnerstagabend? War wieder angerichtet für ein Cupfest, die Tribüne stattlich gefüllt. Standing Ovations begleiteten die Stanser Akteure schon beim Einlaufen auf das Spielfeld. Goalie Yves Imhof parierte einen ersten Ball des Portugiesen Diogo Oliveira, kurz darauf schoss David Riederer den Underdog mit 1:0 in Führung. Begeisterung im Publikum, wildes Abklatschen der Spieler.

Mario Obad vom BSV Stans beim Abschluss. (Bild: Nadia Schärli, Stans, 17. Oktober 2019

Mario Obad vom BSV Stans beim Abschluss. (Bild: Nadia Schärli, Stans, 17. Oktober 2019

Der Favorit lässt die Muskeln spielen

Bald aber sollte Schluss sein mit der Herrlichkeit. Die Aargauer liessen die Muskeln spielen, verteidigten im 5:1-Verbund resolut und liefen die Konter gnadenlos. Stans war beeindruckt, sah die Felle rasch davonschwimmen. 1:6 nach zehn Minuten, 3:10 nach einer Viertelstunde – die Kräfteverhältnisse waren früh unwiderruflich hergestellt, eine Sensation nie ein Thema. Und so honorierten die Fans halt gelungene Einzelaktionen. Dann, wenn ein Suhrer getunnelt wurde und Christian Imfeld anschliessend den Ball im Tor versenkte. Oder wenn Stipan Maric zwei Penaltys parierte.

Am Ende mussten die phasenweise etwas gar mutlosen Stanser realisieren, dass zwischen NLB-Spitze und gehobenem NLA-Level ein beträcht­licher Qualitätsunterschied besteht, dank dem Suhrer Nachlassen fiel die Niederlage (23:36) aber einigermassen human aus. «Vom Gegner kommt eine ganz andere Power, als wir gewohnt sind», sagte Trainer Andy Gubler. «Wir haben gesehen, wie weit der Weg in den Spitzenhandball ist.»

Schweizer. Cup. Achtelfinals. Donnerstag: Stans (NLB) – Suhr Aarau 23:36. SG Yellow/Pfadi Espoirs (NLB) – Kadetten Schaffhausen 24:36. Olten (1.) – Pfadi Winterthur 18:34.

Stans – Suhr Aarau 23:36 (9:18)

Eichli. – 575 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Stans; 2-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau. – Stans: Imhof/Maric; Gwerder (1), Achermann (1), Skrebsky Dutra (3/1), Scherer, Imfeld (1), Riederer (2), Obad (2/1), Kuster (7); Niederberger (3), Gautschi (1), Gnos (2). – Suhr Aarau: Marjanac/Grazioli; Poloz (3), Strebel (2), Oliveira (2/1), Aufdenblatten (6), Reichmuth (4), Slaninka (6), Laube (4); Muggli (3), Hofer (1), Parkhomenko (1), Brandt (3/1), Peter (1). – Bemerkung: Maric hält Penaltys von Oliveira (31./9:18) und Brandt (52./17:32).

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