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STREETHOCKEY: Schweizer brechen regelrecht ein

Die Schweizer halten gegen die USA lange Zeit mit. Kurz vor Schluss zeigen die Amerikaner den Schweizern ihre Limiten auf. Mit fatalen Folgen.
unknown (Bild: marco.morosoli@zugerzeitung.ch)

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Marco Morosoli

Tibor Kapanek, der Coach der Schweizer Nationalmannschaft, muss sich wie der einsame Rufer in der Wüste vorkommen. Immer wieder predigt der Mann an der Bande, wie wichtig ein konzentrierter Beginn ist. Sein Personal versteht aber irgendwie seine Botschaft nicht. Zum wiederholten Male an dieser Weltmeisterschaft geraten die Schweizer gegen die USA bereits in der Anfangsphase in Rückstand. Die technisch versierten Amerikaner nutzen in der 4. Minute einen Schnitzer in der Schweizer Defensive aus. «Dass dies in einem Turnier einmal passiert, das kann ich akzeptieren. Aber uns passiert das in jedem Spiel. Das geht einfach nicht.»

Immerhin lassen die Schweizer die Köpfe nicht hängen. Sie können es aber ihrem einmal mehr starken Keeper Pascal Melliger verdanken, dass der Viertelfinal nicht schon früher in für sie unvorteilhafte Kanäle gelenkt wird.

Ein kurzer Moment der Hoffnung

Und in dieser Phase kreieren die Schweizer auch beste Chancen, doch statt dem möglichen 1:1 fällt das 2:0 (25. Minute). Als kurze Zeit später Tim Müller der Anschlusstreffer gelingt, schöpfen die Zuschauer Hoffnung. Nach 42 Sekunden und dem 3:1 für die USA – ist die temporäre Euphorie aber schon wieder verflogen. Als Bobby Housser in der 39. Minute das 4:1 gelingt, brechen bei den Schweizern alle Dämme. Die Folge: Die Amerikaner erhöhen das Skore in nur 57 Sekunden auf 7:1. «Wir dürfen uns doch nicht so gehen lassen», sagt der Schweizer Stürmer Raphael Melliger und fügt an: «Mein Bruder hat das wirklich nicht verdient.» Der Feldspieler der Melligers erwähnt aber, «dass wir nicht so gut besetzt sind». Die Kaderbreite sei wohl zu schmal. Und auch ein Ausfall wie derjenige des starken Stürmers Patrick Merz lasse sich nicht einfach so verkraften. Die Einheimischen versuchten, mit einer Reduktion auf drei Linien den Druck zu erhöhen, was aber nicht den erhofften Effekt zeigte.

Bereits heute müssen die Schweizer wieder antreten. Sie treffen um 14.45 Uhr (Bossard-Arena) auf Portugal. Noch immer ist für die Schweiz ein besserer Rang als bei der WM vor zwei Jahren möglich. Damals gab es einen 7. Platz.Aber dann müssen die Batterien heute wieder voll sein.

USA - Schweiz 7:1 (1:0, 2:1, 4:0)

Bossard-Arena. 2455 Zuschauer. – SR Michal Skrobak, Petr Skrobak (beide Tsch). – Tore: 4. Daugherty (Petito) 1:0. 25. Sullivan (Hackett, Daugherty) 2:0. 26. Tim Müller (Métroz, Döbeli) 2:1. 27. Wilson (Schlegel) 3:1. 39. Housser 4:1. 43. (42:18) Schlegel (Gregory, Ruiz, Ausschluss Merchant, Schweiz ohne Torhüter) 5:1. 43. (42:48) Merchant (Gregory, Ruiz) 6:1. 44. (43:15) Haynes (Hackett, Molitierno) 7:1. Bemerkungen: 21. Métroz (Pfostenschuss). 33. Métroz (Pfostenschuss). Schweiz von 40:29 bis 42:03 ohne Torhüter. 44. Time-out Schweiz.

43. Minute: Denny Schlegel (Nummer 28) hat soeben das 5:1 für die Amerikaner erzielt, Marc Müller hat das Nachsehen. (Bild Christian Hildebrand)

43. Minute: Denny Schlegel (Nummer 28) hat soeben das 5:1 für die Amerikaner erzielt, Marc Müller hat das Nachsehen. (Bild Christian Hildebrand)

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