STREETHOCKEY: Rebells: Der Knüller zum Auftakt

Grenchen gegen Oberwil heisst die erste Affiche für beide Teams im neuen Jahr in der Nationalliga A. Für die Rebells gilt es, den letzten Eindruck vergessen zu machen.

Oliver Marty
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Die Duelle mit Grenchen sind stets zäh für Goran Nisevic (Mitte) und die Oberwil Rebells. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 16. Oktober 2016))

Die Duelle mit Grenchen sind stets zäh für Goran Nisevic (Mitte) und die Oberwil Rebells. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 16. Oktober 2016))

Oliver Marty

sport@zugerzeitung.ch

Im ersten Spiel des neuen Jahres kommt es zum Spitzenkampf in der höchsten Liga. Der Leader Oberwil gastiert morgen in Grenchen (14.00, BSB-Arena). Die Rebells grüssen ungeschlagen von der Tabellenspitze der Nationalliga A. In der nun beginnenden zweiten Phase der Qualifikation duellieren sich die vier besten Teams der Vorrunde nochmals je zweimal. Auf diese Weise machen sie die direkte Halbfinalqualifikation unter sich aus.

Grenchen war bisher der ärgste Konkurrent der Zuger, hat aber gleichwohl bereits neun Zähler Rückstand. Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften wurden mit sehr viel Härte geführt und endeten knapp. Die Entscheidung fiel in beiden Partien erst im letzten Drittel.

Während der Meisterschaftspause arbeiteten die Konkurrenten intensiv im physischen Bereich. «Da wir im ersten Ernstkampf gegen die Rebells einen verletzungsbedingten Kräfteeinbruch erlitten, haben wir viel an der Kondition gearbeitet. Das sollte uns im neuen Jahr nicht mehr passieren. Wir können komplett in die Rückrunde starten», sagt Lars Henzi. Der Solothurner Power-Stürmer will mit seinem Team den zweiten Rang halten und sich somit das Heimrecht für den Halbfinal sichern. «Für die Spitze wird es wohl nicht mehr reichen. Oberwil hat bereits zu viele Punkte auf dem Konto», so Henzi. Die Grenchner dürfen sich in der zweiten Phase der Meisterschaft kaum Fehler erlauben. Sierre ist Grenchen dicht auf den Fersen und will dem amtierenden Cupsieger die direkte Halbfinalqualifikation streitig machen. Grenchens Offensivkraft ist auf mehrere Schultern verteilt. Neben den Routiniers Henzi und Aegerter skoren auch die beiden ausländischen Neuzuzüge Frkan und Slanec regelmässig. Lediglich die Rebells haben in der NLA noch mehr Tore auf dem Konto (94 im Vergleich zu 92).

Erstes Spiel nach dem Dämpfer

Für den Schweizer Meister aus Oberwil ist der Spitzenkampf die erste Partie seit der überraschenden Cup-Schlappe gegen das unterklassige La Chaux-de-Fonds. Ob sich die Mannschaft von Tibor Kapanek von diesem Schock erholt hat, wird sich zeigen. Der Stürmer Patrick Döbeli sagt: «Wir haben das Spiel abgehakt. Vielleicht war dieser Dämpfer entscheidend, dass wir uns nun wieder voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Um erfolgreich zu sein, müssen auch wir hart arbeiten.» Sicherlich werden den Zugern morgen einige Akteure fehlen: Diverse Leistungsträger haben sich kleinere Blessuren zugezogen oder müssen arbeiten. Döbeli erwartet auch deshalb ein schwieriges Duell: «Grenchen verfügt über ein starkes Kollektiv. Im zweiten Aufeinandertreffen sind wir defensiv sehr solid aufgetreten. Im Abschluss nutzten wir unsere Chancen äusserst kaltblütig. Dieses Rezept streben wir auch diesmal an.»

Nationalliga A. Rangliste (alle 12 Spiele): 1. Oberwil 36. 2. Grenchen 27. 3. Sierre 22. 4. Belpa 20. 5. Bettlach 14. 6. Bonstetten-Wettswil 4. 7. Kernenried-Zauggenried 3.