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STREETHOCKEY: Der Titelhamsterer hat noch nicht genug

Der 28-jährige Patrick Döbeli steht mit seinen Oberwil Rebells vor der entscheidenden Saisonphase. Zwei Pokale stehen auf seiner Wunschliste. Im Schweizer Cup steht eine besondere Herausforderung auf dem Programm.
Michael Wyss
Patrick Döbeli und die Oberwiler setzen im Cup auch auf den Heimvorteil in der Sika-Rebells-Arena. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. März 2018))

Patrick Döbeli und die Oberwiler setzen im Cup auch auf den Heimvorteil in der Sika-Rebells-Arena. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 7. März 2018))

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch

Patrick Döbelis Ehrgeiz ist schnell spürbar. «Unsere Motivation ist es, die jüngsten Erfolge zu bestätigen und noch besser zu werden. Als elffacher Schweizer Meister und siebenmaliger Cupsieger muss es unser Anspruch sein, am Ende einer Saison das beste Team der Schweiz zu sein. Man will immer wieder der Beste sein», bestätigt er den Eindruck mit Worten. Ein besonderer Anreiz: Das Turnier um den Cupsieg wird am 24. März in Zug ausgetragen werden (siehe Box).

Der kaufmännische Angestellte ­Döbeli entdeckte 2002 die Freude am Streethockey. Er begann bei den Red ­Bears Cham, die es mittlerweile nicht mehr gibt. Der Weg zum Streethockey führte aber über Umwege: «Ich spielte Fussball in Cham und versuchte mich in Hünenberg auch im Unihockey. Meine wahre Sportart entdeckte ich dann aber bei einem Streethockey-Schülerturnier in Cham. Da hatte es mich auf Anhieb gepackt, und ich war begeistert von diesem Sport.» Döbeli hätte in jungen Jahren aber auch sehr gerne Eishockey gespielt: «Ehrlich gesagt, war das immer der Sport, den ich gerne ausüben wollte. Doch das passte meinen Eltern gar nicht», kann sich der 28-Jährige, der in Cham aufwuchs, noch genau erinnern. Schmunzelnd sagt er: «Sie wollten den zeitlichen Aufwand nicht betreiben. So wurde halt nichts aus meiner Profikarriere beim EVZ.»

Geselligkeit ist ein wichtiges Argument

Anstelle der Bossard-Arena heisst seine Wirkungsstätte deshalb Sika-Rebells-Arena. Diese liegt ja nur einen Steinwurf entfernt. Und statt vor 7200 Fans spielt der Chamer halt jetzt durchschnittlich bei den Heimpartien vor ein paar hundert Zuschauern. «Das alles ist sekundär. Entscheidend ist für mich, dass ich Spass an dem habe, was ich tue. Streethockey ist mein Hobby und ein Ausgleich zum Berufsalltag. Mir war auch immer wichtig, dass ich einen Teamsport aus­übe. Die Kameradschaft liegt mir sehr am Herzen. Ich bin ein geselliger Mensch. Einen Einzelsport hätte ich deshalb nie betreiben können.»

Dass Döbeli alles andere als ein Sportmuffel ist, erstaunt nicht. Das Sportler-Gen wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt. Der Grossvater Hansruedi war einst im Segelsport zu Hause, das gilt auch für seine Mutter Silvia, die heute dem Turnsport frönt. Und Vater Heinz geht gern ins Fitnessstudio. Nicht sportlich aktiv unterwegs ist hingegen Döbelis Schwester Chantal (30).

Döbeli ist mit seiner bisherigen Laufbahn absolut zufrieden. Seit zwölf Jahren gehört der in Baar wohnhafte Offensivspieler dem Fanionteam der Oberwil Rebells an. Und dies ganz erfolgreich. Der Palmarès des Stürmers und Routiniers lässt sich sehen: zehn Meistertitel und fünf Cupsiege. Das ist ein eindrücklicher Leistungsausweis für den Center in der erst 18-jährigen Vereinsgeschichte. Dazu zählen noch Erfolge für Döbeli im Europacup oder diverse Einsätze im A-Nationalteam, dem der Ennetseer seit 2013 angehört: «Mein persönliches Highlight war die Heim-Weltmeisterschaft in Zug 2015, welche die Oberwil Rebells organisierten. Das waren Momente, die einen das ganze Leben lang begleiten.»

Wie erlebte der 28-Jährige die bisherigen Erfolge? «Jeder Titel ist auf seine Art und Weise schön und hat seine eigene Geschichte. Die Erfolge kann man miteinander nicht vergleichen. Die Saisons verlaufen auch immer unterschiedlich. Es gibt Überraschungen, Enttäuschungen, Unerwartetes, das macht die Meisterschaft immer wieder speziell und spannend.» Deshalb sei die Freude, wie Döbeli weiter betonte, an diesem Sport ungebrochen, wie zu Anfangszeiten. «Streethockey ist Teil meines Lebens, meine Passion. Ich bin noch voll im Element, Feuer und Flamme für diese Sportart», erklärt er. Im Team fühle er sich sehr wohl und erlebe alles sehr familiär. «Wir haben es auch ausserhalb des Spielfeldes gut miteinander, was auch sehr wichtig ist und sich in den ­Resultaten widerspiegelt», zeigt der Chamer auf.

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