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STREETHOCKEY: Cool zum ersten Sieg

Die Oberwil Rebells gewinnen das erste Spiel des diesjährigen Halbfinals gegen die Sierre Lions mit 5:1. Die 253 Zuschauer sehen ein schnelles und intensives Spiel mit einem verdienten Sieger.
Severin Senn
Christoph Stocker (im Vordergrund) trifft zum 5:1. (Bild: Stefan Kaiser (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

Christoph Stocker (im Vordergrund) trifft zum 5:1. (Bild: Stefan Kaiser (Zuger Zeitung) (Zuger Zeitung))

Severin Senn

sport@zugerzeitung.ch

Nach einmonatiger Pause – die Rebells hatten sich direkt für den Halbfinal qualifiziert – war der Start ins Spiel gegen Sierre für die Oberwiler besonders wichtig. Die Walliser waren in dieser Saison bisher der einzige Klub, der in Oberwil gewinnen konnte. Und die Gäste waren gewillt, auch in diesem Spiel ihre Möglichkeiten zu nutzen. Erwartet wurde ein passives Sierre, dass mit seinen schnellen Stürmern auf Konterangriffe wartete. Die Rebells passten deshalb auch in der vergangenen Woche ihre Angriffsauslösung an. Entgegen den Erwartungen setzten die Walliser aber bereits von Beginn an die Oberwiler Verteidigung unter Druck und konnten so einige Fehlpässe provozieren.

«Sierre konnte im ersten Drittel einige unserer Pässe abfangen, aber grosse Chancen hatte es dennoch nicht», bemerkt Verteidiger Andrew Hildreth, «und im nächsten Einsatz haben wir es dann besser gemacht und den Gegner wieder unter Druck gesetzt.» Die Rebells kamen so vermehrt zu eigenen Chancen. Drei Schüsse landeten am Torgehäuse, bevor Raphael Melliger in doppelter Überzahl kurz vor der Pause das erste Tor dieser Partie erzielen konnte.

Abgeklärte Leistung

Rebells-Coach Kapanek forderte trotz der Führung eine bessere Leistung. Neben mehr Torschüssen forderte er mehr Konzentration und Ruhe in den Zweikämpfen. Denn wenn die Walliser das Spiel gewinnen wollten, waren sie auf viele Oberwiler Strafen und auf ihr Powerplay angewiesen. Die Rebells traten im zweiten Drittel aber dominanter auf. Besonders die Defensive vermochte jegliche Chancen zu verhindern. Die wirbligen Walliser Stürmer vermochten keine Löcher in die Verteidigung zu reissen, und Torhüter Sidler wehrte die wenigen Schüsse ab. Bei gleicher Anzahl Spieler waren die Rebells klar überlegen, dies nützte der Oberwiler Captain Yves Stucki in der 25. Minute zum zweiten Tor. Nach diesem Treffer war aber zu sehen, in welche Richtung das Spiel sich entwickelte: härtere Zweikämpfe und vermehrt Strafen. Die Walliser kamen in der 26. Minute zu einer Möglichkeit in Überzahl, ohne diese zu nutzen. Doch auch die Angriffe der Rebells konnten zuweilen nur unerlaubt gestoppt werden. Stucki wurde vor dem Tor gefällt und erhielt einen Penalty zugesprochen, den er aber nicht verwerten konnte. Kurz vor Drittelsende wurde wiederum eine Strafe gegen Oberwil ausgesprochen. Stucki erkämpfte sich den Ball und erzielte den Shorthander mit der Pausensirene zum wegweisenden 3:0.

Nach der Pause galt es, dem Walliser Ansturm entgegenzuhalten. Besonders gefährlich waren die Angriffe von Mario Paulik, der neu im Dress der Schweizer Nationalmannschaft anzutreffen ist. Dank seiner Schnelligkeit und Ballkontrolle setzte er immer wieder Nadelstiche. Es war dann auch Paulik, der in der 44. Minute und nach einem weiteren schönen Solo durch die Oberwiler Verteidigung den einzigen Treffer für Sierre erzielte. Die Lions zerstörten ihren Aufwärtstrend aber umgehend selbst: Matus Liptack hatte seine Emotionen nicht im Griff und erhielt eine hohe Strafe. Der Meister nützte seine Chance und erzielte während der fünf Strafminuten zwei weitere Tore. Damit war das Spiel entschieden.

Die Oberwil Rebells zeigten eine starke Leistung gegen die Walliser. Auch Andrew Hildreth war von seiner Mannschaft beeindruckt: «Das war eine starke Leistung des ganzen Teams. Sierre kam nur im Powerplay zu Chancen und auch dort nur sehr selten. Wenn wir nächste Woche in Sierre nochmals eine solche Leistung zeigen, ist uns der Finaleinzug sicher.»

Somit geht es nächsten Samstag zum entscheidenden Spiel ins Wallis (Anspiel um 14.30 Uhr). Die Lions werden sicher alles versuchen, um das Spiel zu gewinnen. Bleiben die Rebells ruhig und holen nicht zu viele Strafen, dürfte sich Hildreths Prophezeiung erfüllen.

Oberwil – Sierre 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)

Sika Rebells Arena, Zug. – 253 Zuschauer. – SR Varca/Sakkas. – Tore: 20. Melliger (Hildreth, Stucki / Ausschluss Solioz, Clivaz) 1:0. 25. Stucki (Müller Y., Meier) 2:0. 40. Stucki (Ausschluss Hohl!) 3:0. 44. Paulik (Mermoud/Ausschluss Beiersdörfer) 3:1. 53. Steiger B. (Hildreth/Ausschluss Mermoud, Liptack) 4:1. 56. Stocker (Steiger B./Ausschluss Liptack) 5:1. – Strafen: 7-mal 2 Min. gegen Oberwil; 4-mal 2 Min. plus 5 Min. (Liptac) plus 10 Min. (Liptac) gegen Sierre. – Oberwil: Sidler, Pagano; Hohl, Meyer, Rousal, Melliger, Hausherr, Hildreth, Beiersdörfer, Meier, Müller Y., Stucki, Stocker, Senn, Nisevic, Steiger B., Müller K., Steiger J. – Sierre: Beaupain, Pont; Schildknecht, Golay, Métroz, Mermoud, Clivaz A., Paulik, Kummer, Liptack, Ruppen, Rebord, Moren, Monnet, Solioz, Clivaz D., Bochatay, Lagger, Zufferey, Kensley Okechukwu.

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