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STANSERHORNLAUF: Tefera Mekonen – ein unerwarteter Sieger

Mit dem 25-jährigen Äthiopier Tefera Mekonen gab es am Sonntag am Stanserhornlauf einen Überraschungssieger. Bei den Frauen wurde es ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Kurt Liembd
Die beiden Tagessieger Lucia Mayer aus Ennetbürgen und Tefera Mekonen aus Äthiopien. (Bild: Kurt Liembd (Stanserhorn, 2. Juli 2017))

Die beiden Tagessieger Lucia Mayer aus Ennetbürgen und Tefera Mekonen aus Äthiopien. (Bild: Kurt Liembd (Stanserhorn, 2. Juli 2017))

Kurt Liembd

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Er kam, lief und siegte» – etwa so verlief der 31. Stanserhorn-Berglauf an der Spitze. Der Sieger war nicht vorangemeldet, sondern meldete sich vor Ort erst kurz vor dem Start an. «Was ist das für ein gazellenhafter dunkelhäutiger Läufer?», fragten sich viele vor dem Start, als sich der unbekannte Äthiopier auf dem Dorfplatz Stans einlief. Eine Stunde später war die Antwort da. Tefera Mekonen lief ein einsames Rennen. Nach gut einer Stunde (1:06:05) lief er auf dem Gipfel des Stanser Hausbergs ein, mit einem Vorsprung von über drei Minuten auf den zweiten Jan Walter aus dem sanktgallischen Lenggenwil (1:09:07).

Dritter wurde Thomas ­Schilter (27) aus Rothenthurm (1:09:49). Schilter konnte seine gute Form bestätigen, wurde er doch bereits zwei Wochen vorher ebenfalls Dritter am Bannalper Berglauf.

Lucia Mayers dritter Streich

Der Sieger Tefera Mekonen lief von Beginn an sein eigenes Rennen, offenbar um den Jackpot zu knacken, der inzwischen auf 900 Franken angewachsen ist. Dafür reichte es aber um 1:22 Minuten nicht. «Es war ein sehr hartes Rennen», sagte Mekonen am Ziel, «vor allem die letzten eineinhalb Kilometer.» Damit meinte er nicht nur die Steilheit der Strecke, sondern auch die schwierigen Wetterverhältnisse mit leichtem Regen, Nebel und Rutschpartien. Sein nächstes grosses Ziel sei nun der Jungfrau-Marathon am 9. September, ­sagte Mekonen.

Bei den Frauen gab es ein richtiges Kopf-an-Kopf-Rennen. Denn die haushohe Favoritin und Lokalmatadorin Lucia Mayer (38) wurde verfolgt von Maria Dalzot, einer weitgehend unbekannten Athletin, die sich erst vor Ort anmeldete. Die Amerikanerin aus Nevada verlor auf Mayer nur gerade 24 Sekunden. Über weite Strecken war der Abstand noch viel kleiner. «Sie lief lange nur ein bis drei Meter hinter mir und immer in Sichtdistanz», erzählt Lucia Mayer. Am Schluss konnte Mayer mit 1:20:51 das Rennen für sich entscheiden, ihre Konkurrentin aus den USA brauchte 1:21:15. Damit ist Lucia Mayer bereits der dritte Streich gelungen, und zwar in doppelter Hinsicht. Erstens gewann sie nach 2012 und 2016 zum dritten Mal den Stanserhornlauf, und zum zweiten war es dieses Jahr bereits ihr dritter Sieg bei Bergläufen. So gewann sie den Haldi-Berglauf in Uri sowie den Rütlischwur-­Gedenklauf. Noch stehen dieses Jahr fünf von zehn Bergläufen an. Abgerechnet in der Gesamtwertung der Zentralschweizer Berglaufmeisterschaft wird aber erst am Schluss.

Profi-Langläuferin mit Topleistung

Eine Topleistung bei den Frauen zeigte auch Nadine Fähnrich (21) aus Eigenthal mit einer Zeit von 1:27:17 und damit nur 6:26 Minuten hinter der Siegerin Mayer. Nadine Fähnrich ist professionelle Langläuferin und Mitglied der Nationalmannschaft von Swiss-Ski. Prominenteste Läuferin war Ariella Kaeslin (30), welche die 11 Kilometer und 1418 Höhenmeter aufs Stanserhorn in 2:00:49 Stunden schaffte. Es war Kaeslins erster Berglauf überhaupt. Eine exzellente Leistung gelang auch den Junioren. Bei den Juniorinnen (Jahrgänge 1998–2002) siegte Nadine Matter (19) aus Grafenort NW in einer Zeit von 1:30:06, bei den Junioren A (1998/99) Yannik ­Beeler aus ­Rothenthurm (1:18:13), bei den Junioren B (2000–2002) Nico Fleischli aus Udligenswil (1:31:32).

Nicht fehlen durften natürlich Sepp Näpflin (65) aus Stans und Hans Aschwanden (58) aus Seelisberg. Sie sind die Urgesteine des Berglaufes und haben alle bisherigen 31 Austragungen des Stanserhornlaufs erfolgreich bestritten. Auch die Organisatoren des Ski-Clubs Stans dürfen zufrieden sein, erreichten doch alle der 360 Teilnehmer (323 Läufer und 37 Walker) das Ziel.

Hinweis: Rangliste auf www.stanserhorn-berglauf.ch

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