Eidgenössischer Schwingerverband sagt alle Schwingfeste bis August 2020 ab

Die Kranzfestsaison ist für dieses Jahr gestrichen. Der ESV sagt alle Wettkämpfe bis Ende August ab. 

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(cza) Nachdem der Bundesrat am Mittwoch ein Versammlungsverbot von über 1‘000 Personen bis Ende August 2020 verordnet hat, zog der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) die Konsequenzen und hat bis dahin sämtliche Schwingfeste gestrichen. Alle Wettkämpfe der Kranzfestsaison werden in diesem Jahr also nicht stattfinden. Der Zentralvorstand werde zusammen mit den Teilverbänden nun nach Lösungen suchen «um den Schwingfestkalender 2021 lösungsorientiert zur Befriedigung aller Ansprechgruppen ausgestalten zu können», heisst es in einer Mitteilung des ESV. 

Keine Wettkämpfe in diesem Jahr: Joel Wicki im vergangenen Sommer beim Innerschweizerischen Schwingfest in Flüelen.

Keine Wettkämpfe in diesem Jahr: Joel Wicki im vergangenen Sommer beim Innerschweizerischen Schwingfest in Flüelen.

Alexandra Wey/Keystone

Auf Innerschweizer Verbandsgebiet betrifft die Massnahme vor allem die Bergfeste Stoos (14. Juni), Rigi (12. Juli) und Brünig (26.Juli) sowie das Innerschweizerische Schwing- und Älplerfest in Ibach (5. Juli). Dass die Kantonalfeste nicht stattfinden, war schon länger klar. 

Betroffen ist nun auch der Saisonhöhepunkt. Am 30. August hätte in Appenzell das Jubiläumsschwinget des ESV stattgefunden. Die Verantwortlichen wollten bis Ende Juni mit dem Entscheid zuwarten. Nun wird der Anlass um ein Jahr verschoben. Die kommende Saison wird somit reich befrachtet sein. Nebst dem Jubiläumsschwinget findet 2021 auch der Kilchberger Schwinget statt -  ebenfalls ein Wettkampf von Eidgenössischem Charakter. 

Sechswöchige Vorbereitung «notwendig»

Theoretisch hätten die Veranstalter in diesem Herbst die Möglichkeit, wieder Anlässe durchzuführen. «Es ist in der Verantwortung der Teilverbände ob und wann allenfalls im Herbst 2020 - wenn per 1. September das Versammlungsverbot von 1‘000 Personen gelockert würde - Schwingfeste stattfinden werden», heisst es in der Mitteilung des ESV. 

Doch bevor wieder an Wettkämpfe zu denken ist, müssten die Schwinger wieder trainieren können. Der Aktivenrat des ESV hat dem Zentralvorstand mitgeteilt, dass vor einem Schwingfest eine Trainingsphase von rund sechs Wochen notwendig sei. Derzeit gilt das Trainingsverbot für die Schwinger immer noch. Und um ein geregeltes Schwingtraining in einer Schwinghalle wieder aufzunehmen, müsste unter anderem das Social Distancing aufgehoben sein.

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