STREETHOCKEY: Makelloser Abschluss der Rebells

Die Oberwiler stehen weiterhin ohne Punktverlust an der Spitze der NLA-Tabelle. Im Heimspiel der vergangenen Doppelrunde gelang ihnen eine Seltenheit.

Severin Senn
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Patrick Döbeli (am Ball) verdeutlicht die Leichtfüssigkeit, mit der Oberwil gegen Bonstetten agiert. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 10. Dezember 2016))

Patrick Döbeli (am Ball) verdeutlicht die Leichtfüssigkeit, mit der Oberwil gegen Bonstetten agiert. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 10. Dezember 2016))

Severin Senn

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Nach zwei Siegen in der letzten Spielrunde sind die Oberwil Rebells Gruppensieger der Vorrunde. Gegen den Letzten der NLA, den SHC Bonstetten-Wettswil, waren die Vorzeichen klar: Ein deutlicher Sieg musste her. Die Zürcher – nur mit zehn Mann angereist – waren von Anfang an in die Defensive gedrängt. Die Rebells setzten sie trotz Schläfrigkeit zu Beginn unter Dauerdruck. Der Verteidiger Thomas Hohl und der Juniorenspieler Bastian Steiger erzielten die Tore im ersten Drittel.

Oberwils Interimscoach Yves Stucki forderte das Team in der ersten Pause auf, aus aussichtsreichen Positionen häufiger zu schiessen. Patrick Döbeli setzte das in der 22. Minute mit dem 3:0 um. In der Folge erhöhten die Gastgeber das Skore sukzessive. Die Zürcher versuchten, mit einem Time-out den Rebells-Spielfluss zu brechen und wieder aggressiver aufzutreten. Die Nerven lagen aber blank. Das sonst schon dünne Kader von Bonstetten wurde durch einen frühen Ausfall noch weiter geschwächt, und nach zwei zehnminütigen Disziplinarstrafen waren zwischenzeitlich bloss noch zwei Auswechselspieler auf der Spielerbank. Die Oberwiler nutzten diese Chance und zogen bis zur zweiten Pause auf 7:0 davon.

Im letzten Drittel wollte man Kraft für das Sonntagsspiel sparen. Die Zweikämpfe wurden von Oberwiler Seite nicht mehr so konsequent geführt. Dennoch konnten sich die Zürcher während des ganzen Spiels keine richtige Torchance erarbeiten. Nach unzähligen unerlaubten Befreiungsschlägen ging das Spiel mit 10:0 an den Leader – ein seltenes Resultat im Streethockey.

Auch defensiv überzeugend

Am Sonntag erwartete die Rebells in Grenchen ein komplett anderes Spiel. Die zweitplatzierten Solothurner haben auf diese Saison hin erstmals zwei ausländische Spieler engagiert. Sie gingen mit 1:0 in Führung, doch Döbeli glich in der 13. Minute nach einem hervorragenden Pass von Severin Meier aus. Doch die Grenchner gingen bis zur ersten Drittelspause wieder in Führung. Der Mittelabschnitt war auch in dieser Partie der beste der Oberwiler. Bis zur 30 Minute drehten sie die Begegnung: Yannick Müller und Goran Nisevic erzielten ihre Tore nach gewonnenen Zweikämpfen in den Ecken. In der 28. Minute fand Andrew Hildreths Schuss während einer angezeigten Strafe den Weg ins Tor. Grenchen schaffte kurz vor Ende des Drittels noch einmal den Anschluss zum 4:3. Doch in der Folge überzeugte die Oberwiler Defensive, und nachdem Verteidiger Hildreth einen Rebound verwertet hatte, stand es kurz nach der Pause 5:3. Die Partie wurde körperbetonter, und es setzte zahlreiche Strafen ab. Severin Meiers Treffer zum 6:3 bedeutete aber die Vorentscheidung für die Gäste (56.).

Das Spiel hat aufgezeigt, dass die Rebells auch ohne vollzähliges Kader gefährlich sind. Patrick Döbeli ist deshalb besonders zufrieden mit der Leistung der Mannschaft: «Was wir uns vorgenommen haben, haben alle umgesetzt. Es war eine super Leistung der ganzen Mannschaft. Wir haben einfaches Hockey mit vielen Abschlüssen gezeigt. Und defensiv haben wir zusammengearbeitet und Fehler aufs Minimum reduziert.»

Am nächsten Samstag gastieren die Rebells zum Cupspiel in La Chaux-de-Fonds (14.00), bevor der Spielbetrieb bis Ende Januar ruhen wird.